Aktuell - Sonderthema 12/2000
Baden-Württemberg: Fast 500.000 Arbeitsplätze bei ausländischen Unternehmen
Zahl ausländischer Selbstständiger überproportional gestiegen
In den vergangenen zehn Jahren hat die Zahl ausländischer Selbstständiger in Baden-Württemberg deutlich stärker zugenommen als die der deutschen. Bis zum Jahr 1999 nahm sie um 50 Prozent auf insgesamt 36.000 zu, die Zahl der deutschen Unternehmer stieg dagegen im gleichen Zeitraum nur um 15 Prozent auf 440.000 an.

Das zeigt ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg in Auftrag gegebenes Gutachten, das das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm Mannheim) durchgeführt hat. Als Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring die Untersuchungsergebnisse am 7. Dezember 2000 der Öffentlichkeit vorstellte, konnte er die folgenden Kernaussagen zusammenfassen:
- In Baden-Württemberg tragen 36.000 ausländische Selbstständige und rund 2800 ausländische Unternehmen zur wirtschaftlichen Wertschöpfung bei.
- Sie stellen fast 500.000 Arbeitsplätze bereit und erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 200 Mrd. DM.
- Damit ist jeder zehnte Arbeitnehmer des Landes bei einem ausländischen Arbeitgeber beschäftigt; der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt liegt bei 11 Prozent.
Das Gesamtvolumen der durch ausländische Unternehmer geschaffenen Arbeitsplätze im Land beträgt 127.000 Arbeitsstellen. Der geschätzte Jahresumsatz liegt bei rund 8 Milliarden Mark.
Nach der ifm-Studie nehmen die Italiener unter den ausländischen Selbstständigen in Baden-Württemberg einen herausragenden Part ein. Es handelt sich damit um eine Bevölkerungsgruppe, die ohnehin in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark vertreten ist. Rund 9000 bzw. ein Viertel aller nichtdeutschen Selbstständigen sind italienischer Herkunft, gefolgt von den Türken, unter denen sich nicht ganz 6000 und damit 15 Prozent aller ausländischen Selbstständigen befinden.
Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums/Untersuchungsergebnisse (pdf-Dokument, 29 KB)




