Aktuell - Meisterfeier 2006 - Rückblick
Na, wie war's?
Was Besucher über die Meisterfeier 2006 denken
Mehr als 3000 Gäste kamen zur Meisterfeier 2006. Dass da nicht mit jedem gesprochen werden kann, ist selbstverständlich. Die eine oder andere Äußerung hat unsere Online-Redaktion jedoch aufgeschnappt. Es war von Gefühlen, Geschmäckern und Zukunftsplänen die Rede.

Veranstalter sind neugierig, wenn es darum geht, herauszufinden, wie das ankam, was sie über Monate hinweg beschäftigt hat. Bei dem Aufwand, den die Vorbereitung einer Meisterfeier erfordert, ist die Neugier naturgemäß umso größer.
Erleichterung unter den Jungmeistern

An ein "gutes Gefühl", "Erleichterung und Stolz" erinnert sich Ralph Stirm, als er beschreiben soll, wie es ihm nach bestandener Meisterprüfung ging. Ende Juni war es amtlich, dass der Marbacher sich den Meisterbrief im Land- und Baumaschinenhandwerk am 19. Juli 2006 auf dem Stuttgarter Messegelände auf dem Killesberg abholen durfte. Zu seinen Plänen als Meister sagt er: "Jetzt geh ich erst mal zurück in den alten Betrieb", aber früher oder später will Stirm eine Anstellung als Meister finden.

Auf der Meisterfeier erfahre man "Dinge über Berufe, die man als Normalverbraucher nicht kennt", findet Maria Hörz aus Filderstadt. Neu für sie waren die geänderten Berufsbezeichnungen im Elektrohandwerk. Der Ehefrau eines Mitgliedes im Meisterprüfungsausschuss der Kraftfahrzeugtechniker gefiel an der Ausstellung der Meisterstücke vor allem ein Exponat: "Der Kachelofen, auf dem man auch kochen kann und der einen Backofen hat", sagt sie und amüsiert sich über ihren praktischen, hausfraulichen Geschmack. Die Holzspielzeuge der Schreiner bezeichnet Hörz als "etwas ganz Besonderes".

Bei Regina Kadenbach und Carina Wier ist die Meisterprüfung im Damen- und Herrenschneiderhandwerk zum Zeitpunkt der Meisterfeier erst eine Woche her. Für ihre Meisterstücke, unter anderem jeweils ein Kleid mit Mantel, haben die beiden zwei Wochen lang jeden Tag mehr als neun Stunden in der Schule verbracht. "Es war unglaublich heiß", erinnert sich Carina Wier. "Nach der Prüfung ist man erleichtert", sagt Regina Kadenbach, die sich trotz aller Lernstrapazen auf der Staatlichen Modeschule beruflich weiterqualifizieren möchte. Wier kann sich vorstellen, ins Ausland zu gehen, "um zu arbeiten und Sprachen zu lernen", und will sich eines Tages vielleicht selbstständig machen.

Am Festakt gefiel Eva-Maria Rösch (rechts im Bild) vor allem der Auftritt des Kabarettisten Christoph Sonntag : "Das war mal was anderes", findet sie. Zusammen mit ihrem Mann, der Meisterschüler unterrichtet, kommt sie jedes Jahr zur großen Handwerksfeier. Die Ausstellung der Meisterstücke begeistert sie auch diesmal wieder: "Ich habe von den Minitörtchen der Konditoren probiert, die waren sehr gut", außerdem gefallen ihr die Stücke der Schreiner, "Holz mag ich einfach, aber die Stücke der Klempner sind auch toll". Insgesamt findet die Gertringerin es interessant, auf der Ausstellung zu sehen, was die verschiedenen Handwerksbereiche alles machen.

Als "frisch gebackene" Meister lassen sich jene des Bäckerhandwerks wohl am ehesten bezeichnen. So auch Dieter Sauter aus Winterlingen. "Die Übergabe der Meisterbriefe fand ich am besten", sagt er zum Höhepunkt der Meisterfeier. Passend zum Motto "weltmeisterlich backen" brachte er für die Ausstellung seiner Meisterschule eine ausländische Spezialität mit: "Bolo Rei, ein Gebäck aus Portugal", erklärt er. Aus den anderen Handwerken gefielen ihm auf der Ausstellung der Meisterstücke vor allem die Spielsachen der Schreiner. Sauter wird als Bäckermeister zu Hause im Betrieb weiterarbeiten.



