Handwerkskammer Region Stuttgart

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Weiterbildung

Über die Qualifizierung zum Erfolg

Gebäudeenergieberater im Aufschwung

Wenn die Energiepreise steigen, wächst das Interesse an den Möglichkeiten, Öl, Gas oder Wärme einzusparen. Vor allem bei Hausbesitzern. Kompetente Beratung ist plötzlich gefragt wie nie. Viele Unternehmer nutzen den Nachfrageschub und qualifizieren sich - zum Gebäudeenergieberater im Handwerk (GiH). Im Februar 2007 starten die neuen Kurse der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart.

Symbolbild: Energie

Den Trend belegen aktuelle Zahlen: In den ersten acht Monaten des Jahres 2006 wurden bereits mehr als 4000 EnergieSparChecks im Land durchgeführt. Mit der zum Jahreswechsel 2006/2007 geplanten Einführung des bundeseinheitlichen Gebäudeenergieausweises wird sich diese Entwicklung noch verstärken. Das neue Gütesiegel wird einen kräftigen Schub auf dem Modernisierungsmarkt auslösen. Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) wird Teil des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung sein. Sie soll dafür sorgen, dass der Energiebedarf von neu errichteten Gebäuden dem Niedrigenergiehausstandard entspricht. Gut vorbereitet für die zukünftige EnEV und den Energieausweis sind die Handwerksunternehmer, die die Zusatzqualifikation zum Gebäudeenergieberater im Handwerk in der Tasche - noch besser auf dem Briefkopf oder dem Firmenfahrzeug haben.

Neue Kurse laufen an

Interessenten, die sich selbst zum Gebäudeenergieberater im Handwerk qualifizieren möchten, haben jetzt Gelegenheit dazu: Vom 12. Februar bis 27. März 2007 findet in der Bildungsakademie Handwerkskammer Region Stuttgart (dem bisherigen BTZ Bildungs- und Technologiezentrum in der Holderäckerstraße 37, 70499 Stuttgart-Weilimdorf) der nächste Kurs statt, der zur Qualifikation Gebäudeenergieberater (HwK) führt. Zur Anmeldung führt die Seminarbeschreibung, die sich hinter dem folgenden Link findet:

Weiterbildungskurs Gebäudeenergieberater im Handwerk

Weitere Informationen zu diesem Angebot gibt Hildegard Holzapfel, Telefon 0711 1657-611.

Gebäudeenergieberater verfügen über das notwendige Know-how, um die Anforderungen der EnEV vor allem beim Modernisieren und Sanieren von Altbauten einzuhalten. Im Lehrgang Gebäude-Energieberater, den die Handwerkskammer Region Stuttgart anbietet, werden die Teilnehmer im Bereich der energetischen Modernisierung von bestehenden Bauwerken und technischen Anlagen qualifiziert. Hinzu kommen Schwerpunkte wie das Erstellen von Energiebilanzen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Darüber hinaus werden Fragen zur Baukörperanalyse und -verbesserung, das Erkennen und Optimieren konventioneller Anlagentechniken und erneuerbarer Energien besprochen.

Ohne Weiterbildung läuft nichts

Wie wichtig es ist, die eigene fachliche fachliche Qualifikation weiter zu entwickeln, weiß Stefan Hüsges aus Hilzingen am Hohentwiel. Der Schatzmeister des Verbandes der Gebäudeenergieberater ist selbst aktiver Gebäudeenergieberater. Er fasst das umfangreiche Wissen in knappen Worten zusammen, das von ihm und seinesgleichen erwartet wird: "Der Energieberater muss die gesamte Bandbreite der Gewerke, die für die Erstellung der temperierten Gebäudehülle zuständig ist, kennen." Nur durch die umfangreiche Weiterbildung sei er in der Lage, Wärmebrücken mit technischem Gerät aufzuspüren, beispielsweise durch eine Differenzdruckmessung. "Das ist in besonderem Maße für die Altbausanierung von Bedeutung und dient im Neubau der Qualitätssicherung", erklärt Stefan Hüsges.

Kompetenter Berater in Sachen Fördermaßnahmen

Der Gebäudeenergieberater kann Vorschläge zur Ausbildung der geforderten Luftdichtschicht ausarbeiten und die erforderlichen Dämmstoffdicken berechnen. Aber nicht nur Sanierungsmaßnahmen gehören zu seinen Aufgaben. Das Begutachten mangelhafter Dämmmaßnahmen und das Abschätzen ihrer Auswirkungen fallen ebenfalls in seinen Bereich. Oft steht der Energieberater seinen Kunden auch als Finanzierungsratgeber zur Seite - denn alle Maßnahmen kosten Geld.

Ansehen wächst und wächst

Mittlerweile haben sich die Berater zum Verband GIH Gebäudeenergieberater im Handwerk e.V. Baden-Württemberg zusammengeschlossen. Die Erfolgsgeschichte des mittlerweile größten Einzelverbandes im GIH-BW, dem überregionalen Bundesverband Gebäude-Energieberater - Ingenieure - Handwerker e.V., begann im Jahre 1998, als Absolventen des ersten Weiterbildungslehrgangs im damaligen Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Region Stuttgart den GIH-BW gründeten. Zwischenzeitlich hat sich der Verein als Interessenvertretung der Energieberater Baden-Württembergs ein hohes Ansehen bei Ministerien, Kammern, Verbänden sowie bei weiteren Institutionen aus der Energie- und Handwerkswirtschaft erarbeitet.

"In puncto Weiterbildung für den Gebäudeenergieberater ist unser Verein für Ingenieure und Handwerker in Kooperation mit der Kammer der richtige Ansprechpartner für Baden-Württemberg", so Dieter Bindel, Erster Vorsitzender des GIH, aus Waiblingen. So initiiert der Verein nicht nur Weiterbildungsmaßnahmen zum Gebäudeenergieberater, sondern auch eine breite Palette weiterer nützlicher Qualifikationen mit Zertifizierungen. "Hierzu gehört auch das GIH-Qualitätssiegel, welches ausschließlich durch die Siegelkommission herausgegeben wird und strengen Überwachungsrichtlinien unterliegt", ergänzt Bindel. "Ferner bietet der GIH auch eine Zusatzausbildung für Gebäudeenergieberater an, die wesentlicher Bestandteil für das Erkennen von Differenzdruckmessungen ist", fügt GIH-Mitglied Holger Becker, Schreinermeister und Energieberater aus Weissach im Tal, hinzu. Seminarleiter Becker verweist in diesem Zusammenhang auf laufende GIH-Kurse mit Kammer-Zertifizierung in der Bildungsakademie der Kammer in Stuttgart.

Verband GIH Gebäudeenergieberater im Handwerk e.V. Baden-Württemberg

Energiesparförderung Baden-Württemberg

Gebäudeenergieausweis Baden-Württemberg

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