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Soforthilfe: Alle wichtigen Infos im Überblick

Aufgrund der Corona-Krise bieten Bund und Land bis zum 31. Mai eine Soforthilfe für Betriebe an. Wir führen Sie durch den Antragsprozess und beantworten wichtige Fragen.

Anträge noch bis zum 31. Mai möglich

Die Bundesregierung und das Land Baden-Württemberg bieten unter bestimmten Voraussetzungen eine einmalige finanzielle Soforthilfe für kleine und mittlere Unternehmen an:

  • bis zu 9.000 Euro für Soloselbstständige und Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern
  • bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu 10 Mitarbeitern
  • bis zu 30.000 Euro für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern

 Das Soforthilfeprogramm endet am 31. Mai 2020 um 24 Uhr. Weitere Infos zum Nachfolgeprogramm, das sich auch an Betriebe mit 51 bis 100 Mitarbeitern richtet, finden Sie hier:

Soforthilfe: Was sich am 1. Juni ändert

Nachfolgend zeigen wir Ihnen in fünf Schritten, wie Sie die Soforthilfe beantragen. Am Ende der Seite beantworten wirHäufig gestellte Fragen.

 Über wichtige Details informiert auch das Wirtschaftsministerium: Soforthilfe Corona

 Eine Übersicht der Vorgangsnummern aller eingegangenen Anträge finden Siehier.

 Beachten Sie außerdem diese  Warnung vor Fake-Anbietern. Nutzen Sie nur das offzielle Portal!

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Sebastian Wolf - Fotolia.com

 Schritt 1: Antrag herunterladen

Laden Sie auf der Webseite desWirtschaftsministeriums (im Abschnitt „Hilfe und Beratung“) den Antrag auf Soforthilfe im pdf-Format herunter:

 Das Antragsformular BUND ist für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten. 
 Das Antragsformular LAND ist für Betriebe bis mehr als 10 und bis zu 50 Mitarbeitern. 

 Bitte benutzen Sie  den Browser Firefox oder Safari – im Internet Explorer funktioniert der Antrag unter Umständen nicht.

 

 Schritt 2: Antrag vollständig ausfüllen

Füllen Sie den Antrag vollständig am Computer aus und speichern Sie das Dokument am Ende ab.

 Viele Anträge werden bei Punkt 2 ("Grund für die existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. den Liquiditätsengpass oder Umsatzeinbruch") unvollständig ausgefüllt.
Beachten Sie unbedingt unsereHinweise!

 

 Schritt 3: Antrag ausdrucken und unterschreiben

Drucken Sie den vollständig ausgefüllten Antrag aus und unterschreiben Sie ihn. Mit Ihrer Unterschrift versichern Sie die Richtigkeit Ihrer Angaben. 

 

 Schritt 4: Antrag einscannen oder abfotografieren

Scannen Sie den unterschriebenen Antrag nun ein oder erstellen Sie mit Ihrem Smartphone ein gut leserliches Foto davon.

Bitte beachten Sie, dass wir nur pdf-Dateien weiterverarbeiten können. Wandeln Sie die Datei also ggf. entsprechend um.

 

 Schritt 5: Antrag digital einreichen

Rufen Sie bis zum 31. Mai 2020 (24 Uhr) die Website www.bw-soforthilfe.de auf.

Füllen Sie dort das Upload-Formular vollständig aus und fügen Sie im Feld „Ihr Soforthilfeantrag“ Ihre Antragsdatei im pdf-Format ein. 
Bestätigen Sie abschließend den Datenschutzhinweis und klicken Sie am Ende der Seite auf Absenden.

 Reichen Sie den Antrag ausschließlich über dieses Upload-Formular ein. Anträge, die per E-Mail eingehen, können nicht bearbeitet werden.

 

 Antragstellung fertig!

Ihr Antrag wird nun automatisch an unser Soforthilfe-Team weitergeleitet. 

Über 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses kümmern sich in enger Abstimmung mit der L-Bank um die Abwicklung.

 Sie werden von uns proaktiv informiert, wenn wir Rückfragen haben bzw. sobald wir den Antrag geprüft und an die L-Bank weitergegeben haben.
Bitte sehen Sie bis dahin von Nachfragen ab, damit wir alle Anträge schnellstmöglich bearbeiten können. Herzlichen Dank!

 

 Häufig gestellte Fragen

 

Grundsätzlich gilt: Je früher Sie Ihren Antrag einreichen und je vollständiger Sie Ihren Antrag ausfüllen, desto schneller kann unser Team ihn bearbeiten und abschließend an die L-Bank weitergeben. Sobald diese Weitergabe erfolgt ist, werden Sie per E-Mail darüber informiert.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: Soforthilfe: Wann bekomme ich mein Geld?

