Weiterbildung
Bescheid wissen und dicht halten
Weilimdorf bildet wieder Gebäudeenergieberater aus
Private wie gewerbliche Bauherren kommen an den Vorgaben der Energieeinsparverordnung nicht mehr vorüber. Der Gesetzgeber führte die EnEV ab 2008 in drei Stufen ein. Seit Juli 2009 verlangt er auch für Nichtwohngebäude einen Energieausweis. Energieberater dürfen diese Ausweise ausstellen und außerdem Energie-Spar-Checks durchführen. Experten aus den Bau- und Ausbaugewerken finden deshalb ein attraktives Betätigungsfeld, wenn sie sich zum Gebäudeenergieberater weiterqualifizieren. In der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart können Sie das ab 17. September 2010 tun.

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"Was Bauherren so alles wissen müssten, wenn es Energieberater nicht gäbe, ist eine ganze Menge, und wäre zu viel verlangt", sagt Hildegard Holzapfel von der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart. Sie organisiert das Kursangebot, aus dem später jene Experten hervorgehen, die den Bauherren das sehr spezielle Wissen als kompetente Beratungsdienstleistung vermitteln können. "Unsere Absolventen kennen sich hinterher mit den gesetzlichen Vorgaben aus, die für Energieausweise gelten, können verbindliche Messungen durchführen und sind vertraut mit möglichen Förderprogrammen, von denen ihre Auftraggeber profitieren können", fasst Hildegard Holzapfel in Kürze den Inhalt dessen zusammen, was sich Interessenten aus den Bau- und Ausbaugewerken in der Bildungsakademie aneignen können.
Vom 17. September 2010 bis 22. Januar 2011 führt das bewährte Weiterbildungsangebot seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 240 Unterrichtsstunden zum Gebäudenergieberater im Handwerk. Der Kurs richtet sich an Maurer und Betonbauer, Zimmerer, Stuckateure, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Installateure und Heizungsbauer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Elektrotechniker (Elektroinstallateure), Maler und Lackierer sowie an Schornsteinfeger.
Praxisnah und weitblickend
"In den Kursen geht es um möglichst viel Praxis, deshalb arbeiten die Teilnehmer gleich an einem Referenzobjekt", beschreibt Hildegard Holzapfel eine der Stärken der Fortbildung, die in Weilimdorf immer freitags und samstags stattfindet - damit die berufstätigen Interessenten überhaupt Zeit finden, daran teilzunehmen.
Der Fortbildungslehrgang berücksichtigt bereits zukünftige Anforderungen nach der EnEV, wie etwa die Anforderung an die Luftdichtheit von Gebäuden (Blower-Door-Messungen). Am Ende sind die erfolgreichen Absolventen geprüfte Gebäudeenergieberater des Handwerks, und als solche in der Lage, für den baulichen Wärmeschutz und die Heizungsanlagentechnik umfassende Modernisierungskonzepte zu entwickeln.
Die Teilnahme kostet 1599 Euro, hinzu kommen 179 Euro für die Prüfungsgebühr. Aus ESF-Mitteln ist eine Fachkursförderung möglich, die bei Teilnehmern ab dem 50. Lebensjahr 50 Prozent der Kursgebühren abdeckt; jüngere Teilnehmer können eine Förderung zu 30 Prozent erhalten. Darüber, über Zulassungsvoraussetzungen und weitere Einzelheiten des Kurses informiert Hildegard Holzapfel von der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart, Telefon 0711 1657-611.



