Aktuell - Sonderthema 2009
Frühwarnsystem: Die Krise früh erkennen
Unternehmer können sich für Signale sensibilisieren
Viel Herzblut, Arbeit und Zeit stecken im eigenen Betrieb. Einen Untergang will da keiner erleben. Muss er auch nicht. In vielen Fällen können Unternehmer schon rechtzeitig Fehlentwicklungen wirksam entgegensteuern.

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Gut verdient hat der Heizungsbauer mit seinem Betrieb, als er für die Industrie gearbeitet hatte. Die Entwicklungen in der Branche hat er nie außer Acht gelassen und merkte schnell, als die Luft dort dünner wurde. Der Betrieb polte rechtzeitig um, verlegte seinen Schwerpunkt auf Kundendienst und Service – mit Erfolg. Herausgelöst aus dem Marktsegment, entzog er sich der aufkeimenden Krisensituation.
Anzeichen erkennen
Verfärben sich die erwirtschafteten Zahlen von Schwarz ins Rot, ist der Verlust schon da und eine schwere Krise nicht mehr fern. Wer wachsam ist, deckt Fehler im Frühstadium auf. Fehler wie Qualitätsmängel, Marktveränderungen zu ignorieren, Defizite in der Kundenorientierung oder Schwächen in der Ablauforganisation zu haben. Da ist Handeln gefragt, um die Schwachstellen zu beseitigen und tragfähige Produkt- wie Marktstrategien zu entwickeln.
Wettbewerbsfähig bleiben
Krisenanfällig sind Unternehmen, die stehen bleiben: Ein Produkt, das jahrelang gut lief, aber allmählich als technisch überholt gilt, bedarf einer Auffrischung. Wachsen die Ansprüche der Kunden, darf das Leistungsportfolio nicht rosten. Ändern sich für Betriebe wichtige Gesetze, dürfen diese nicht ignoriert werden. Sinkt die Nachfrage an den Produkten oder Leistungen, können neue Vertriebsstrukturen der Ausweg sein.
Betriebe mit nur einem Großkunden
Für Unternehmen, die ihren Umsatz überwiegend mit nur einem Kunden machen, ist es ein Muss, wirtschaftliche Veränderungen bei diesem Kunden sorgfältig zu beobachten. Drohen Ungemach und ein Brancheneinbruch, muss der Unternehmer damit rechnen, dass auch ihn die Folgen treffen können. Um die Abhängigkeit von diesem Kunden abbauen, sind neue Kundenbeziehungen unbedingt notwendig. Wer verfolgt, was vor sich geht, kann rechtzeitig umsatteln. Denn auch wenn das Auftragsbuch noch gefüllt ist – über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen, vermeidet Abhängigkeit.
Erste-Hilfe-Set
Wird der Unternehmer dennoch von einer Krise erfasst, kann er sich mit zwei Checklisten einen ersten Überblick schaffen, wo er steht und was er tun kann. Ein vorgefertigtes Beispiel zeigt darüber hinaus, was in den Geschäftsplan hineingehört, und im Flyer Beratungsportfolio finden Sie schnell den richtigen Ansprechpartner für Ihr Anliegen.
Checkliste "Finanzhilfen und Tipps" (pdf-Dokument 89,2 KB)
Checkliste "Liquidität verbessern - Kosten senken" (pdf-Dokument 5,6 KB)
Der Geschäftsplan: ein Beispiel (pdf-Dokument 146 KB)
Flyer "Beratungsportfolio der Kammer" (pdf-Dokument 56,3 KB)




