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So gelingt die Betriebsübergabe

Einen Betrieb zu übergeben, ist ein komplexer Prozess und will gut vorbereitet sein. Wir zeigen Ihnen, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe erfüllt sein müssen, welche Ziele dabei im Mittelpunkt stehen sollten und welche Formen der Übergabe es gibt.

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Übergabe

Kein Betrieb ist wie der andere, und deshalb kann auch keine Übergabe nach dem Muster einer anderen verlaufen. Trotzdem gibt es einige Punkte, die außer Frage stehen, wenn es darum geht, ein Unternehmen in neue Hände zu geben. Damit die Übergabe erfolgreich sein kann, sollten folgende wichtige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • ein wirtschaftlich rentabler und wettbewerbsfähiger Betrieb
  • ein rechtzeitig ausgewählter, vorbereiteter und qualifizierter Nachfolger
  • eine vom Betrieb unabhängige Altersversorgung für den Noch-Eigentümer
  • eine umfassende Erbregelung
  • ausreichend Zeit

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, dann hat Ihre Betriebsübergabe gute Aussichten auf Erfolg!

Download-Tipp: Kostenlose Broschüren

Wie bereitet man eine Betriebsübergabe vor? Welche Faktoren entscheiden über deren Erfolg? Wie sieht ein Übergabekonzept aus? Wer hilft weiter? Antworten auf diese und auf viele weitere Fragen liefert unsere Broschüre "Betriebsübergabe im Handwerk" auf 46 Seiten.

Eine Betriebsübergabe ist meist eine emotionale Angelegenheit für eine Unternehmerin oder einen Unternehmer. Ebenso bewegend ist die Situation für den Nachfolger. Denn beide Seiten haben meist noch keine Erfahrungswerte, auf die sie zurückgreifen können. In der Broschüre "Vom Loslassen und Anpacken" berichten sechs Unternehmerinnen und Unternehmer von ihrer Betriebsübergabe oder Übernahme und geben dabei sehr persönliche Einblicke in die Hintergründe und Auswirkungen ihrer Entscheidung.

 

Ziele der Betriebsübergabe

Eine optimale Übergangslösung berücksichtigt persönliche und betriebswirtschaftliche Ziele:

  • langfristige Sicherung des Betriebes
  • Erhalt der Arbeitsplätze
  • Sicherung Ihrer Altersversorgung
  • umfassende Erbregelung
  • Optimierung der Steuerbelastung

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Deshalb sollten Sie rechtzeitig verschiedene Fragen klären:

  • Wer soll den Betrieb übernehmen?
  • Wann wollen Sie Ihren Betrieb übergeben?
  • Soll der gesamte Betrieb oder sollen nur einzelne Bereiche übergeben werden?
  • Soll der Betrieb schrittweise übertragen werden?
  • Wer ist Eigentümer der betrieblichen Grundstücke und Gebäude?
  • Wie ist die wirtschaftliche Situation Ihres Betriebes?
  • Ist der Betrieb im Handelsregister eingetragen?
  • Wie ist Ihr Familienstand?
  • Wie ist Ihr Güterstand?

Erklärfilm: Unser Beratungsangebot zur Betriebsnachfolge

Wo und wie findet man den passenden Betriebsnachfolger und was gilt es dabei zu beachten? Unsere Experten stehen Ihnen bei der Betriebsübergabe mit Rat und Tat zur Seite. Der folgende Erklärfilm bietet einen kompakten Überblick über unser Beratungsangebot:

Erklärfilm: Unser Beratungsangebot zur Betriebsnachfolge

Betriebsnachfolge-Erklaerfilm
handwerkskammer.de / Keksfabrik

Formen der Betriebsübergabe

  • Der Verkauf des Betriebs (entgeltliche Übergabe)
    Wenn der erzielte Kaufpreis für Ihren Betrieb den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert übersteigt, entsteht ein Veräußerungsgewinn. Dieser Veräußerungsgewinn unterliegt der Einkommensteuer.

  • Die Schenkung des Betriebs (unentgeltliche Betriebsübergabe)
    Wenn Sie Ihren Betrieb unentgeltlich übertragen möchten, müssen Sie ein waches Auge auf steuerliche Details haben. Worauf Sie achten müssen, erfahren Sie am besten in einer persönlichen Beratung.

  • Die Verpachtung des Betriebs
    Die Verpachtung bietet Ihnen die Möglichkeit, Eigentümer der Vermögenswerte zu bleiben und trotzdem Ihren Betrieb zu übergeben. Allerdings stellt die Verpachtung damit lediglich eine Übergangslösung dar. Achten Sie darauf, dass im Pachtvertrag eine so genannte Konkurrenzklausel eingebaut wird. Damit wird verhindert, dass der Pächter einen eigenen Betrieb aufbaut und Ihren Betrieb gefährdet.

  • Die Beteiligung des Nachfolgers
    Sie haben auch die Möglichkeit, die Betriebsübergabe nicht als einmaligen Vorgang zu gestalten, sondern in Etappen zu vollziehen. In der Praxis geschieht dies durch eine Beteiligung des Nachfolgers an Ihrem Betrieb. Die verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten sollten Sie sorgfältig unter Berücksichtigung der persönlichen und betrieblichen Verhältnisse prüfen. Die daraus resultierende Rechtsform und Firmenkonstruktion sollte auf jeden Fall überschaubar bleiben. Je komplizierter eine solche Konstruktion ist, um so teurer wird sie meistens auch.


Betriebsbörse

Der erfolgreiche Generationswechsel in der Führung eines Handwerksbetriebes ist eine Herausforderung für jeden Unternehmer und eine Chance für interessierte junge Meister. Beide Parteien betreten dabei Neuland. Mit unserer Betriebsbörse können wir Ihnen dabei helfen, einen Interessenten zu finden.

Betriebsbörse nexxt-change

Die Betriebsbörse sowie die "Moderation Unternehmensnachfolge" werden unterstützt durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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Selbständig im Handwerk

Wer sich selbständig machen möchte oder einen Betrieb übernehmen will, dem bieten sich im Handwerk alle Chancen. Die acht Handwerkskammern in Baden-Württemberg mit ihren Teams an Betriebsberatern stehen Ihnen für alle Fragen beim Aufbau einer selbständigen Existenz zur Seite. Neben Informationen, Qualifikationsmöglichkeiten und Gründersprechtagen bieten die Kammern auch eine individuelle Begleitung und ein entsprechendes Coaching.

Um Selbständige auch online noch besser informieren zu können, bieten die Kammern auf dem Portal "Selbständig im Handwerk" Informationen und Dienstleistungen.

zu selbstaendig-im-handwerk.de



Thomas Schmitt

Moderator Unternehmensnachfolge

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