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Aktuell - Sonderthema 2/2002

Bewerbungsunterlagen - Fein raus, wenn die stimmen

Die schriftliche Bewerbung

Bewerbungsbrief, Lebenslauf, Foto und Zeugnisse passen locker in einen großen Briefumschlag. Ohne sie vorher in eine Bewerbungsmappe zu heften, braucht die aber niemand abzuschicken: Mit Puzzlespielen lässt sich keine Lehrstelle erobern.

Symbolbild: Bewerbung

Eine ordentliche, saubere Bewerbungsmappe, die nicht danach aussiehst, als sei sie schon zum zwölften Mal verschickt worden, sollte selbstverständlich sein. Die Texte sollten mit dem PC geschrieben sein, wer keinen hat, sollte in der Schule oder im Freundeskreis nachfragen. Für Schreibmaschinen hat jeder Verständnis, aber mit dem PC schreibt, beweist gleich, dass er das auch kann.

Symbolbild: Bewerbungsmappe

Der Bewerbungsbrief (das Anschreiben) ist das Wichtigste bei der schriftlichen Bewerbung. Anschreiben, in denen Fehler stecken oder die unordentlich aussehen, sind eine schlechte Visitenkarte. Da kann der Lebenslauf noch so toll sein und die Vorerfahrung noch so groß - der erste Eindruck ist schlecht und somit hat die Bewerbung keine Chance. Achtung: Der Brief sollte niemals länger als eine DIN-A4-Seite sein.

Sie sollten auf jeden Fall im Anschreiben mitteilen, für welche Ausbildung Sie sich interessieren und warum gerade für diesen Beruf und warum für den angeschriebenen Betrieb. Das Anschreiben muss auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten sein und darf nicht den Eindruck einer "Massenware“ hinterlassen. Besonders tückisch sind hier Fehler, die beim Überschreiben einer Vorlage passieren. Schlecht sieht es aus, wenn Sie sich zum Beispiel beim Autohaus Meyer bewerben und im Text dann schreiben, wie gut Ihnen das Autohaus Müller gefällt, weil Sie sich gerade auch bei Müller um einen Ausbildungsplatz beworben haben.

Wichtigste Regel: Vier Augen sehen mehr als zwei. Also suchen sich jemanden, der oder die Ihre Bewerbung durchliest und auf Schreib- und Logikfehler hin überprüft!

Zwei Muster-Anschreiben für Bewerbungen können Sie sich hier herunterladen. Aber bitte nicht einfach abschreiben. Wenn das alle machen, haben hinterher alle gleich schlechte Chancen. Variieren Sie die Texte so, dass Sie ein wenig anders klingen.

2 Muster-Bewerbungsanschreiben (pdf-Datei, 13,5 KB)

Im Lebenslauf listen Sie in Form einer Tabelle die Stationen Ihres Lebens auf. Der ausführliche handgeschriebene Lebenslauf wird heute kaum noch verlangt - wenn doch, muss unbedingt sauber und ordentlich an ihm gearbeitet werden. Der Normalfall ist heute der tabellarische Lebenslauf. Mit zu seinem Inhalt gehören auch Umzüge, Schulwechsel und Praktika. Wenn Sie sich in Vereinen oder Organisationen engagieren, sollten Sie das unbedingt erwähnen. Abschließend sollten Sie Ihren Lebenslauf so überprüfen, wie das wahrscheinlich die Ausbilder tun, die ihn später beurteilen. Dafür haben wir eine Checkliste für Sie zusammengestellt. - Aussehen kann ein tabellarischer Lebenslauf übrigens ungefähr so, wie in unserem Muster-Download.

Muster-Lebenslauf (pdf-Datei, 4,86 KB)

Ein gutes Foto ist wichtig! Es lohnt sich, das Geld für ein Bewerbungsbild auszugeben, das ein Fotograf aufgenommen hat - Automatenbilder wirken unprofessionell und geizig. Außerdem hilft ein guter Fotograf auch beim passenden Outfit. Das Foto wird auf einem Deckblatt befestigt, mit dem die Bewerbungsmappe versehen wird. Manchmal lohnt es sich, ein zweites Foto zusätzlich auf dem Lebenslauf anzubringen.
Zeugniskopien des letzten Schuljahres sind ein Muss - auch wenn die Noten vielleicht nicht so ausgefallen sind, wie Sie es gerne hätten. Zeugnisse und Bescheinigungen von Praktika, die Sie absolviert haben und über ehrenamtliches Engagement ergänzen die Bewerbungsunterlagen und enthalten oft mehr Informationen als Schulzeugnisse.

 


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