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Soforthilfe: Alle wichtigen Infos im Überblick

Aufgrund der Corona-Krise bietet das Land eine finanzielle Soforthilfe für Betriebe an. Wir führen Sie durch den Antragsprozess und beantworten wichtige Fragen.

Schritt für Schritt zur Soforthilfe 

Das Land Baden-Württemberg bietet unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige finanzielle Soforthilfe für kleine und mittlere Unternehmen an:

  • bis zu 9.000 Euro für Soloselbstständige und Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern
  • bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern
  • bis zu 30.000 Euro für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern

 Nachfolgend zeigen wir Ihnen in fünf Schritten, wie Sie die Soforthilfe beantragen. 

 Am Ende der Seite beantworten wirHäufig gestellte Fragen.

 Über wichtige Details informiert auch das Wirtschaftsministerium: Soforthilfe Corona

 Eine Übersicht der Vorgangsnummern aller eingegangenen Anträge finden Siehier.

 Beachten Sie außerdem diese  Warnung vor Fake-Anbietern. Nutzen Sie nur das offzielle Portal!



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Sebastian Wolf - Fotolia.com

 Schritt 1: Antrag herunterladen

Laden Sie auf der Webseite desWirtschaftsministeriums (im Abschnitt "Antragsverfahren") den Antrag auf Soforthilfe im pdf-Format herunter.

 Bitte benutzen Sie  dafür den Browser Firefox oder Safari – im Internet Explorer funktioniert der Antrag nicht.

 

 Schritt 2: Antrag vollständig ausfüllen

Füllen Sie den Antrag vollständig am Computer aus und speichern Sie das Dokument am Ende ab.

 Viele Anträge werden bei Punkt 2 ("Grund für die existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. den Liquiditätsengpass oder Umsatzeinbruch") unvollständig ausgefüllt.
Beachten Sie unbedingt unsereHinweise!

 

 Schritt 3: Antrag ausdrucken und unterschreiben

Drucken Sie den vollständig ausgefüllten Antrag aus und unterschreiben Sie ihn. Mit der Unterschrift an Eides statt versichern Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben. 

 

 Schritt 4: Antrag einscannen oder abfotografieren

Scannen Sie den unterschriebenen Antrag nun ein oder erstellen Sie mit Ihrem Smartphone ein gut leserliches Foto davon.

 

 Schritt 5: Antrag digital einreichen

Rufen Sie die Website www.bw-soforthilfe.de auf.

Füllen Sie dort das Upload-Formular vollständig aus und fügen Sie im Feld „Ihr Soforthilfeantrag“ Ihren eingescannten oder fotografierten Antrag ein. 
Bestätigen Sie abschließend den Datenschutzhinweis und klicken Sie am Ende der Seite auf Absenden.

 Reichen Sie den Antrag ausschließlich über dieses Upload-Formular ein. Anträge, die per E-Mail eingehen, können nicht bearbeitet werden.

 

 Antragstellung fertig!

Ihr Antrag wird nun automatisch an unser Soforthilfe-Team weitergeleitet. 

75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses kümmern sich in enger Abstimmung mit der L-Bank um die Abwicklung.

 Sie werden von uns proaktiv informiert, wenn wir Rückfragen haben bzw. sobald wir den Antrag geprüft und an die L-Bank weitergegeben haben.
Bitte sehen Sie bis dahin von Nachfragen ab, damit wir alle Anträge schnellstmöglich bearbeiten können. Herzlichen Dank!

 

 Häufig gestellte Fragen

 

Nutzen Sie dafür unser praktisches Excel-Tool, mit dem Sie auch das Vollzeitäquivalent (VZÄ) berechnen können:

 Bitte beachten Sie: Ein über das Tool ermittelter Liquiditätsengpass ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird – kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Grundsätzlich gilt: Je früher Sie Ihren Antag einreichen und je vollständiger Sie Ihren Antrag ausfüllen, desto schneller kann unser Team ihn abschließend bearbeiten und an die L-Bank weitergeben. Sobald diese Weitergabe erfolgt ist, werden Sie per E-Mail darüber informiert.

Die L-Bank hat in einer Pressemitteilung vom 1. April außerdem als Ziel ausgegeben, die gewaltige Antragswelle der ersten Woche so zu verarbeiten, dass bis kommenden Dienstag (7. April) die bei der L-Bank vorliegenden Anträge ausbezahlt werden, soweit sie in der Sache bewilligungsfähig sind.

Seit dem 25. März 2020 bietet das Land Baden-Württemberg dieCorona-Soforthilfe an. Darüber hinaus soll auch das in den Medien bereits kommunizierte Soforthilfeprogramm des Bundes in Kürze in Baden-Württemberg verfügbar sein. 

