Aktuell
Denkmalpflege auf Italienisch
Lernen zwischen historischen Materialien und modernsten Techniken
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gibt Handwerkern aus den Bereichen Farbe, Holz, Metall, Naturstein und Stuck 2005 wieder die Möglichkeit eines dreimonatigen Stipendiums in Venedig, Italien. Sie haben dort die Gelegenheit, ihre Fertigkeiten und Kenntnisse in der Denkmalpflege zu ergänzen und sich mit Kollegen anderer Länder auszutauschen.

Zur Erhaltung der historischen Werte von Denkmälern leistet das Handwerk in der Bundesrepublik einen bedeutenden Beitrag. Für den Bautenschutz bedarf es qualifizierter Handwerker, die den Umgang mit historischen Materialien und Techniken ebenso beherrschen wie den Einsatz modernster denkmalgeeigneter Technologien. Um diese Qualifikationen zu unterstützen, bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung Auslandsstipendien an. Auf diesem Weg können deutsche Handwerker an einem Ort die Gesellenwanderschaft, wie sie früher üblich war, komprimiert nachholen.
Venedig ist durch seinen Reichtum und seine Vielfalt des kulturellen Erbes ein besonders reizvoller Ausbildungsort.
Jedes Jahr werden zwischen 16 und 18 Kandidaten für diese Auslandsstipendien des BMBF ausgewählt. Die Teilnehmer müssen folgende Voraussetzung mitbringen:
- eine einschlägige handwerkliche Ausbildung mit Abschluss als Geselle und 36 Monate praktische Erfahrung in der Denkmalpflege (bei Vorliegen besonderer Qualifikationen werden auch 24 Monate anerkannt) oder
- eine einschlägige handwerkliche Ausbildung mit dem Abschluss als Meister und mindestens 12 Monate praktische Erfahrung in der Denkmalpflege oder
- eine akademische oder technische Ausbildung und mindestens 24 Monaten Berufserfahrung in der Denkmalpflege
Die dreimonatigen Vollstipendien werden mt 9000 Euro bezuschusst. Teilstipendien sind auch möglich. Die Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk übernimmt für das BMBF die Auswahl der Kandidaten. Bewerbungen können bis zum 15. April 2005 eingeschickt werden.
Die praktische Arbeit während des Kurses in Venedig besteht aus drei Teilen: Zeichnen, praktische Übungen und Restaurationsarbeiten. Bei den praktischen Übungen werden kleinere Stücke in verschiedenen Stilen hergestellt. Darüber hinaus übt man alte und neue Techniken, Abgussverfahren sowie Reinigungs-, Schutz- und Festigungsmethoden ein. Die Restaurierungsarbeiten beinhalten Erhaltungsarbeiten an historischen Bausubstanzen in Venedig und Umgebung.
Weitere Informationen zu den Auslandsstipendien gibt Ihnen Ulf Schreyögg vom Zentralverband des Deutschen Handwerks, Tel: (030) 20619-336.
Merkblatt der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk (pdf-Dokument 134 KB)
Informationen über die Auszahlung von Stipendienmitteln (pdf-Dokument 61,1 KB)