Sehen Sie bitte von weiteren Nachfragen zum Zeitpunkt der Auszahlung durch die L-Bank ab – hierzu kann unser Team keine Auskunft erteilen.

Sobald Ihnen der Bescheid der Bank vorliegt, wenden Sie sich bitte unter Angabe der Vorgangsnummer aus dem Bescheid der L‑Bank (nicht die Vorgangsnummer der Kammer) an die L-Bank. Diese klärt mit ihnen die weiteren Schritte zur Rückzahlung.

Weitere Informationen finden Sie in denFAQ der L-Bank.

Bitte warten Sie ab, bis Ihnen der Bescheid der L‑Bank vorliegt. Wenden Sie sich dann bitte unter Angabe der Vorgangsnummer aus dem Bescheid (nicht die Vorgangsnummer der Kammer) an die L-Bank.

Weitere Informationen finden Sie in denFAQ der L-Bank.

Am 9. April ist das Soforthilfe-Programm des Landes, das bereits Ende März gestartet war, mit dem Soforthilfe-Programm der Bundesregierung fusioniert.

 Die wichtigste Änderung: Ab sofort kommen zwei neue Formulare zum Einsatz.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat uns mitgeteilt, dass das alte Formular ab dem 9. April um 8.30 Uhr nicht mehr verwendet werden darf. Bei bereits gestellten Anträgen, die vor diesem Zeitpunkt über das Upload-Portal eingereicht wurden, gehen wir davon aus, dass diese noch abschließend von Kammern und L-Bank bearbeitet werden können. Sollte dem nicht so sein, werden Sie aktiv von uns darüber informiert.

Am Antragsverfahren selbst hat sich ansonsten wenig verändert:Soforthilfe: Kaum Änderungen durch Bundesprogramm

Bei der Ermittlung Ihres Liquiditätsengpasses unterstützt Sie das hier verfügbare Excel-Tool, das wir ständig den aktuellen Förderbedingungen anpassen.

Achten Sie bitte unbedingt darauf, nur mit dem jeweils aktuellen Tool zu arbeiten:

 Bitte beachten Sie: Ein über das Tool ermittelter Liquiditätsengpass ist keine Garantie dafür, dass der Antrag genehmigt wird – kann aber in der Nachweisführung sehr hilfreich sein.

Erfreulicherweise hat die Landesregierung diese Regelung am 29. März 2020 gelockert. Ab sofort ist beim Antrag auf Soforthilfe kein privates Vermögen mehr einzusetzen:

Erleichterungen bei Förderbedingungen für Hilfsprogramm für baden-württembergische Wirtschaft

Antragssteller müssen lediglich nachweisen, dass die laufenden betrieblichen Einnahmen nicht ausreichen, um die laufenden betrieblichen Kosten des Unternehmens zu finanzieren. Beachten Sie hierzu unsereHinweise.

 Für bereits eingereichte Anträge auf Soforthilfe gilt:

Sollte uns im Rahmen des Prüfverfahrens auffallen, dass die Lockerung der Politik für Sie von Vorteil sein könnte und Sie eine höhere Förderung beantragen können, kommen wir aktiv auf Sie zu.

Ihre Betriebsnummer, die immer mit 670 beginnt, steht auf dem aktuellen Beitragsbescheid, der Ihnen Anfang März postalisch zugestellt wurde. Sie finden Sie oben rechts im Adressfeld neben dem Aufdruck „persönlich - an die Geschäftsleitung“.

Sie finden Ihre Betriebsnummer außerdem auch auf der Rückseite Ihrer Handwerkskarte bzw. Ihres Gewerbeausweises.

Sollten Sie beides nicht zur Hand haben, erfragen Sie Ihre Betriebsnummer bitte unter: 

 handwerksrolle@hwk-stuttgart.de 

Dieser Vorgang ist leider nicht möglich.

Bitte warten Sie ab, bis Sie Ihren Bewilligungsbescheid per Mail bekommen und erklären Sie anschließend an die im Bescheid gerichtete Adresse Ihren Verzicht. Wir erlassen daraufhin eine Aufhebung und Sie müssen das Geld, das automatisch mit der Bewilligung ausbezahlt wird, zurücküberweisen.

Ja, der Antragsteller muss versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

Die Höhe des Liquiditätsengpasses für die drei auf die Antragstellung folgenden Monaten ist konkret zu beziffern. Anträge mit Angaben wie beispielsweise „noch nicht absehbar“ können nicht bearbeitet und somit nicht berücksichtigt werden.

BeiFrage 2 des Antrags („Kurze Erläuterung“) ist darzustellen, dass und warum der fortlaufende erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwand (in welcher Art und Höhe) in den drei auf die Antragstellung folgenden Monaten nicht mehr durch die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb gedeckt werden kann.

