Ausbildung - Für Schüler
Lehre: So geht das
Ein Blick hinter die Kulissen
Autos faszinieren ihn, sind sein Hobby und bald auch sein Job: Marius hat sich entschieden. Er will eine Lehre, in der er tüfteln, schrauben, werkeln kann. Die Richtung seines Traumberuf kennt er also - aber was steckt hinter diesem Wort "Lehre"? Was kommt da auf ihn zu?

Die Schulbänke bleiben, aber es kommt auch jede Menge Praxisnähe hinzu. Die duale Ausbildung kombiniert Arbeiten und Lernen. Das Handwerk gibt’s im Betrieb und die Theorie in der Berufsschule. Je nach Berufsart erstreckt sich die Ausbildung auf zwei bis dreieinhalb Jahre. Möglich ist es, diese Zeit unter bestimmten Voraussetzungen zu verkürzen oder zu verlängern.
Extra-Tipp: Wen es während der Ausbildung nicht nur als Urlauber ins Ausland zieht, dem öffnet sich die Chance, in einem anderen Land über den Tellerrand zu schauen.
Ausbildungsbetrieb
Dauer, Lehrinhalte, Rahmenpläne und Prüfungsinhalte: Ein Ausbildungsbetrieb kann nicht einfach drauf los ausbilden. Er muss sich nach einer Ausbildungsordnung richten, die es für jeden staatlich anerkannten Ausbildungsberuf gibt. In vielen Handwerksberufen ist die betriebliche Ausbildung durch Kurse in überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBA) ergänzt.
Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA)
Viele Unternehmen haben sich spezialisiert und können mitunter einige Ausbildungsinhalte nicht abdecken. Dafür springt die überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) ein und füllt eventuell entstehende Lücken. In den Werkstätten der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart zeigen Handwerksmeister/-innen, wie das geht, was im Ausbildungsbetrieb vielleicht zu kurz kommt und runden das qualifizierte Wissen für die Gesellenprüfung ab. Die angebotenen Kurse erstrecken sich auf drei bis vier Wochen im Jahr.
Berufsschulen
Der Unterricht ist entweder als Blockunterricht oder als wöchentlicher Unterricht für ein bis zwei Tage gebündelt. Im Laufe der Ausbildung nimmt das Pensum an der Berufsschule ab. Neben berufsbezogenen Fächern steht auch allgemeinbildender Unterricht in Deutsch, Wirtschafts- und Sozialkunde oder Religion auf dem Stundenplan. Nach bestandener Gesellen- und Abschlussprüfung ist aus dem Lehrling ein(e) Geselle(-in) geworden, dem/der weitere Qualifizierungsmöglichkeiten offen stehen.
Ausbildungszeit
Drei Jahre in der Lehre? Muss nicht sein. Möglich ist eine kürzere Lehrzeit, wenn:
- berufliche Kenntnisse des ersten Ausbildungsjahres nach Besuch einer Berufsfachschule bestehen.
- Realschule, Fachhochschulreife oder Abitur nachweisbar sind oder bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen wurde.
- der Azubi 21 Jahre oder älter ist.
Vergütung
Das Lehrlingsgehalt variiert in den einzelnen Handwerks-Branchen. Was in der Ausbildung auf dem Lohnzettel stehen wird, verrät eine übersichtliche Tabelle der Tarifdatenbank des Beratungs- und Informationssystems im Handwerk (BIS).
Ein letzter Tipp...
Auf BerufeTV


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