Aktuell
Stuttgart im Wandel der Zeit
Veranstaltung zeigt städtebauliche Vergangenheit und blickt in Zukunft
Wenn der Stuttgarter Hauptbahnhof unter die Erde verlegt wird, entsteht auf dem freiwerdenden Gleisfeld viel Platz für Neues. Dann gilt es, 100 Hektar innerstädtisches Areal neu zu erschließen. Eine große Chance für eine Stadt. Aber auch eine große Aufgabe, die frühzeitig und nachhaltig geplant werden will. Welche Möglichkeiten sich für Stuttgart ergeben und was Planer von der städtebaulichen Vergangenheit lernen können, zeigt die Veranstaltung "Stuttgart - Stadtentwicklung und Stuttgart 21" am 11. Februar 2011 in der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Bild: KD Busch, Schuler DB, Felix Pergande © Fotolia.com, Montage: HwK
50 Hektar der durch "Stuttgart 21" freiwerdenden Fläche sollen für Wohnen und Arbeiten genutzt werden. 20 Hektar gewinnen die Parkanlagen dazu und 30 Hektar sind für öffentliche Plätze, Straßen und neue Grünanlagen vorgesehen. "Stuttgart bekommt ein neues Quartier im Herzen der Stadt, das ohne die Tieferlegung des Bahnhofs nicht realisiert werden könnte", sagt Ralf Jochen Schmid, Geschäftsführer Forum Region Stuttgart e.V., der die Veranstaltung "Stuttgart - Stadtentwicklung und Stuttgart 21" mit organisiert.
Die größte Herausforderung für Planer wird sein, technische Möglichkeiten, gesellschaftliche Anforderungen und ökonomische Interessen über mehrere Jahrzehnte hinweg zu erahnen und im Sinne aller Interessensgruppen umzusetzen. Erfahrungswerte zu städtebaulichen Großprojekten können sie aus der Vergangenheit Stuttgarts ziehen. Am 11. Februar 2011 zeigt Prof. Dr. Christian von Holst, ehemaliger Direktor der Staatsgalerie Stuttgart, wie die Landeshauptstadt in den letzten 200 Jahren ihr Gesicht verändert hat: durch Investitionen in Bahnanlagen, Brücken, Tunnel und Gleise. "Anhand historischer Bilder und gut recherchierter Fakten gewährt von Holst einen Einblick in 200 Jahre lebendige Stadtgeschichte", sagt Claus Munkwitz, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart.
Von Holst blickt aber nicht nur zurück. Er beschreibt in seinem Vortrag auch Visionen und denkt laut über generationenübergreifende Wohnanlagen, ökologische Baustandards und neue Mobilitätsansätze nach. Im Anschluss an den Hauptvortrag schildert Hanns-Eberhard Schleyer, ehemaliger Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, seine Sicht auf das Großprojekt und die städtebaulichen Möglichkeiten.
Programm
Begrüßung und Einführung
Hans Jochen Henke
Kuratoriumsvorsitzender
Stellvertretender Vorsitzender
Forum Region Stuttgart e.V.
Hauptvortrag
Prof. Dr. Christian von Holst
Ehemaliger Direktor Staatsgalerie Stuttgart
Gedanken zum Projekt
Eberhard Schleyer
Rechtsanwalt
Ehemaliger Generalsekretär Zentralverband Deutsches Handwerk
Fragerunde
Hans Jochen Henke
Schlusswort
Rainer Reichhold
Präsident Handwerkskammer Region Stuttgart
Die Veranstaltung "Stuttgart - Stadtentwicklung und Stuttgart 21" findet am 11. Februar ab 18:30 Uhr in der Handwerkskammer Region Stuttgart statt. Bitte melden Sie sich bei Interesse mit dem folgenden Formular an.




