Beratung und Service - Innovationsberatung
Einfallsreich aber ratlos?
Innovationshemmnisse erkennen und ausschalten
Eine gängige Definition beschreibt Innovationen als Erfindungen, die sich auf dem Markt durchsetzen konnten. Neuerungen, denen das nicht gelingt, bleiben Erfindungen. Das ist nicht weiter tragisch. Aber es zeigt, weshalb sich Unternehmer eher Innovationskraft als nur Erfindungsreichtum wünschen werden. Fragt sich nur, was so viele gute Erfindungen daran hindert, zu echten Innovationen zu werden.

Als innovatives Unternehmen möchte jeder Betrieb gelten. In der Praxis lässt sich aber so manche gute Idee nicht weiterverfolgen, weil ihr zahlreiche interne und externe Hindernisse im Wege stehen.
Es ist kein Fehler, sich diese Hemmnisse deutlich vor Augen zu führen. Wer sie ehrlich beim Namen nennt, wird am ehesten Möglichkeiten finden, sie zu umgehen und seine Erfindungen trotzdem Wirklichkeit werden zu lassen.
Unternehmensinterne Innovationshindernisse
- eingefahrene Strukturen
- Gewohnheiten
- starre Hierarchien
- unflexibles Handeln
- schlechter Informationsfluss
- Geheimniskrämerei
- Rivalitäten
- ungeschriebene Regeln der internen Unternehmenskultur
- Inkompetenz
- Bequemlichkeit
- Zeitdruck
- knappe Personalressourcen
- Zwang zur Kostenreduktion
- Fehlplanungen
- Fehlinvestitionen
- Wettbewerbsdruck
- fehlender Zwang zur Innovation
- Einfallslosigkeit
Schließlich kann auch noch die eigene starke Position eines Unternehmens gegenüber seinen Kunden dazu führen, dass es sich nicht an Neuerungen versucht. Wer glaubt, sich darauf verlassen zu können, dass die Kunden zufrieden sind und zufrieden bleiben werden, hat wenig Anlass, Neues zu entwickeln. Allerdings kann sich diese Gelassenheit schnell als Trugschluss herausstellen. Wer zu spät bemerkt, dass er etwas verschlafen hat, ist schlecht dran.
Trotzdem: Weitaus schlimmer erwischt es Unternehmen, die Ideen haben, diese umsetzen möchten, das aber nicht können, weil die erforderliche Kapitaldecke sich als zu dünn erweist, um ein neues Projekt umzusetzen. Das liebe Geld ist oft genug das entscheidende letzte Argument in der Diskussion um innovative Einfälle.
Finanzierungsprobleme
- zu niedrige Eigenkapiteldecke
- zu kleiner Kreditrahmen
- mangelnde Sicherheiten
- starre Schemata der Kreditvergabe
- Basel-II-Kriterien (Ratingverfahren der Kreditinstitute)
Nicht alles, was dazwischenkommen kann, hat mit Vorgängen im Unternehmen oder mit mangelden Finanzen zu tun. Auch die Position, die ein Unternehmen in einem bestehenden Markt einnimmt, kann Auswirkungen auf dessen Innovationspotenzial haben.
Externe Hindernisse
- Wettbewerbsvorteile von Mitbewerbern
- Forschungslücken
- patent- und lizenzrechtliche Einschränkungen
- Sicherheitsvorschriften
- bestehende technische Normen
- Scheu vor bürokratischem Aufwand
Die Liste der denkbaren Innovationshemmnisse ist damit sicher noch lange nicht vollständig. Entscheidend ist nicht, alle Einwände herbeizuzitieren, die einer Neuerung im Wege stehen könnten. Hilfreich ist es aber allemal, sich einen Überblick über Innovationshindernisse zu verschaffen und deren Schwere dann auch zu quantifizieren. Argumente, die sich gegen diese Negativliste behaupten können, sind sehr gewichtige Pluspunkte für das Innovationspotenzial eines Unternehmens.
Der Grad an Innovationskraft, über den ein Betrieb verfügt, lässt sich auch daran messen, wie gut es dem Unternehmen gelingt, gegen Innovationshemmnisse anzukämpfen. Setzt es seine Neuerungen gegen diese Hindernisse durch, verfügt es in seiner Innovationskraft langfristig über eine Ressource, die unendlich wertvoll ist.





