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Beratung und Service

"Exportoffensive Handwerk" geht an den Start

Neue Export-Projekte ebnen den Weg in die Außenwirtschaft

Mit den Bewilligungsbescheiden für zwei neue, von Handwerk International geleitete, Außenwirtschafts-Projekte gab Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 3. März 2006 grünes Licht für die Exportoffensive Handwerk und für AL-Invest3.

Bild: Wirtschaftminister Gerd Pfister vor Containern

Das Projekt Exportoffensive Handwerk wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, Ziel 3 bezuschusst. Durch das Vorhaben sollen Handwerksunternehmen, die bislang noch nicht außerhalb Deutschlands tätig sind, an das Auslandsgeschäft herangeführt werden. Direkt durch das Wirtschaftsministerium gefördert wird eine Projektstelle, die im Rahmen des EU-Programms AL-Invest3 Maßnahmen mit dem regionalen Schwerpunkt Lateinamerika durchführen soll. Beide Maßnahmen sind bei Handwerk International, dem auf Außenwirtschaft spezialisierten Geschäftsbereich der Handwerkskammer Region Stuttgart, angesiedelt.

"Wenn wir uns in Zukunft mit dem Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik Deutschland und auch in unserem Land Baden-Württemberg beschäftigen, so müssen wir uns immer auch über die Außenwirtschaft unterhalten", erläuterte Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart, im Beisein von Wirtschaftminister Pfister. "Die binnenwirtschaftliche Konjunktur konnte in den vergangenen Jahren keine wichtigen Impulse für das Wachstum geben", sagte Reichhold. "Um so wichtiger ist es, die Dynamik im Außenhandel aufzugreifen."

Bislang allerdings gelten nur drei bis fünf Prozent der Handwerksunternehmen Baden-Württembergs als exportorientierte Betriebe. Dies soll sich durch die Exportoffensive Handwerk ändern.

Mehr Offenheit für interessante Märkte

Ziel der Exportoffensive Handwerk ist es, Handwerksbetriebe für die Chancen auf internationalen Märkten zu sensibilisieren, sie beim Export ihrer Produkte und Dienstleistungen zu unterstützen und Inhaber sowie Beschäftigte für das Exportgeschäft zu qualifizieren. "Wir haben in Baden-Württemberg viele leistungsstarke Handwerksbetriebe, die auch über ein beträchtliches Exportpotenzial verfügen - beispielsweise in der Medizintechnik, im Bau- und Ausbaugewerbe, der Metallbearbeitung und der Elektrotechnik", so Wirtschaftsminister Ernst Pfister.

Michael Rössler, Exportberater bei Handwerk International, hat konkrete Vorstellungen davon, wie die Exportoffensive mehr Offenheit für den Außenhandel vorbereiten soll: "Im Rahmen des Projektes werden in den nächsten Monaten zahlreiche Veranstaltungen für Neueinsteiger in das Auslandsgeschäft einführen. Wichtige Informationen für Einsteiger werden dann auch online verfügbar sein.

In einer zentralen Auftaktveranstaltung sowie in sieben Regionalkonferenzen werden erfolgreich im Export tätige Handwerksbetriebe  über ihre Erfahrungen berichten. Später soll in 16 halbtägigen Unternehmertreffs und in ganztägigen regionalen Seminaren den insgesamt rund 900 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern Export-Know-how vermittelt werden. Erfahrungsaustausch und Coaching stehen dann im Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit Hilfe eines speziell an den Bedürfnissen des Handwerks orientierten Online-Lehrgangs unter dem Titel Internationalisierung wird es später auf der Internet-Plattform exportimhandwerk.de die Möglichkeit geben, sich eigenständig in die Außenwirtschafts-Thematik einzuarbeiten, die eigene Exportfähigkeit zu testen und Seminarinhalte vor- und nachzubereiten.

Transferziel Lateinamerika

Auf einen speziellen Markt konzentriert sich das Projekt AL-Invest3: Sein Ziel ist es, die Zusammenarbeit und den Technologietransfer zwischen europäischen und lateinamerikanischen Betrieben zu fördern und zu intensivieren. Das solle vor allem durch Kooperationstreffen mit europäischen und lateinamerikanischen Unternehmen im Rahmen internationaler Messen und Ausstellungen geschehen, fasst Exportberater Michael Rössler zusammen. Weitere Bestandteile des Projekts sind unter anderem Seminare und Workshops zur Unterstützung von Internationalisierungsstrategien sowie die Unterstützung von Projekten und Unternehmen beider Kontinente.

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