Aktuell - Sonderthema 1/2001
Was bringt's denn dem Betrieb?
Qualitätsmanagement und wirtschaftliches Denken - Kein Widerspruch
Für Experimente bleiben mittelständischen Unternehmen meist wenig Raum und noch weniger Mittel. Soll eine Zertifizierung kein unnötiger Luxus sein, muss sie sich ganz einfach rechnen. Mittel- bis langfristig tut sie das auf alle Fälle.

Probleme kleinerer Unternehmen
Die betriebliche Situation kleiner Unternehmen wird zunehmend schwieriger, weil die Lieferzeiten immer kürzer werden und der Termindruck immer mehr zunimmt. Hinzu kommt noch, dass Unternehmer und Führungskräfte im Mittelstand viele Funktionen in Personalunion übernehmen. Irgendwann sind sie dann überfordert.
Aus Zeitmangel bleiben wichtige Aufgaben unerledigt. Kosten werden nur mangelhaft oder überhaupt nicht erfasst und zugeordnet. Dadurch bleiben die tatsächlichen Kosten unbekannt. Die Grundlage für die Nachkalkulation fehlt, es entsteht eine mangelnde Kalkulationssicherheit.
Der Termindruck führt auch dazu, dass Aufträge unkoordiniert eingelastet werden. Die Abwicklung der Aufträge wird undurchsichtig. Unklare Zuständigkeiten und nicht klar beschriebene Abläufe haben hohe Reibungsverluste zur Folge. Und diese Verluste erhöhen den Druck.
Qualitätsmanagementsysteme lösen die Probleme kleiner Unternehmen
Kleine Unternehmen kennen ihre Probleme, verfügen aber oft nicht über das notwendige organisatorische Rüstzeug, um sie zu lösen. Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems ist ein geeigneter Ansatz dafür.
Qualitätsmanagementsysteme bringen Nutzen:
Nach außen
- Vertrauensvorschuss bei der Auftragsanbahnung
- Bessere Wettbewerbsfähigkeit auf nationalen und internationalen Märkten
- Bessere Absicherung gegen Haftungsansprüche durch höhere Nachweissicherheit
- Erleichterung bei der Erfüllung gesetzlicher Forderungen und Richtlinien
Nach innen
- Beseitigen von Schwachstellen
- Senken von Fehlerkosten
- Erhöhen der Produktivität
- Früherkennen von Störungen und Verbesserungspotenzialen
- Motivation der Mitarbeiter
Dass all das in der Praxis wirklich funktioniert, zeigt unser Interview mit dem Ehninger Unternehmer Claus G. Kissel.




