Handwerkskammer Region Stuttgart

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Aktuell - Thema des Jahres 2001

Die meisten Betriebe sind noch unvorbereitet

Bloß nicht auf der Bremse stehen!

Mit der Umstellung auf die neue Währung werden Betriebe mit großen logistischen Veränderungen konfrontiert. Über die Hintergründe und Auswirkungen auf die Unternehmen sprachen wir mit Jürgen Schäfer, Leiter des Euro Info Centres Stuttgart bei der Handwerkskammer.

Portait von Jürgen Schäfer, 100-Euro-Schein

Sind Handwerksbetriebe auf die Umstellung gut vorbereitet?

Schäfer: Die wenigsten! Nur etwa zwei Prozent aller Handwerksbetriebe haben den Euro bereits im Unternehmen eingeführt. Viele sind zwar dabei, stehen aber noch zu häufig auf der Bremse. Dabei gilt doch, dass eine gute Vorbereitung der Grundstein für eine gute Umstellung ist.

Wie lange kann ein Betrieb den Jahresabschluss und das Rechnungswesen noch in DM führen?

Schäfer: Längstens bis zum 31.12.2001. Mit Beginn des Jahres 2002 müssen die laufende Buchführung, das Rechnungswesen und beispielsweise auch die Kalkulation in Euro geführt werden.

Was kostet die Umstellung auf den Euro?

Schäfer: Zunächst einmal Zeit und gute Ideen. Für eine Umstellung von Formularen, Briefpapier oder auch größeren Anschaffungen für die EDV sind doch schnell mehrere Tausend Mark fällig. Ein Teil dieser Investitionen müssten auch ohne den Euro eingeplant werden.

Kann im Einkauf profitiert werden?

Schäfer: Durch die Einführung des Euros wird ein Preisvergleich bei Lieferanten durch die sogenannte Preistransparenz einfacher. Auch neue Wege der Beschaffung über das Internet oder über die Grenze hinweg werden jetzt attraktiv.

Müssen jetzt schon Preisschilder in der Fleischerei auf Euro umgestellt werden?

Schäfer: Im Ladenlokal muss in jedem Fall ein DM Preisschild angebracht sein. Empfehlenswert ist es jedoch, bereits heute den Verbrauchern zu signalisieren, wieviel typische Produkte in Euro kosten werden. Ein Preisschild mit beiden Währungen erleichtert dies.

Müssen Angebote eines Bauhandwerkers zwingend in Euro lauten?

Schäfer: Nein, dies ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, könnte jedoch von den Kunden so erwartet werden. Deshalb gilt auch hier, dass die Vorbereitung hierfür geplant werden muss.

Was tun mit dem restlichen Geld vom letzten Auslandsurlaub?

Schäfer: Bis zum 31.3.2002 besteht die Möglichkeit, Fremdwährungen bei Kreditinstituten einzutauschen. Auch hier heißt es also, nicht die wichtigsten Termine übersehen.


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Umstellung, Betriebe, neue Währung, Euro

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