Beratung und Service
Ein neues Gesetz - viele Fragen
Info-Abend erläutert das Bilanzierungsmodernisierungsgesetz
Obwohl, oder vielleicht auch gerade weil es so lange gedauert hat, bis das neue Bilanzierungsmodernisierungsgesetz (BilMoG) endlich in Kraft trat, haben sich bisher wenige Betriebsinhaber mit dessen Inhalten auseinandergesetzt. Doch die Vorgaben des BilMoG wirken sich schon auf das Geschäftsjahr 2010 aus, und die Jahresabschlüsse müssen dementsprechend erstellt werden. Über die Neuerungen, die sich daraus für Handwerksbetriebe ergeben, informieren Experten aus der Steuerberatung, dem Bankenwesen und dem Handwerk am 12. April 2011 ab 18 Uhr in der Handwerkskammer Region Stuttgart.

Bild: fotodesign-jegg.de © Fotolia.com, Montage: HwK
Das BilMoG bringt neue Wahlrechte, Pflichten und Regeln mit sich, die sich auf die bevorstehenden Jahresabschlüsse 2010 auswirken. Während sich für Einzelkaufleute, die eine bestimmte Umsatz- und Gewinngrenze unterschreiten, interessante Vorteile ergeben können, müssen alle anderen ab sofort zwei Bilanzen erstellen: eine Handelsbilanz und eine Steuerbilanz. Dadurch steigen natürlich auch die Kosten für den Steuerberater. Steuerexperte Klaus Hahn, Professor an der Dualen Hochschule in Stuttgart und einer der Referenten der BilMoG-Informationsveranstaltung der Handwerkskammer am 12. April 2011, rät Betriebsinhabern aber mit Nachdruck, die Bilanz nicht nur von einem externen Berater erstellen zu lassen, sondern sich selbst ebenfalls mit den Zahlen zu beschäftigen: "Der Inhaber weiß danach besser, wo sein Unternehmen steht. Denn die neue Gewinn- und Verlustrechnung enthält die Werte, die sich auch für das interne Controlling eignen."
Große Verunsicherungen haben auch die neuen Bewertungsregeln für Rückstellungen ausgelöst: Da sie von nun an handelsrechtlich nach dem voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt werden müssen, werden die Pensionsrückstellungen wesentlich höher und das Eigenkapital sinkt.
Dass die größte Reform des deutschen Handelsrechts seit 25 Jahren von den Betrieben nicht sofort mit links umgesetzt werden kann, ist klar. Der Jahresabschluss 2010 ist für viele der erste Berührungspunkt mit dem neuen Gesetz, und erst jetzt stoßen sie auf Unklarheiten und offene Fragen. Am 12. April 2011 informieren Experten aus dem Steuer-, Banken- und Versicherungswesen in der Handwerkskammer Region Stuttgart über die neuen handelsrechtlichen Vorgaben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung BilMoG: Ein neues Gesetz - viele Fragen stehen die Vorträge Folgen für Ihre Bilanz und Risiken aus Pensionsverpflichtungen. In der anschließenden Diskussionsrunde beantworten die Spezialisten die Fragen der Teilnehmer.
Programm
18:00 Begrüßung
Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart
Prof. Dr. Joachim Weber, Rektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg
18:15 BilMoG - die Folgen für Ihre Bilanz
Prof. Dr. Klaus Hahn, Steuerberater, Duale Hochschule Baden-Württemberg
19:30 Pause
19:45 Die Risiken aus Pensionsverpflichtungen
Dr. Martin Laurich, Prokurist, IDUNA Vereinigte Lebensversicherung AG
20:15 Expertenrunde
Vertreter aus den Bereichen Bank, Versicherung, Steuerberatung und Handwerk diskutieren die Auswirkungen des BilMoG in der Praxis. Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen zu stellen.
Moderation: Franz Falk, Geschäftsführer, Handwerkskammer Region Stuttgart
20:50 Schlusswort
Prof. Dr. Werner Rössle, Duale Hochschule Baden-Württemberg
Die Veranstaltung ist kostenlos. Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte mit dem Formular am Ende dieser Seite an, damit wir genug Plätze einplanen können.
Flyer "BilMoG: Ein neues Gesetz - viele Fragen" (pdf-Dokument, 1,32 MB)




