Handwerkskammer Region Stuttgart

Zum Bereichsmenü [N] | Zum Inhalt [C]

 


Aktuell - Sonderthema 5/2001

Noch müssen Sie raten...

Prüfungsaufgaben einmal anders

Ganz ernst gemeint ist unser kleines Quiz nicht. Aufschlussreich ist es trotzdem. Alte Prüfungsaufgaben sagen ja doch etwas über die Inhalte aus, die einem vor der Prüfung übermittelt worden sein müssen. Testen Sie Ihr Wissen!

Symbolbild: Quiz

Wir haben in alten Prüfungsaufgaben gekramt und ein paar der einfacheren Fragen aus den verschiedenen Prüfungsgebieten ausgewählt. Prüfungsängste müssen jetzt aber nicht aufkommen. Anders als bei den echten Klausuren gibt es hier schon Vorgaben für Ihre Antwort. Sie haben die freie Wahl. Wählen Sie sich eine Aufgabengruppe aus und klicken Sie auf die Ihrer Meinung richtige Antwort jeder Frage. Und: Entscheiden Sie sich richtig!

 

Aufgaben


Aufgabe 1

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Kostenrechnung

Erklären Sie, was man unter dem Break-Even-Point versteht.

Antwort:

  • Der Break-Even-Point ist die kritische Marke, von der ab sich weitere Investitionen nicht mehr lohnen.
    richtig
  • Der Break-Even-Point markiert die absolute Expansionsgrenze für jede Art betrieblichen Wachstums.
    richtig
  • Der Break-Even-Point ist der Punkt, bei dem bei steigender Produktion die Verlustzone verlassen und die Gewinnzone erreicht wird (Gewinnschwelle).
    richtig


Aufgabe 2

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Bilanzierung

Erläutern Sie, aus welchen Gründen Liquiditätskennzahlen, die aus der Bilanz gewonnen werden, in der Regel nur beschränkt aussagefähig sind.

Antwort:

  • Weil man sich bei den Kennzahlen ganz leicht verrechnen kann.
  • Alles reine Interpretationssache.
    richtig
  • Die Bilanz ist immer auf einen bestimmten Stichtag bezogen.
  • Zahlungsverpflichtungen wie Löhne, Gehälter und Steuern werden in der Bilanz nicht erfasst.
    richtig
  • Rundungsfehler könnten die Aussagekraft schmälern.
  • Es gibt nie genug Kennzahlen, um verbindliche Aussagen zu machen.
    richtig


Aufgabe 3

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Marketing

Ein Handwerksbetrieb, der in einer Großstadt bereits im Bereich "Sicherheitstechnik für Gebäude" tätig ist, möchte eine Filiale eröffnen. Stellen Sie sich vor, Sie werden als möglicher zukünftiger Niederlassungsleiter beauftragt, zu diesem Projekt einige Überlegungen aus Marketingsicht anzustellen.

Im vorliegenden Fall kommt der Einführungswerbung eine besondere Bedeutung zu. Nennen Sie Werbeziele für die Startphase der Niederlassung.

Antwort:

  • Aufmerksamkeit erzeugen
  • Bekanntheit schaffen
  • Interesse wecken
  • Glaubwürdig sein
  • Wesentliche Botschaft kommunizieren Image durch Kontinuität schaffen
    richtig
  • Finanzielle Machbarkeit überprüfen
  • Personalkosten niedrig halten
  • Stärken konkurrierender Produkte ausloten
    richtig
  • Gute Beziehungen zur Polizei aufbauen 
  • Zeitlichen Rahmen der Werbekampagne möglichst eng fassen
  • Nach günstigen Stromtarifen umsehen
  • Zusammenarbeit mit der Feuerwehr anstreben
    richtig

Aufgabe 4

BETRIEBSWIRTSCHAFT

Finanzierung

Die Sicherung von Krediten ist in der Rezession noch wichtiger als in Boomzeiten. Die Banken verlangen deshalb verstärkt eine umfassende Sicherung gewährter Kredite.

Zu den Realkrediten gehören der Lombardkredit und die Sicherungsübereignung. Erklären Sie beide Sicherungsarten.

