Ausbildung
Wirtschaftsministerium stärkt Bildungsprojekte durch neue ESF-Aufrufe
Förderschub für erstklassige Vorhaben
Betriebe mit Fachkräften bereichern und für Jugendliche Ausbildungsplätze schaffen, lauten zwei der Ziele des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Anfang August 2008 hat das Ministerium Unternehmen und Einrichtungen dazu aufgerufen, sich um Gelder aus der aktuellen Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) zu bewerben. Noch bis zum 30. September besteht Gelegenheit dazu.

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Über die Jahre 2007 bis 2013 erstreckt sich die laufende Förderperiode des Europäischen Sozialfonds. Der ESF unterstützt schon seit 1957 in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Programme, die sich positiv auf die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen auswirken und die berufliche Freizügigkeit innerhalb der EU verbessern. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg entscheidet auf Landesebene darüber, welche Programme in diesem Sinne förderungswürdig sind und welche nicht.
Standardisierte Projekte
Damit diese Entscheidung zügig vonstatten geht, müssen die für ESF-Fördermittel eingereichten Vorschläge einem Standardschema entsprechen. Das Wirtschaftsministerium spricht da von "standardisierten Projekten". Abhängig von einem bestehenden Bedarf formuliert das Ministerium Aufrufe zu bestimmten Themenbereichen und schreibt damit Fördermittel nur für solche Projekte aus, die in einen bestehenden Aufruf passen. Zum August 2008 hat das Wirtschaftsministerium nun vier Aufrufe zu standardisierten Projekten gestartet.
In den vier Kategorien der Aufrufe können gute Projekte beachtliche Fördermittel einstreichen. Der erste Aufruf Azubi extern - Ausbildung managen richtet sich an Ausbildungsmanager mit erfolgreichen Konzepten. Nutzen daraus ziehen sollen letztlich junge Leute, die Lehrstellen suchen. Denn im Visier stehen externe Ausbildungsmanager, die ausbildungswillige Kleinbetriebe vor und während der Ausbildung unterstützen sowie in bürokratischen und organisatorischen Aufgaben entlasten. Durch diese Hilfe sollen Unternehmen dazu motiviert werden, neu oder verstärkt auszubilden. Der Zuschussbetrag klettert auf eine Summe von bis zu 280.000 Euro.
Auch der zweite Aufruf dient dazu, vermehrt Ausbildungsplätze anzubieten: Azubi gesucht - Nachwuchs gewinnen. Zuschüsse in einer Höhe von bis zu 50.000 Euro stehen in dieser Kategorie für Nachwuchskampagnen bereit, die helfen, das Angebot an und die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen besser aufeinander abzustimmen.
Nachwuchssicherung und Weiterbildung
Unter dem Motto Azubi attraktiv - Ausbildung bewerben präsentiert sich der dritte Aufruf, der die Nachwuchssicherung hervorhebt und als Zielgruppe Schüler und Schülerinnen nennt. In der Förderungsgunst stehen Ausbildungswerber, die neue Lehrstellen in Betrieben gewinnen, aber auch helfen, diese mit geeigneten Kandidaten zu besetzen. Auf maximal 100.000 Euro kommt der finanzielle Förderpart.
In eine andere Richtung orientiert sich der vierte Aufruf Entwicklung der Anbieter beruflicher Weiterbildung zum Bildungsdienstleister. Nationale und internationale Entwicklungen verlangen die berufliche Weiterbildung des Einzelnen und des Betriebes. Gleichzeitig müssen die Anbieter von Weiterbildungsprogrammen für die hohen Anforderungen gewappnet sein. Auf dem Weg zum Bildungsdienstleiter erhalten sie Unterstützung, um die Qualität der Weiterbildung zu steigern.
Projektanträge können natürliche oder juristische Personen öffentlichen oder privaten Rechts stellen, die in der jeweiligen Kategorie entsprechende Qualifikation nachweisen können. Alle weiteren Infos finden sich auf den Internetseiten des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums, zu denen der Link am Ende dieser Seite führt.


