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Video-Serie: "Was tut die Kammer für mich?" - Teil 1: Teilzeitausbildung

Welche Beratungsleistungen bieten wir Ihnen? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wenn es Probleme mit Azubis gibt, juristische Beratung nötig ist oder sie neue Märkte im Ausland erschließen möchten? In der Serie "Was tut die Kammer für mich?" stellen wir Ihnen unsere kostenlosen Serviceleistungen vor. Den Auftakt bildet das Thema Teilzeitausbildung.

Die Teilzeitlösung als flexible Alternative

Vor allem jungen Müttern und Vätern erlauben es persönliche Umstände oft nicht, eine "normale" Vollzeitausbildung zu absolvieren. Wer sich zu Hause um kleine Kinder kümmern oder kranke Angehörige pflegen muss, steht vor erheblichen Herausforderungen, die sich nur schwer mit den Arbeitszeiten in einem Handwerksbetrieb vereinbaren lassen. Auch Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung müssen besondere Probleme meistern. In all diesen Fällen kommt eine Teilzeitlösung in Frage.

Wer sich zu den möglichen Arbeitszeitmodellen beraten lassen möchte, kann sich bei der Handwerkskammer Region Stuttgart an Ausbildungsberater Bertram Pelkmann wenden. Der Experte findet im Gespräch mit Ausbilder und Azubi die beste Lösung, die sowohl zum Ausbildungsberuf als auch zu den persönlichen Bedürfnissen des Lehrlings passt. So individuell wie die Abläufe in jedem Betrieb ist auch die Beratung: "Die erste Frage ist meistens, ob eine Teilzeitausbildung überhaupt möglich ist. Und dann geht es darum, wie man alles unter einen Hut bekommt", so Pelkmann. Die Erfahrung zeige, dass nur wenige Handwerksbetriebe überhaupt von diesem Modell wissen:

"Es bleiben Chancen ungenutzt – sowohl für das Unternehmen als auch für den potenziellen Auszubildenden."

Die wöchentliche Zeit, die für eine Teilzeitausbildung aufgebracht werden muss, beträgt 20 bis 30 Stunden, wobei sich Betrieb und Azubi absprechen, wie die Zeit verteilt wird. Einzig der Berufsschulunterricht findet in Vollzeit statt. Die Vorteile für das Handwerksunternehmen liegen dabei auch im Imagegewinn: Dank Flexibilität und familienorientierten Maßnahmen können nicht nur mehr Fachkräfte ausgebildet, sondern auch wertvolle Mitarbeiter langfristig im Betrieb gehalten werden.



Praxisbeispiel aus Owen/Teck

Das weiß auch Claudia Nothwang, in deren Betrieb Elektro Nothwang in Owen/Teck eine junge Frau in Teilzeit ausbildet wird. Nothwang hat sich von der Handwerkskammer helfen lassen: "Zugegeben, bei uns herrschten anfangs Unsicherheit und Vorbehalte - aber dank der individuellen Beratung konnten wir sie schnell überwinden und sind nun sehr zufrieden mit der Teilzeitlösung."

Weitere Informationen zur Finanzierung und Beispielprojekte finden Sie beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit .



"Was tut die Kammer für mich?" - Alle Video-Beiträge auf einen Blick

Alle bisher erschienen Beiträge, in denen wir Ihnen in kurzen Videoclips unsere kostenfreien Beratungsleistungen vorstellen, finden Sie in unserem Video-Archiv .



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Anja Ziegler

Ausbildungsberaterin (Elektrotechnik, Metall, Druck und Medien, Karosserie- und Fahrzeugbau)

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-294
Fax 0711 1657-891
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