Beratung und Service
Gebäudesanierung: Gute Chancen für das Handwerk
Mehr Aufträge für den Klimaschutz
Haus- und Wohnungseigentümer sollen mehr denn je zu CO2-reduzierendem Bauen und Umbauen bewegt werden, denn durch eine verbesserte Auftragslage im Mittelstand will die Politik für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen. Als Kooperationspartner der Bundesregierung hat die KfW-Förderbank ihre Konditionen zur Kreditvergabe für umweltfreundliche Sanierungsmaßnahmen verbessert.

Die mittelständische Wirtschaft wird von der Bundesregierung auch gerne als "Job-Motor in Deutschland" bezeichnet, den sie in den kommenden Jahren unter anderem mit einem 5,6 Milliarden Euro schweren Investitionspaket ordentlich auf Hochtouren bringen will. Dieses Geld soll zwischen 2006 und 2009 in energiesparende Gebäudesanierung fließen, von der sich die Regierung Impulse für die Baukonjunktur und einen Beitrag zum Klimaschutz erhofft. Mit rund einer Milliarde Euro jährlich werde das Handwerk von dieser Investition profitieren, prophezeit der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) den Lobbyerfolg.
Günstige Kredite
Um das Mehr an Wachstum und Beschäftigung anzukurbeln, zielen die Anstrengungen vor allem auf private Haus- und Wohnungsbesitzer ab, die ihre von hohen Energiepreisen strapazierte Haushaltskasse durch ökologisch sinnvolle Gebäudemaßnahmen entlasten wollen: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Förderbank) bietet seit 1. Februar 2006 in einer ersten Stufe Darlehen für energiesparende Bau- und Umbauvorhaben kurzfristig besonders zinsgünstig an. "Die KfW hat ihre Konditionen für die Kreditvergabe deutlich verbessert, sie übertrifft momentan sämtliche Förderprogramme der energetischen Gebäudesanierung", beurteilt Dr. Manfred Kleinbielen, Umweltberater der Handwerkskammer Region Stuttgart, die Neuerungen.
So hat die KfW den effektiven Jahreszins in ihren Programmen CO2-Gebäudesanierung, Wohnraum modernisieren und Ökologisch bauen um bis zu zwei Prozentpunkte gesenkt. Gefördert werden beispielsweise wärmedämmende Maßnahmen, der Austausch von Heizungen oder Fenstern oder der Bau von Energiespar- und Passivhäusern. Wohnen, Umwelt, Wachstum nennen die Bundesregierung und die KfW-Förderbank ihre gemeinsame Initiative, mit deren Maßnahmen sie den Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 reduzieren wollen. In einer zweiten Stufe ist geplant, die Maßnahmen um Zuschüsse zu ergänzen.
Steuervorteil Handwerkerrechnung
Hinzu kommt das neue Steuersparmodell der Bundesregierung, das es Endverbrauchern erlaubt, Arbeitskosten für Erhaltungs-, Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen mit bis zu 600 Euro pro Haushalt und Jahr von der Steuer abzusetzen. Die Absetzbarkeit der Handwerkerrechnung ist für Endverbraucher ein weiterer Anreiz zum umweltfreundlichen Bauen und Umbauen und kann den konjunkturellen Antrieb im Mittelstand zu einer runden Sache werden lassen.
Der Umweltberater der Handwerkskammer Region Stuttgart, Dr. Manfred Kleinbielen, ist Ansprechpartner in allen Belangen rund um die Fördermöglichkeiten energetischer Gebäudesanierung im Handwerk, Telefon: 0711 1657-255.
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