Sobald das neue Bundesprogramm gestartet ist, wird es ebenfalls unter dem oben genannten Link auf der Seite des Wirtschaftsministeriums abrufbar sein.

Dabei gilt dann folgendes:

  • Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern und Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern können dann nur noch das Bundesprogramm nutzen.
  • Betriebe mit 11 bis 50 Beschäftigten nutzen weiterhin das Landesprogramm.

Da das Land die Soforthilfe-Konditionen – beispielsweise die Definition des Liquiditätsengpasses – bereits vorab an die Konditionen des kommenden Bundesprogrammes angepasst hat, schneiden Betriebe bei einer Antragstellung über das Soforthilfe-Programm des Landes grundsätzlich nicht schlechter ab als beim kommenden Bundesprogramm. Ob Sie Ihren Antrag also bereits jetzt oder erst nach Start des Bundesprogramm stellen, hat finanziell keine Auswirkungen. Anträge für das Landesprogramm können auch ohne zeitliche Beschränkung gestellt werden – es gibt keine „Deadline“.

Wichtig ist außerdem:

Den maximalen Zuschuss (bis zu 9.000 Euro für Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern, bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern) können Sie nur einmal beantragen – egal ob bereits jetzt im Landesprogramm oder später im Bundesprogramm. Lediglich Betriebe, die im Landesprogramm nicht den maximalen Zuschuss beantragt und darüber hinaus einen weiteren Liquiditätsengpass glaubhaft gemacht haben, können die Fördersumme über das Bundesprogramm nachträglich in maximaler Höhe ausschöpfen.

Auch größere Betriebe mit 11 bis 50 Mitarbeitern – für die das Bundesprogramm ja nicht greift – werden nachträglich „aufstocken“ können. Die Details zum genauen Prozedere befinden sich momentan noch in Klärung. Sollten Sie davon betroffen sein, bitten wir Sie daher noch um ein wenig Geduld.

Erfreulicherweise hat die Landesregierung diese Regelung am 29. März 2020 gelockert. Ab sofort ist beim Antrag auf Soforthilfe kein privates Vermögen mehr einzusetzen:

Erleichterungen bei Förderbedingungen für Hilfsprogramm für baden-württembergische Wirtschaft

Antragssteller müssen lediglich nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Beachten Sie hierzu unsereHinweise.

 Für bereits eingereichte Anträge auf Soforthilfe gilt:

Sollte uns im Rahmen des Prüfverfahrens auffallen, dass die Lockerung der Politik für Sie von Vorteil sein könnte und Sie eine höhere Förderung beantragen können, kommen wir aktiv auf Sie zu.

Ihre Betriebsnummer, die immer mit 670 beginnt, steht auf dem aktuellen Beitragsbescheid, der Ihnen Anfang März postalisch zugestellt wurde. Sie finden Sie oben rechts im Adressfeld neben dem Aufdruck „persönlich - an die Geschäftsleitung“.

Sie finden Ihre Betriebsnummer außerdem auch auf der Rückseite Ihrer Handwerkskarte bzw. Ihres Gewerbeausweises.

Sollten Sie beides nicht zur Hand haben, erfragen Sie Ihre Betriebsnummer bitte unter: 

 handwerksrolle@hwk-stuttgart.de 

Dieser Vorgang ist leider nicht möglich.

Bitte warten Sie ab, bis Sie Ihren Bewilligungsbescheid per Mail bekommen und erklären Sie anschließend an die im Bescheid gerichtete Adresse Ihren Verzicht. Wir erlassen daraufhin eine Aufhebung und Sie müssen das Geld, das automatisch mit der Bewilligung ausbezahlt wird, zurücküberweisen.

Ja, der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Die Höhe des Liquiditätsengpasses für die drei auf die Antragstellung folgenden Monaten ist konkret zu beziffern. Anträge mit Angaben wie beispielsweise „noch nicht absehbar“ können nicht bearbeitet und somit nicht berücksichtigt werden.

BeiFrage 2 des Antrags („Kurze Erläuterung“) ist darzustellen, dass und warum der fortlaufende erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwand (in welcher Art und Höhe) in den drei auf die Antragstellung folgenden Monaten nicht mehr durch die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb gedeckt werden kann.

 Bitte bewahren Sie die zugrundeliegenden Informationen zu Ihrer Berechnung bei Ihren Antragsunterlagen bis zum Ablauf der Verjährungsfristen eines gegebenenfalls erhaltenen Bewilligungsbescheides auf. Eine spätere Überprüfung der Berechnung wird nicht ausgeschlossen.

Bei der Soforthilfe handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückbezahlt werden muss, soweit die relevanten Angaben im Antrag richtig und vollständig waren und wahrheitsgemäß gemacht wurden.

