Ausbildung
Mit "xchange" auf neuen Wegen
Grenzüberschreitender Lehrlingsaustausch
Jugendliche, die es schon hinter sich haben, schwärmen davon: Das Projekt xchange bietet Azubis die Chance, die eigene Ausbildung mit der eines anderen zu tauschen. Vier Wochen lang und im Ausland.

Berge können einem ganz schön den Horizont verstellen. Allerdings nur, wenn man vor ihnen stehen bleibt. Wer sich auf den Weg macht, blickt irgendwann darüber hinweg und sieht, wie es auf der anderen Seite aussieht. Vielleicht ist es kein Zufall, dass das Projekt xchange ausgerechnet von Einrichtungen angeregt wurde, die ihren Sitz in den Alpenanrainerstaaten haben. Jedenfalls gibt xchange Jugendlichen aus allen anerkannten Ausbildungsberufen die Chance, vier Wochen lang in die Ausbildung eines anderen Azubis reinzuschnuppern, der in der Zwischenzeit die eigene Lehrstelle begleitet, damit aus ihr keine Leerstelle wird.
Keine Einbahnstraße
Jugendliche, die sich auf das Experiment einlassen, müssen sich in einer fremden Umgebung, vielleicht sogar in einer fremden Sprachgemeinschaft bewähren. Dabei lernen sie nicht nur ihren Beruf aus einem anderen Blickwinkel kennen, sondern üben auch Selbstständigkeit und Selbstorganisation ein: Ein Stück Persönlichkeitsentwicklung, von dem auch der Ausbildungsbetrieb eine ganze Menge hat.
Mal eben über den Berg
Das Austauschprogramm xchange hilft Auszubildenden und Unternehmen, den geeigneten Austauschpartner zu finden. xchange unterstützt bei der Organisation des Austauschs und gibt finanzielle Unterstützung. Partnerländer des Programms sind Süddeutschland, Norditalien, Liechtenstein, Österreich und die Schweiz. Die Träger der Aktion sind die Internationale Bodenseekonferenz und die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer. Unter anderem beteiligt sich auch die Europäische Union mit finanziellen Mitteln an diesem Projekt.
Die Internetseiten von xchange geben umfangreiche Informationen zu den Themenbereichen Unterkunft, Finanzierung, Suche nach Austauschunternehmen, Ansprechpartnern und vielen weiteren Punkten.
Auch die Handwerkskammer Region Stuttgart unterstützt das Austauschprogramm. Aus- und Weiterbildungsberater Wolfgang Folkerts gibt gerne weiterführende Informationen: Telefon 0711 1657-290.


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