Antwort:

  • Lombardkredit ist ein Realkredit, der durch Pfandrecht an einer beweglichen Sache gesichert ist. Beliehen werden Effekten, Edelmetalle und andere bewegliche Sachen. 
  • Sicherungsübereignung dient als Absicherung eines Kredits, bei dem der Kreditgeber das bedingte Eigentum an der Sache behält, der Schuldner aber Besitzer bleibt.
    richtig
  • Lombardkredite sind nach der Lombardei benannt, weil sie in Italien erfunden wurden und nur von der lombardischen Zentralbank vergeben werden dürfen. Allerdings werden sie bei Bedarf allen EU-Bürgern gewährt.
  • Bei der Sicherungsübereignung übergibt der Betriebsinhaber sein gesamtes Unternehmen dem Gläubiger solange, bis er die Kreditsumme vollständig zurück bezahlt hat.
    richtig
  • Lombardkredite werden jedem Inhaber einer Kreditkarte gewährt, wenn er nachweisen kann, dass er während der letzten zehn Jahre niemals mehr als 80 Prozent seines Kreditrahmens ausgeschöpft hat.
  • Eine Sicherungsübereignung gibt dem Schuldner die Gewissheit, dass ihm die Kreditsumme ganz sicher zur freien Verfügung steht, weil ihm schriftlich zugesichert wird, dass er die Summe eigens zu einem vertraglich vereinbarten Zweck einsetzen darf.
    richtig

Aufgabe 5

VOLKSWIRTSCHAFT

Das gesamtwirtschaftliche Geschehen lässt sich grafisch und verbal darstellen. Allgemein spricht man von einem gesamtwirtschaftlichen Kreislauf, der den Austausch von Gütern, Dienstleistungen und Geld umfasst.

Definieren Sie den Begriff Bruttosozialprodukt.

Antwort:

  • Das Bruttosozialprodukt entspricht dem Nettosozialprodukt, dem aber die Summe aller in einer Volkswirtschaft während einer bestimmten Periode neu eingeführten kostenpflichtigen Dienstleistungen hinzu gerechnet werden muss.
    richtig
  • Das Bruttosozialprodukt bezeichnet die Summe aller an den Staat abgeführten Arbeitgeberanteile aus der Sozialversicherung.
    richtig
  • Das Bruttosozialprodukt stellt den Wert aller während einer Periode (Jahr) hergestellten wirtschaftlichen Güter (Sachgüter, Dienstleistungen, übertragbare Rechte) dar.
    richtig

Aufgabe 6

RECHT

Privat- und Prozessrecht

Berta Eilig feiert ihren 17. Geburtstag im Kreis ihrer Familie. Beim Nachmittagskaffee bekommt sie von ihrer Großmutter einen goldenen Ring geschenkt. Dieser ist ihr allerdings etwas zu groß. Die Eltern schlagen ihr vor, den Ring beim Juwelier Gold enger machen zu lassen.

Eine Woche später will Berta den Ring bei Gold abholen. Entsetzt muss Gold feststellen, dass er den Ring vor wenigen Tagen versehentlich dem Kunden König verkauft hat. Berta verlangt von König die Herausgabe des Ringes. Da dieser sich weigert, den ordnungsgemäß gekauften und von ihm bezahlten Ring heraus zu geben, möchte Berta gerichtlich gegen König vorgehen.

Hat Berta einen Herausgabeanspruch gegen König?

Antwort:

  • König konnte davon ausgehen, dass der Juwelier ihm einen Ring verkauft, der diesem gehört. Er war somit gutgläubig (§ 932 BGB). Auch ist der Ring der Eigentümerin nicht abhanden gekommen (§ 935 BGB). Somit hat König gutgläubig Eigentum erworben. Berta hat keinen Herausgabeanspruch nach § 985 BGB.
    richtig
  • Der Ring wurde zuerst von Großmutter Eilig erworben und danach an ihre Enkelin Berta Eilig verschenkt. Er ist damit über drei Generationen hinweg Familieneigentum der Eiligs. Nach § 985 BGB kann Berta Herrn König zur Herausgabe ihres Eigentums zwingen.
    richtig
  • Juwelier Gold hat den Ring nur irrtümlich an König veräußert, hatte aber zu diesem Zeitpunkt gar kein Eigentum mehr an ihm. Zwischen ihm und König ist niemals ein Vertrag zu Stande gekommen, weshalb Berta den Ring zurück fordern kann.
    richtig

Aufgabe 7

RECHT

Arbeitsrecht

Schlossermeister S beschäftigt in seiner Schlosserei sieben Arbeitnehmer, darunter den Gesellen G.

Hat G, nachdem er das Arbeitsverhältnis mit S fristgerecht gekündigt hat, Anspruch auf ein einfaches oder auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis oder auf beides?

Antwort:

  • G hat qualitativ wie quantitativ gute Arbeit geleistet, deshalb stehen ihm beide Zeugnisse zu.
    richtig
  • G hat nur einen Anspruch, entweder auf ein einfaches oder auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Er muss sich daher entscheiden, was für ein Zeugnis er möchte.
    richtig
  • Als Geselle hat sich S eine berufliche Qualifikation erworben, die über der einiger anderer Mitarbeiter, wie etwa der Lehrlinge der Schlosserei S steht. Für ihn kommt nach § 630 BGB nur ein qualifiziertes Zeugnis in Frage.
    richtig

Aufgabe 8

RECHT

Steuerrecht

Der Unternehmer A hat 1992 ein unbebautes Grundstück für 100.000,- DM erworben. Auf Grund eingetretener Wertsteigerungen hat das Grundstück zwischenzeitlich einen Wert von 150.000,- DM.

