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Die Zukunft der Energie ist grün
Woher kommen Strom, Wärme und Treibstoff in 50 Jahren?
Am 27. Januar 2012 diskutieren drei Experten im Zukunftsforum der Handwerkskammer Region Stuttgart über die Zukunft der Energieversorgung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Chancen, die die Entwicklungen für das Handwerk eröffnen.

Bild: Gulde Marketing Services
Unsere Energieversorgung befindet sich im Wandel. Wo früher an kalten Wintertagen die Heizung voll aufgedreht wurde, halten heute gedämmte Wände die Wohnung auch bei niedriger Wärmezufuhr gemütlich warm. Große Stromkonzerne, die bisher unter anderem auf Atomkraft gesetzt haben, beklagen seit längerem sinkende Kundenzahlen - ganz zur Freude von kleinen, regionalen Anbietern, die verstärkt in Wind-, Wasser- und Sonnenenergie investieren und damit bei den Verbrauchern punkten. An Tankstellen gibt es Bio-Sprit, auf den Straßen sind immer häufiger Elektroautos und E-Bikes zu sehen - Die Liste an Beispielen ließe sich noch lange fortführen.
Dennoch ist die Umstellung auf erneuerbare Energien noch längst nicht vollzogen. Sie haben bei der Stromversorgung im ersten Halbjahr 2011 zwar die 20-Prozent-Hürde überschritten, doch bis zu den 80 Prozent, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bis 2050 verlangt, ist es noch ein weiter Weg. Wie können wir unseren Energiebedarf bis dahin stillen?
Verbraucher merken vor allem an den steigenden Preisen, dass Energie ein knappes Gut ist: Strom, Gas, Erdöl, Diesel und Benzin, überall kletterten die Kosten in den vergangenen Jahren stetig nach oben. Diese Entwicklung verstärkt den Druck auf die Privatpersonen, doch eher ein verbrauchsarmes Auto statt des schicken Geländewagens anzuschaffen und in die Wärmedämmung der eigenen vier Wände zu investieren. Ein Trend, der neben dem Klima auch dem Handwerk zugute kommt.
Drei Experten für ein zukunftsweisendes Thema
Über die zukünftigen Entwicklungen der erneuerbaren Energien und die Chancen, die sich daraus für Handwerker ergeben, diskutieren am 27. Januar 2012 drei Experten im Zukunftsforum der Handwerkskammer Region Stuttgart:
- Helmfried Meinel, Ministerialdirektor im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, ist überzeugt: "Wir wollen erneuerbare Energien höchst engagiert ausbauen. Außerdem ist eine Energiewende nicht nur zum Klimaschutz notwendig, sondern auch zur Modernisierung unserer Wirtschaft und zur Schaffung tausender neuer Arbeitsplätze."
- Dr. Jeanne Rubner aus München, Physikerin und außenpolitische Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung, ist der Meinung: "Atomstrom ist noch eine Weile notwendig, um Deutschlands Energie zu sichern und die ehrgeizigen Klimaziele einzuhalten. Wind und Sonne werden kaum ausreichen, um Kohle und Öl zu ersetzen."
- Hartmut Dobler, Geschäftsführer der Firma Dobler Heiztechnik GmbH in Weinstadt, empfiehlt: "Jeder Betrieb und Haushalt sollte zügig Maßnahmen zur Energieeinsparung prüfen und umsetzen. Nur so kann eine zukünftige Erhöhung der Energiepreise durch einen geringeren Energieverbrauch ausgeglichen werden.
Durch den Abend führt die SWR-Moderatorin Jacqueline Stuhler. Das Zukunftsforum findet im Forum der Handwerkskammer Region Stuttgart, Heilbronner Straße 43 in 70191 Stuttgart statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Auf die Diskussionsrunde folgt gegen 21 Uhr ein kleiner Umtrunk mit Fingerfood und Viertele. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bei Interesse mit dem folgenden Formular an, damit wir genügend Sitzgelegenheiten bereitstellen können.
Programmflyer (pdf-Dokument, 942 KB)




