Aktuell - Sonderthema 2/2002
"Modeberuf" - Was ist das?
Die ultimative Hitliste
Da stehen auf der einen Seite die am meisten verbreiteten Handwerksberufe in der Region Stuttgart. So zum Beispiel der Elektrotechniker. 2454 Unternehmer bieten ihre Dienste der Kundschaft an. Es folgen die Friseure, die Kraftfahrzeugtechniker und die Installateure und Heizungsbauer.

Diese Berufe kennen wir, sie spiegeln sich auch in den beliebtesten Ausbildungsberufen, den Top Ten wider. Aber ist das wirklich "Mode"? Viel interessanter ist ein Trend, der sich nicht in absoluten Zahlen ausdrücken lässt: Wenn die Nachfrage größer ist als die Zahl der zu besetzenden Stellen. So könnten in der Region Stuttgart weit aus mehr Fotografen, Damen- und Herrenschneider, Goldschmiede und Instrumentenbauer ausgebildet werden. Wenn die Ausbildungsplätze vorhanden wären. Die Nachfrage nach solchen "Exotenberufen" ist groß.
Top Ten - die beliebtesten Ausbildungsberufe 2001
1. Friseur/-in
2. Kraftfahrzeugmechaniker/-in
3. Elektroinstallateur/-in
4. Tischler/-in
5. Maler und Lackierer/-in
6. Gas- und Wasserinstallateur/-in
7. Bäcker/-in
8. Zimmerer/-in
9. Bäckereifachverkäufer/-in
10. Bürokaufmann/-frau
Friseurhandwerk nach wie vor eine Frauendomäne
Wie schon in den letzten Jahren war der Friseurberuf auch 2001 einer der beliebtesten Ausbildungsberufe von Frauen. Während im Jahr 2001 über zehn Prozent aller weiblichen Auszubildenden im Bezirk der Handwerkskammer Region Stuttgart das Friseurhandwerk zum Beruf wählten, waren es bei den jungen Männern weniger als ein Prozent. Somit waren 91,9 Prozent aller Lehrlinge im Friseurhandwerk der Region Frauen. Auf der Hitliste der Ausbildungsberufe junger Frauen in den Jahren 2000 und 2001 rangierte der Beruf Friseurin nach wie vor auf Platz eins, gefolgt von Bäckereifachverkäuferin, Bürokauffrau, Fleischereifachverkäuferin und Augenoptikerin.
Von den Ausbildungsanfängern im Friseurberuf haben im Jahr 2001 rund 19 Prozent ihre Ausbildung vor dem Erreichen des Ausbildungsziels abgebrochen, davon 6,4 Prozent bereits im ersten Lehrjahr. Ein bundesweiter Vergleich: 2000 waren es 40 Prozent, davon ein Viertel in der Probezeit. Doch viele gehen die Karriereleiter des Handwerks weiter: Im Jahr 2001 haben 43 junge Friseurinnen und Friseure der Region die Meisterprüfung bestanden und damit das Recht erworben, einen Friseursalon selbstständig zu führen. Auch hier ist der Frauenanteil nach wie vor groß: 86 Prozent.




