Aktuell - Sonderthema 8/2001
Der Boom hat erst begonnen
Zahlen und Fakten zur Solarwärme-Nutzung
Der Markt für Solarwärme ist in den letzten Jahren stark in Bewegung geraten, und das scheint sich weiter fortzusetzen. Ende 2000 waren in Deutschland ca. 360.000 Anlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung mit 2,9 Mio. Quadratmetern Kollektorfläche installiert. Wegen der verbesserten Förderung, einer stärkeren Öffentlichkeitsarbeit und nicht zuletzt wegen der erfolgreichen Forschung und Entwicklung durch die Industrie bieten immer mehr Handwerksbetriebe Solaranlagen an.

In der europäischen Rangliste nimmt Deutschland, bezogen auf die installierte Kollektorfläche je Einwohner, mit 7,5 Quadratmetern pro 1000 Einwohner den dritten Platz hinter Österreich und Griechenland ein. Allein im Jahr 2000 ist die installierte Kollektorfläche zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung in Deutschland um 50 Prozent angestiegen. Dies entspricht 75.000 neuen Solarthermieanlagen mit einer Kollektorfläche von über 600.000 Quadratmentern und einem Umsatz von 1 Mrd. DM.
Nach Meinung von Experten ist dies erst der Anfang, denn nur etwa 3 Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser ist mit einer Solarthermieanlage ausgestattet. Gerade hier liegt der Zukunftsmarkt für das regionale Handwerk, da dieser Kundenkreis die Solarenergie selber nutzt und auch bereit ist, dafür mehr zu bezahlen. Auch die Förderprogramme stellen ein wichtiges Verkaufsargument dar. Ziel sollte sein, bei mindestens der Hälfte der zu installierenden Heizkessel gleichzeitig eine Solaranlage einzubauen. Dies würde etwa einem Markt von 3 Mio. Quadratmetern Kollektorfläche pro Jahr entsprechen.
Aber auch der Neubaumarkt ist interessant für Betriebe der Sanitär-Heizung-Klima-Branche, denn bei ungefähr 350.000 Neubauten im Jahr sind 2 Mio. Quadratmeter Kollektorfläche pro Jahr durchaus im Bereich des Möglichen, wenn nur in der Hälfte der Fälle eine Solaranlage installiert wird.
Unterstützung finden Handwerksbetriebe, die in den Markt für Solaranlagen einsteigen, bei der Vermarktung ihrer neuen Dienstleistung beispielsweise durch die Kampagne "Solar - na klar!", die Informationsmaterial bereithält und bundesweit Öffentlichkeitsarbeit macht.




