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Novemberhilfe: Antragstellung jetzt möglich

Die Bundesregierung hat eine weitere außerordentliche Wirtschaftshilfe eingerichtet. Für Soloselbstständige erleichtert sich das Antragsverfahren erheblich.

Auch Handwerker sind antragsberechtigt

Die Bundesregierung bietet für Selbstständige, Betriebe und weitere Einrichtungen eine weitere Wirtschaftshilfe an – die sogenannte „Novemberhilfe“ (zur Pressemitteilung). Ausdrückliches Ziel der Regierung ist es, dass die Hilfen zügig bei den Betroffenen ankommen. 

Auch Gesundheitshandwerker wie Kosmetiker, die von den Corona-Schließungen im November 2020 betroffen sind, können das Hilfsprogramm in Anspruch nehmen.

Gleiches gilt für Lebensmittelhandwerker wie Bäckereien und Konditoreien mit angeschlossenem Cafébetrieb. Sie fallen unter §1 Absatz 1 des Gaststättengesetzes. Bei diesen Gastronomiebetrieben sind die Außerhausverkäufe zum ermäßigten Umsatzsteuersatz allerdings von der Betrachtung ausgenommen und zählen nicht mit zum Umsatz. Umgekehrt ist der Vergleichsumsatz und somit die Umsatzerstattung durch die Novemberhilfe auf 75 Prozent des Cafébetriebs begrenzt.

Damit werden bei Lebensmittelhandwerken, die einen Vor-Ort-Verzehr (mit regulärem MwSt.Satz) anbieten, die Umsätze geteilt: Für die Novemberhilfe sind nur die Umsätze aus dem Vor-Ort-Verzehr relevant. Der Außerhausverkauf bleibt außen vor.

 Für Lebensmittelhandwerker kommt außerdem dieStabilisierungshilfe des Landes infrage.

 Betriebe können Anträge ab sofort bis zum 31. Januar 2021 über die Online-Plattform stellen, die bereits für die Überbrückungshilfe I und die Überbrückungshilfe II im Einsatz ist. Der Bund hat eine großeFAQ-Seite mit Antworten auf häufige Fragen eingerichtet. Die elektronische Antragstellung muss durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen.

 Soloselbständige, die bislang keine Überbrückungshilfe beantragt haben, können ohne prüfenden Dritten einen Direktantrag bis zu 5.000 Euro stellen (weitere Informationen).



Im November 2020 nicht erlaubt: Gesichtsbehandlungen sind Kosmetikern ebenso untersagt wie Friseuren.
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Im November 2020 nicht erlaubt: Gesichtsbehandlungen sind Kosmetikern ebenso untersagt wie Friseuren.



 Diese Rahmenbedingungen gelten

Nachfolgend haben wir dich wichtigsten Rahmenbedingungen für Betriebe zusammengefasst. Auch dasBundesministerium für Wirtschaft und Energie informiert ausführlich auf seiner Website.

Antragsberechtigt sind direkt von den Schließungen betroffene Unternehmen und Selbständige sowie indirekt betroffene Betriebe nach folgender Maßgabe:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Betriebe und (Solo-)Selbstständigen, die ihren Geschäftsbetrieb aufgrund des „Lockdowns“ im November 2020 einstellen mussten.

  • Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

  • Verbundene Unternehmen: Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. 

 Bitte beachten Sie dieHinweise für Lebensmittelhandwerker.

  • Es werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

  • Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ dazu den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

  • Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

 Bitte beachten Sie dieHinweise für Lebensmittelhandwerker.

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet.

Das gilt vor allem für Leistungen wie dieÜberbrückungshilfe oder dasKurzarbeitergeld
Werden im November trotz Schließung Umsätze erzielt, werden bis zu 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.

Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.


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Stefan Maier

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