Aktuell - Sonderthema 8/2001
Gesteigertes Umweltbewusstsein als Wegbereiter
Zur historischen Entwicklung der Solarwärme-Nutzung
Sonnenenergie wurde schon in den 70er-Jahren in Folge der Ölkrise zur Erwärmung des täglich benötigten Brauchwassers eingesetzt. In den 90er-Jahren erlebte der Markt einen regelrechten Boom, als jährliche Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent verzeichnet wurden. Gegen Ende der 90er-Jahre gab es auf Grund fehlender Anreize durch Förderprogramme eine gewisse Stagnation. Doch seit Einführung des neuen Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien ist wieder eine spürbare Belebung festzustellen.

Im Jahre 1990 war der Markt für Solarthermie mit 50.000 Quadratmetern installierter Kollektorfläche noch relativ bescheiden. 1995 waren es schon knapp 200.000 Quadratmeter, 1996 wurden 269.000 Quadratmeter, 1997 gar 380.000 Quadratmeter Kollektorfläche installiert. Diese bemerkenswerten Steigerungen waren auf das steigende Umweltbewusstsein in Deutschland, auf die Weiterentwicklung der Technik und nicht zuletzt auf Anreize durch Förderprogramme zurück zu führen. Nach einer kurzen Stagnation im Jahre 1998 waren es 1999 immerhin wieder 420.000 Quadratmeter. Dieser Anstieg des Wachstums in neuerer Zeit lag an besseren Fördermöglichkeiten, zum Beispiel durch das Marktanreizprogramm, und an den jüngsten Energiepreissteigerungen.
Innerhalb von 10 Jahren hat sich die jährlich installierte Kollektorfläche also um mehr als das Achtfache erhöht. Dies entspricht in etwa 75.000 Anlagen. Das gesamte Potenzial an Kollektorfläche in Deutschland dürfte nach Schätzung des Deutschen Fachverbands Solarenergie bei 200 Mio. Quadratmetern liegen. Auch hier also gute Marktaussichten für Handwerksbetriebe.




