Ausbildung - Für Ausbildungsbetriebe
Stark durch die Lehre
Hilfe bei interkulturellen Problemen in der Ausbildung
Wo Menschen mit sehr verschiedener kultureller Herkunft miteinander umgehen müssen, kann es zu Missverständnissen kommen und manchmal auch zu Spannungen. In der Lehre können interkulturelle Probleme sogar den Erfolg der Ausbildung in Frage stellen. Dafür, dass es nicht so weit kommt, soll das Projekt "ILT" sorgen. Es vermittelt bei Bedarf zwischen Azubis und Ausbildern.

Bild: Bernard 63 © Fotolia.com
Die Auszubildenden des Handwerks gehören verschiedensten Nationen, Ethnien und Glaubensgemeinschaften an, und mit dem Rest der Belegschaft ist das nicht viel anders: Handwerksbetriebe sind so multikulturell wie die gesamte Gesellschaft. Nur: Wenn es Probleme gibt, die mit dieser Vielfalt zu tun haben, fallen sie auf dem engen Raum eines Unternehmens besonders schnell auf.
Gibt es zwischen Azubis mit Migrationshintergrund und deren Ausbildern Missverständnisse, die beide Parteien allein nicht mehr in den Griff bekommen, kann ein Vermittler helfen: ein Mentor. Vermittlung durch einen unparteiischen Dritten ist die Grundidee eines von der Handwerkskammer Region Stuttgart unterstützten Projekts. Es nennt sich ILT - Interkulturelle Lehrstellentandems zur Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen im Handwerk (ILT). Wenn zwei Personen gemeinsam auf dem selben Fahrrad unterwegs sind, müssen sie sich weniger heftig abstrampeln, um zusammen ans Ziel zu kommen. Bei den Interkulturellen Lehrstellentandems begleitet ein Mentor die Ausbildung eines Azubis und tritt mit ihm gemeinsam die Pedale, um mit größerer Gewissheit auf die Zielgerade zu gelangen.
Wie finden wir unseren Mentor?
Auf Anfrage organisiert die Handwerkskammer den Kontakt zwischen Mentor und Betrieb. Für die Vermittlung zuständig ist Sandra Klein, Telefon 0711 1657-291.
Das Programm sieht für Azubi und Betrieb ein Coaching vor. Der Auszubildende nimmt an einem zweitägigen Konflikttraining teil, während sein Ausbilder an zwei Tagen ein interkulturelles Training absolvieren kann. Mentoren können einzelne Jugendliche durch die gesamte Ausbildung begleiten.
Bei sprachlichen Schwierigkeiten ist die Handwerkskammer auch bei der Auswahl eines geeigneten Deutschkurses behilflich.
Und wenn ich selbst Mentor werden möchte?
Die Interkulturellen Lehrstellentandems können nur funktionieren, wenn es genug Mentoren dafür gibt. Deshalb freuen wir uns über Freiwillige, die sich gerne als Mentoren engagieren möchten. Interessenten erhalten ein Gruppencoaching und ein interkulturelles Training an zwei Tagen. Nach einem halben Jahr können sich die Mentoren untereinander in einer Feedback-Veranstaltung über ihre Erfahrungen austauschen.
Auch Interessenten, die gerne selbst als ehrenamtliche Mentoren tätig werden möchten, wenden sich an Sandra Klein, Telefon 0711 1657-291.
Flyer
Die wichtigsten Informationen über das Projekt fassen zwei Faltblätter aus unterschiedlichen Perspektiven zusammen, die sich von dieser Seite als pdf-Dokumente herunterladen lassen:
Allgemeiner Flyer "Interkulturelle Lehrstellentadems" (pdf-Dokument, 349 KB)
Flyer für Mentoren und Mentees (pdf-Dokumet, 358 KB)
Wer steht hinter "ILT"?
Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Programm "XENOS - Integration und Vielfalt" sowie aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert. Partner sind die Handwerkskammer Region Stuttgart, die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk ZWH, die QualiTec GmbH der Handwerkskammer Aachen und der Bundesverband Metall.



.gif)
