Ausbildung - Für Ausbildungsbetriebe
Auf Nummer Sicher gehen
Lehrlinge gezielt suchen
Um den richtigen Lehrling finden zu können, muss sich der Betriebsinhaber erst mal überlegen, was er will und wen er will.
Das heißt, er muss sagen können, welche Qualitäten der Nachwuchs mitbringen soll, welchen Anforderungen er genügen muss und welche Eigenschaften für den Beruf wichtig sind. Kurz gesagt: Man erstellt ein Anforderungsprofil, um sich selbst klar zu werden, was für einen Auszubildenden man sucht.
Matching - passgenau vermitteln
Die Handwerkskammer Region Stuttgart kann dabei helfen, Jugendliche und Unternehmen zueinander zu bringen, die zueinander passen. Dafür betreibt sie ihr Matching-Projekt, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wird.

Wir suchen dafür den persönlichen Kontakt zu Schülern, den wir beispielsweise bei Bewerbertrainings in Hauptschulen knüpfen können, auf Messen oder in individuellen Beratungsgesprächen. Bei Bedarf entwerfen wir auch Anforderungs- und Bewerberprofile, die im Abgleich mit unseren Ausbildungsbörsen helfen können, Fehlbesetzungen zu vermeiden. Diese Vermittlertätigkeit baut Ausbildungshemmnisse ab und macht Vorlieben erkennbar. Davon haben nicht zuletzt die weniger bekannten Berufe des Handwerks etwas, weil wir sie geeigneten Schülern vorstellen, die bisher nichts von deren Existenz wussten.
Tage zum Kennenlernen
Seit 1995 gibt es im Stuttgarter Haus der Wirtschaft die Azubi-Tage, seit 1996 nimmt auch das Handwerk daran teil. Hier kommt man mit den zukünftigen Schulabgängern in Kontakt.
Innerbetriebliche Nachwuchswerbung
Ein Ludwigsburger Malerbetrieb hatte eine gute Idee: Wenn ein Mitarbeiter einen neuen Azubi vermittelt, der länger als ein Jahr bleibt, dann wird dem Kollegen ein Abendessen spendiert. Anreize gibt’s auch für die Lehrlinge, beispielsweise: Wer seine Gesellenprüfung mit der Note "gut" abschließt, darf auf Firmenkosten den Führerschein machen.
Anzeigen in Schülerzeitschriften
Praktikantenstellen anbieten und das Angebot an den Schulen bekannt machen. Am besten im Rahmen der berufsbildenden Unterrichtseinheiten der einzelnen Schultypen: Orientierung in Berufsfeldern (OIB) an den Hauptschulen, Berufsorientierung Realschule (BORS) oder Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY). Praktika kommen dem späteren Berufsleben am nächsten. Zum gegenseitigen Kennenlernen kann ein kurzes Praktikum von etwa einer Woche schon genügen.
Projekttage
Die allgemeinbildenden Schulen veranstalten kurz vor den Sommerferien Projekttage. An zwei bis drei Tagen bekommen die Schüler Gelegenheit, aus einer Palette von Aktivitäten auszuwählen. Warum nicht einmal den eigenen Handwerksbetrieb für ein Projekt vorschlagen?