 Bitte bewahren Sie die zugrundeliegenden Informationen zu Ihrer Berechnung bei Ihren Antragsunterlagen bis zum Ablauf der Verjährungsfristen eines gegebenenfalls erhaltenen Bewilligungsbescheides auf. Eine spätere Überprüfung der Berechnung wird nicht ausgeschlossen.

Bei der Soforthilfe handelt sich um einen Zuschuss, der nicht zurückbezahlt werden muss, soweit die relevanten Angaben im Antrag richtig und vollständig waren und wahrheitsgemäß gemacht wurden.

Nach derzeitigen Bestimmungen unterliegt der finanzielle Zuschuss im Rahmen der jährlichen Gewinn- und Verlustrechnung aber der Einkommensteuerpflicht.

Um ein Unternehmen in Schwierigkeiten handelt es sich beispielsweise, wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder, wenn die Voraussetzungen hierfür gegeben sind.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen insbesondere dann, wenn das bereits vor der Corona-Pandemie (vor dem 11. März 2020) der Fall war. 

Bitte beachten Sie: Der Begriff „Unternehmen in Schwierigkeiten“ hat grundsätzlich nichts mit der Frage (Fragen unter 2. im Antrag) zu tun, ob und in welcher Höhe für das antragstellende Unternehmen eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage oder ein Liquiditätsengpass im Sinne dieser Förderung vorliegt.

Die Anzahl der Beschäftigten ist als Vollzeitäquivalent (VZÄ) anzugeben. Das VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch insgesamt aus Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigen in einem Unternehmen ergeben.

Welche Beschäftigungsgruppen werden einberechnet?

Umfasst sind Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte sowie Saisonpersonal bspw. folgender Gruppen:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger,
  • für das Unternehmen tätige Personen, die zu ihm entsandt wurden und nach nationalem Recht als Arbeitnehmer gelten (kann auch Zeit- oder sogenannte Leiharbeitskräfte einschließen),
  • mitarbeitende Eigentümer/innen,
  • Beschäftigte im Mutterschaftsurlaub,
  • Teilhabende, die eine regelmäßige Tätigkeit in dem Unternehmen ausüben und finanzielle Vorteile aus dem Unternehmen ziehen,
  • bei Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten: Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen mit Lehr- oder Berufsausbildungsvertrag (pro Person 1 VZÄ)
  • bei Unternehmen mit 11 und mehr Beschäftigten können Auszubildende angerechnet werden, müssen aber nicht.

Nicht einberechnet werden:

  • Beschäftigte im Elternurlaub
  • Beschäftigte nach § 16 e und 16 i SGB II

Folgender Berechnungsschlüssel für Teilzeitkräfte gilt:

  • Beschäftigte bis 20 Stunden = Faktor 0,5,
  • Beschäftigte bis 30 Stunden = Faktor 0,75,
  • Beschäftigte über 30 Stunden = Faktor 1,
  • Beschäftigte auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3.

Die Berechnung erfolgt anhand der Regelungen der KMU-Definition der EU. Hilfestellung bietet das Benutzerhandbuch KMU-Definition.

Bei der Berechnung der Beschäftigtenzahl sind gegebenenfalls auch die Daten von Partner- und/ oder verbundenen Unternehmen miteinzubeziehen.

Hier muss angegeben werden, in welcher Höhe Sie für Ihr Unternehmen einen Zuschuss aus dem Programm Soforthilfe Corona beantragen.

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den in der Richtlinie genannten Förderbeträgen.

 Beispiel:

Ihr Unternehmen hat 4 Beschäftigte (VZÄ). Sie haben einen Liquiditätsengpass für drei Monate in Höhe von 9.000 Euro angegeben. Laut Richtlinie können Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (VZÄ) maximal 9.000 Euro Zuschuss für drei Monate erhalten.

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an. 
 Liquiditätsengpass entspricht maximal möglicher Förderung in Höhe von 9.000 Euro.

 Weitere Beispiele: 

Gleicher Fall, aber Sie haben nur 5.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben. 

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 5.000 Euro an.
 niedriger als die maximal mögliche Förderung, weil ihr Liquiditätsengpass niedriger als die maximal mögliche Förderung liegt.

Gleicher Fall, aber Sie haben 12.000 Euro Liquiditätsengpass angegeben.

 Sie geben bei der Frage nach der Höhe des beantragten Zuschusses 9.000 Euro an.
 niedriger als ihr Liquiditätsengpass, weil die maximal mögliche Förderung bei 9.000 Euro liegt.

 Bitte beachten Sie darüber hinaus auch den Abschnitt FAQs zur Soforthilfe Corona beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau.



 Ist noch eine Frage offen geblieben?

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Beachten Sie außerdem unsere große Info-Seite:Corona-Krise: Häufig gestellte Fragen