Nach welchem Bewertungsprinzip ist diese Position in der Steuerbilanz zum 31.12. zu bewerten? Benennen Sie das Bewertungsprinzip und begründen Sie Ihren Wertansatz.

Antwort:

  • Höchstwertprinzip: Grundstücke müssen den örtlich gegebenen Grundstückspreisen entsprechend nach dem höchsten zu erwartenden Quadratmeterpreis veranschlagt werden.
    richtig
  • Bewertungsfreiheit (§ 6, Abs. 2 EStG): Grundstückspreise unterliegen oft starken Schwankungen und sind deshalb nicht vorhersagbar. Somit bleibt es dem Ermessen des Unternehmers überlassen, mit welchem Wert er Grund und Boden in die Steuerbilanz übernimmt.
    richtig
  • Niederstwertprinzip: Nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden. Das Grundstück ist mit den Anschaffungskosten in Höhe von 100.000,- DM zu bewerten. Der höhere Teilwert darf nicht angesetzt werden.
    richtig

Aufgabe 9

PERSONALFÜHRUNG

Arbeitswissenschaftliche Grundlagen

Voraussetzung für eine anforderungsrechte Bezahlung ist die Durchführung einer Arbeitsbewertung. Diese besteht aus einer Beschreibung des jeweiligen Arbeitssystems und der Analyse und Quantifizierung der an die Mitarbeiter gestellten Anforderungen.

Nennen Sie die vier Bereiche der Arbeit, die in einer Arbeitsbeschreibung darzustellen sind.

Antwort:

  • Arbeitszeit
  • Arbeitsentgelt
  • Maximale Arbeitsdauer
  • Optimierungsvorschläge
    richtig
  • Arbeitsaufgabe
  • Gefordertes oder gewünschtes Ergebnis
  • Arbeitsablauf
  • Verwendete Hilfsmittel
    richtig
  • Entscheidungsweg innerhalb der Führungshierachie
  • Verantwortlichkeiten für Arbeitsergebnis
  • Fluchtplan für Notfälle
  • Pausenregelung
    richtig

Aufgabe 10

PERSONALFÜHRUNG

Mitarbeiterführung und Management

Der normale Alltag im Betrieb ist selten konfliktfrei. Vor allem Führungsmitarbeiter sollten über Fähigkeiten verfügen, mit Konflikten konstruktiv umzugehen und sie einer Lösung zuzuführen.

Erläutern Sie die sechs Stufen der kooperativen Konfliktregelung.

Antwort:

  • Stufe 1: Kontrahenten einander gegenüber stellen
  • Stufe 2: Streitverhalten beobachten.
  • Stufe 3: Hauptschuldigen ermitteln
  • Stufe 4: Vergeltungsmaßnahmen androhen.
  • Stufe 5: Abschreckendes Exempel statuieren.
  • Stufe 6: Personal auswechseln.
    richtig
  • Stufe 1: Konflikt herabspielen.
  • Stufe 2: Konfliktherd inspizieren und harmonisierend auf Kontrahenten einwirken.
  • Stufe 3: Gemeinsamkeiten positiv hervorheben.
  • Stufe 4: Situation schönreden
  • Stufe 5: Weitere Begegnungen der Kontrahenten verhindern.
  • Stufe 6: Vorfall vergessen.
    richtig
  • Stufe 1: Wo genau liegt das Problem?
  • Stufe 2: Mögliche Lösungen entwickeln.
  • Stufe 3: Lösungen rational bewerten.
  • Stufe 4: Die beste Lösung auswählen.
  • Stufe 5: Die Entscheidung realisieren.
  • Stufe 6: Entscheidung überprüfen.
    richtig
     

Seite ausdrucken Seite weiterempfehlen Zum Seitenanfang


Service-Telefon: 0711 1657-0
 

Imagekampagne




 

Aktuell

Interner Link zur Seite InfoStream

Unter dem Namen InfoStream verschickt die Kammer jeden Freitag ihren kostenlosen Newsletter.
InfoStream



InfoStream Anmeldung



 

Termine

Veranstaltungen der Handwerkskammer
 

Social Media

follow

Die Kammer zwitschert täglich mit. Folgen Sie uns doch einfach auf "Twitter".
folgen



Facebook

Auch auf Facebook ist die Kammer zu finden. Vernetzen Sie sich doch einfach mit uns!
Fan werden




Kontakt | Impressum | Datenschutzhinweis | Newsletter | Servicezentrum | Inhaltsverzeichnis | Extranet


Zum Seitenanfang | Zum Inhalt

Weitere Stichworte zum Thema Aktuell - Sonderthema 5/2001:

Sonderthema 5/2001 Betriebswirt Handwerk Quiz

Archiv mit älteren Beträgen der HWK-Startseite