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Ausbildung - Für Schüler

Im Visier: Persönliche Stärken

Mit Schlüsselqualifikationen bei der Bewerbung punkten

Susanne ist ein Glückstreffer für den Friseursalon: Sie ist fleißig, hat ein geschicktes Händchen im Umgang mit der Kundschaft und trumpft mit flottem Styling. Der Inhaber hatte bereits bei ihrer Bewerbungsmappe und im Vorstellungsgespräch ein gutes Gefühl. Richtig - trotz nicht allzu glänzender Noten gelang es Susanne, sich richtig in Szene zu setzen - dank ihrer Schlüsselqualifikationen.

Symbolbild: Schlüsselqualifikationen

Erst waren es die Barbiepuppen, die Susannes kreative Haarkünste genießen durften. Später wagte sie sich an Selbstversuche und schließlich war klar: Sie liebt es, Haaren einen fetzigen Kick zu verpassen. Aber ihre Stärken sind nicht nur Kreativität und ein sicherer Blick für Stil und Mode; sie ist auch kommunikationsfreudig. Solche Pluspunkte gehören in die Bewerbung.

Natürlich sind Zeugnisnoten ein wichtiges Kriterium im Anforderungskatalog an Bewerber, die sich um eine Ausbildungsstelle bemühen. Aber ein maßgebliches Mitspracherecht hat auch die Persönlichkeit. Im Klartext heißt das: Motivation, persönliche Stärken, Talente und eigene Interessen. Solche Infos sind für den Betrieb notwendig, denn zu leicht kann er in die Falle schlittern und die falsche Wahl treffen.

Persönliche Stärken und Fähigkeiten

Zuverlässig, leistungsbereit, verantwortungsbewusst, selbstständig, teamfähig: Das sind persönliche Stärken. Auf dem Papier sind es nur Worte, im Berufsleben sind es Werte, auf die es ankommt. Diese Worte mit Leben füllen - das kann die Bewerbung enorm bereichern.

Das Beste daran ist: Jeder besitzt Schlüsselqualifikationen. Es ist vielen nur nicht klar. Wer in einem Mannschaftssport aktiv ist, der ist teamfähig. Jüngere Geschwister feilen schon früh am Bewusstsein für Verantwortung. Wer im Verein erfolgreich Veranstaltungen organisiert, zeigt Organisationstalent. Wer einmal Klassensprecher war, dem lassen sich Führungsqualitäten zuweisen.

Entdeckt - aber wie verkaufen?

Tipp 1: Stärken untermauern: Teamfähig bin ich, weil ich in einer Handballmannschaft spiele oder in einer Rockband die Gitarre zupfe. Verantwortungsbewusstsein habe ich durch jahrelanges Babysitten meiner jüngeren Geschwister erworben oder weil ich in einem Tierschutzverein vielen Hunden und Katzen die Chance auf ein Weiterleben ermögliche.

Tipp 2: Motivationen ergründen: Warum spiele ich Theater? Nicht nur aus Spaß, sondern auch, weil ich gerne Leute unterhalte und begeisterungsfähig bin.

Tipp 3: Auf Spurensuche: Hobbys spiegeln nützliche Fähigkeiten wider. Pfadfinder sein bedeutet mehr als zelten gehen. Ich muss körperlich fit sein, zeige Leistung und bin teamfähig. Die Reise ins Ich soll also das Ziel verfolgen: Wo genau sind meine Stärken? Wie kann ich sie im Beruf einsetzen? Letzteres signalisiert auch Interesse am Ausbildungsberuf.

Tipp 4: Stärken sind prima, aber alles im Maße: Ich bin kein Super-Genie, das alles kann und ist. Aber ich sollte mich auch nicht unter Wert verkaufen, denn ich kann etwas.

Tipp 5: Ich bin ich: sowohl im Anschreiben als auch im Vorstellungsgespräch. Ein persönliches Bild wünscht der künftige Chef, keine Standards aus klugen Bewerbungsbüchern. Eigene Worte über mich punkten und machen die individuelle Note aus.

Streifzug durch die Fachkompetenz

Mit sozialen und persönlichen Stärken ernte ich Pluspunkte, aber Unternehmen erwarten natürlich auch fachliche Kompetenz. Dazu gehören grundlegende Fähigkeiten wie:

  • Sprechen und Schreiben. Ohne das geht es nicht. Handwerk ist auch Mundwerk, es lebt von seinen Kunden. Terminabsprachen, Sachverhalte erklären, kundenorientierte Beratung stehen häufig auf dem Tagesprogramm. Hilfreich ist auch, im geschriebenen Deutsch fit zu sein.
  • Rechnen. Grundrechenarten, Prozentrechnen, Flächen-, Volumen-, Masseberechnungen, das Bedienen eines Taschenrechners. Mindestens eine Rechenart taucht in den meisten Handwerksberufen auf. Selbst in Berufen, die auf den ersten Blick das nicht vermuten lassen: Auch ein Friseur muss vor dem Haarefärben die Farbmenge berechnen.
  • Naturwissenschaftliche Kenntnisse. Chemie, Biologie, Physik, manchmal auch Informatik - grundlegendes Wissen hilft in vielen Berufen weiter.
  • Englisch. Die Welt wächst zusammen. Auch im Handwerk.

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