Aktuell - Sonderthema 2/2002
Einfach antesten
Schnupperlehre: Mal sehen, ob der Job es bringt
Kein Mensch muss seine Nase überall reinstecken. Echt nicht. Aber sie überall rauszuhalten, ist erst recht nichts. Vor allem, wenn es um den Beruf geht. Wer sich ein Auto kaufen will, fährt es vorher Probe.

Danach weiß er, ob der Wagen zu ihm und er zum Wagen passt. Mit der Schnupperlehre ist das genauso: Unverbindlich reinschnuppern in einen Beruf zeigt schnell, ob er die richtige Perspektive bietet.
Wer vor dem Sprung ins Arbeitsleben steht, wird eine Reihe interessanter Ausbildungsmöglichkeiten entdecken. Schließlich wird man ja nicht als Zahntechniker oder Kfz-Mechaniker geboren. Jeder Mensch könnte nämlich eine Vielzahl von Berufen ausüben - in allen würde er einen guten Job machen. Doch welcher passt jetzt am besten? Und: Ist der Ausbildungsbetrieb O.K.? Passe auch ich dort rein? Stimmt die Chemie zwischen mir und dem Chef, dem Ausbildungsmeister und den Mitarbeitern?
Das stellt sich nach den ersten Ausbildungstagen heraus. Das sagen die einen. Die anderen sind cleverer: Sie nützen Projektwochen und Ferien, um in den Betrieb mal reinzuschnuppern. Es können drei, vier, fünf Tage sein. Vielleicht auch zwei Wochen. Mit Glück gibt's auch ein kleines Taschengeld.
Schnell bekommt man mit, ob der Beruf Spaß macht. Genauso schnell ist auch klar, ob es mit dem Team im Betrieb etwas werden könnte. Falls nicht - kein Problem. Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei. Man darf sich ja schließlich einmal vergreifen, im Beruf oder bei der Betriebsauswahl. Es war die Erfahrung wert.
Oft ergeben sich aus den paar Tagen aber gute Kontakte zum Beruf und zu den Mitarbeitern. Das war schon oft der Anfang einer guten Ausbildung. Schließlich kennt man sich jetzt. Nach Abschluss des Kurzpraktikums kann man gleich Interesse an der Ausbildungsstelle zum Zeitpunkt X anmelden. Die Firma tut sich dann auch leichter. Denn - man kennt sich ja.
Wer Schnupperlehren anbietet, wissen oft die Klassenlehrer. Auch die Arbeitsämter kennen sich aus. Die Ausbildungsberater der Handwerkskammer können ebenfalls weiterhelfen. Einfach anrufen, Tel. (0711) 1657-259 oder eine E-Mail an ausbildung@hwk-stuttgart.de schicken. Und nicht vergessen: Zu unseren Internet-Seiten gehört auch eine Praktikumsbörse!