Nach derzeitigen Bestimmungen unterliegt der finanzielle Zuschuss im Rahmen der jährlichen Gewinn- und Verlustrechnung aber der Einkommensteuerpflicht.

Um ein Unternehmen in Schwierigkeiten handelt es sich beispielsweise, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder, wenn die Voraussetzungen hierfür gegeben sind.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen insbesondere dann, wenn das bereits vor der Corona-Pandemie (vor dem 11. März 2020) der Fall war. 

Bitte beachten Sie: Der Begriff „Unternehmen in Schwierigkeiten“ hat grundsätzlich nichts mit der Frage (Fragen unter 2. im Antrag) zu tun, ob und in welcher Höhe für das antragstellende Unternehmen eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage oder ein Liquiditätsengpass im Sinne dieser Förderung vorliegt.

Die Anzahl der Beschäftigten ist als Vollzeitäquivalent (VZÄ) anzugeben. Das VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch insgesamt aus Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigen in einem Unternehmen ergeben.

Nutzen Sie zur Berechnung unser praktisches Excel-Tool:


 Die über das Tool ermittelte Anzahl ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird. Sie kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Welche Beschäftigungsgruppen werden einberechnet?

Umfasst sind Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte sowie Saisonpersonal bspw. folgender Gruppen:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger,
  • für das Unternehmen tätige Personen, die zu ihm entsandt wurden und nach nationalem Recht als Arbeitnehmer gelten (kann auch Zeit- oder sogenannte Leiharbeitskräfte einschließen),
  • mitarbeitende Eigentümer/innen,
  • Beschäftigte im Mutterschaftsurlaub,
  • Teilhabende, die eine regelmäßige Tätigkeit in dem Unternehmen ausüben und finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen ziehen,
  • bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen mit Lehr- oder Berufsausbildungsvertrag (pro Person 1 VZÄ)
  • bei Unternehmen mit 11 und mehr Beschäftigten können Auszubildende angerechnet werden, müssen aber nicht.

Nicht einberechnet werden:

  • Beschäftigte im Elternurlaub
  • Beschäftigte nach § 16 e und 16 i SGB II

Folgender Berechnungsschlüssel für Teilzeitkräfte gilt:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5,
  • Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75,
  • Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1,
  • Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3.

Die Berechnung erfolgt anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition.

Bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl sind gegebenenfalls auch die Daten von Partner- und/ oder verbundenen Unternehmen miteinzubeziehen.

Selbstständigkeiten im Nebenerwerb sind im Rahmen des Programms Soforthilfe Corona grundsätzlich nicht förderfähig.

Mit der Selbstständigkeit, für die der Antrag gestellt wird, muss daher entweder das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens einer Person erwirtschaftet werden.

Das sollte nicht nur kurzfristig der Fall sein (beispielsweise seit Eintreten der Corona-Pandemie), sondern bereits im Vorjahr (Durchschnitt 2019) oder zumindest ab Jahreswechsel 2019/2020 vorgelegen haben.

Hier muss angegeben werden, in welcher Höhe Sie für Ihr Unternehmen einen Zuschuss aus dem Programm Soforthilfe Corona beantragen.

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den in der Richtlinie genannten Förderbeträgen.

 Beispiel:

Ihr Unternehmen hat 4 Beschäftigte (VZÄ). Sie haben einen Liquiditätsengpass für drei Monate in Höhe von 9.000 Euro angegeben. Laut Richtlinie können Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (VZÄ) maximal 9.000 Euro Zuschuss für drei Monate erhalten.

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an. 
 Liquiditätsengpass entspricht maximal möglicher Förderung in Höhe von 9.000 Euro.

 Weitere Beispiele: 

Gleicher Fall, aber Sie haben nur 5.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben. 

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 5.000 Euro an.
 niedriger als die maximal mögliche Förderung, weil ihr Liquiditätsengpass niedriger als die maximal mögliche Förderung liegt.

Gleicher Fall, aber Sie haben 12.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben.

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an.
 niedriger als ihr Liquiditätsengpass, weil die maximal mögliche Förderung bei 9.000 Euro liegt.

Aufgrund der großen Nachfrage ist nicht auszuschließen, dass das Upload-Portal für Ihren Antrag vorübergehend nicht erreichbar ist. Bitte haben Sie in diesem Fall Geduld und versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.

Keine Sorge: Alle Anträge werden schnellstmöglich bearbeitet – egal, wie früh Sie bei uns eingehen.

 Bitte beachten Sie darüber hinaus auch den Abschnitt FAQs zur Soforthilfe Corona beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.



 Ist noch eine Frage offen geblieben?

Dann kontaktieren Sie uns aufgrund des hohen Telefonaufkommens bitte per  Kontaktformular.

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