Beratung und Service
Sozialthema Familienfreundlichkeit
Kinderland Baden-Württemberg unterstützt Familien und Betriebe
Baden-Württemberg ist nicht nur das Land der Automobile, der Patente oder des Weins. Seit dem Jahr 2005 ist Baden-Württemberg auch Kinderland. Erst kürzlich hat die Landesregierung über ganzheitliche Strategien zur Verbesserung der Kinder- und Familienfreundlichkeit beraten. Wie sieht der Mix aus Familien-, Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik der Landesregierung aus und welche Vorteile ergeben sich dadurch für Familien?

Bild: Grischa Georgiew © Fotolia.com
Eine der wesentlichen Herausforderungen ist es, Familien bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Bis zum Jahr 2013 soll in Deutschland eine Betreuungsquote von einem Drittel bei Kleinkindern erreicht werden. Dafür stehen erhebliche Fördermittel bereit.
Ausbau der Kinderbetreuung
Das Ziel ist hoch gesteckt, denn vor allem im Krippenbereich sind Plätze rar. Während in den neuen Bundesländern eine Betreuungsquote von zirka 42 Prozent bei den Kindern unter drei Jahren erreicht wird und Eltern damit echte Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung haben, kommt Baden-Württemberg nur auf eine Quote von rund 12 Prozent. Besonders in den Landkreisen müssen Eltern teilweise lange auf einen Betreuungsplatz warten.
Ein entscheidender Fortschritt war die rückwirkend zum 1. Januar 2009 erfolgte Gesetzesänderung, die es Eltern nun erlaubt, ihre Kinder sowohl am Wohn- als auch an ihrem Arbeitsort betreuen lassen. Geld folgt Kind, ist die Devise.
Davon profitieren neben Familien auch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit betriebsnahen Einrichtungen bei der Kinderbetreuung unterstützen wollen. Eine extra eingerichtete Servicestelle beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg berät solche Betriebe hinsichtlich Bedarf, Finanzierung und Umsetzung von betrieblich unterstützter Kinderbetreuung.
Ergänzend zum Elterngeld werden Familien durch das Landeserziehungsgeld unterstützt, das außer in Baden-Württemberg nur in wenigen Bundesländern gewährt wird.
Schaltstelle Kommune
Entscheidend für ein familien- und kinderfreundliches Umfeld sind die Kommunen. Jedes Bauprojekt, jede Entscheidung über Öffnungszeiten von kommunalen Einrichtungen oder über die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs kann sich auf Familien auswirken. Kommunale Standortpolitik heißt auch, für Familien ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen. Die Familien-Forschung Baden-Württemberg unterstützt Kommunen bei der Verbesserung ihrer Angebote und Leistungen. Bisher haben zum Beispiel über 30 der 1109 Kommunen in Baden-Württemberg eine ausführliche Beratung in Anspruch genommen und das Bürgerbeteiligungsverfahren Zukunftswerkstatt Familienfreundliche Kommune durchgeführt - ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Familienfreundlichkeit.
Servicestelle Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung




