ausschuss-berufsbildung
Robert Kneschke - Fotolia.com

Voller Einsatz für die Berufsbildung

Der Berufsbildungsausschuss (BBA) ist ein Organ der Handwerkskammer. Die Mitglieder werden über alle wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung unterrichtet und angehört. Seine Errichtung ist in der Satzung festgeschrieben.

Wer bildet den Berufsbildungsausschuss?

Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig. Es sind sechs Arbeitgeber, sechs Arbeitnehmer und sechs Lehrer an berufsbildenden Schulen. Aus ihrer Mitte wählen sie einen Vorsitzenden und dessen Vertretung, die beiden sollen nicht derselben Mitgliedergruppe angehören. Die Vertreter der Arbeitgeber bzw. der Arbeitnehmer werden von der jeweiligen Gruppe in der Vollversammlung gewählt. Die Lehrervertreter werden durch das Regierungspräsidium berufen. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt fünf Jahre.



Was tut der Berufsbildungsausschuss?

Über alle wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung soll der BBA unterrichtet und angehört werden, so lautet § 44 Abs. 1 der Handwerksordnung (HwO) . Zu den wichtigen Angelegenheiten zählt alles, was von grundsätzlicher Bedeutung ist: beispielsweise Prüfungsordnungen , Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA) oder Weiterbildungsregelungen.

Zu unterrichten ist der BBA über Angelegenheiten, die in vorangegangenen Sitzungen behandelt worden sind und über solche Themen, bei denen davon auszugehen ist, dass der BBA ein Recht auf Information hat. Angehört werden soll der BBA, wenn wir Angelegenheiten zur beruflichen Bildung regeln sollen oder offiziell Stellung nehmen Vorschläge machen oder Veröffentlichungen planen. Die Geschäftsführung des BBA liegt bei unserer Kammerverwaltung.

Bevor die  Vollversammlung über Vorschriften zur Durchführung der beruflichen Bildung Beschlüsse fasst, muss sie die Stellungnahme des BBA einholen (§ 44 Abs. 4 HwO). Der BBA kann auch selbst gegenüber der Vollversammlung Stellung nehmen und ihr Vorschläge unterbreiten, in beiden Fällen muss eine Begründung vorliegen.

Beschlussfassungen des BBA, die eine Abstimmung der Vollversammlung erfordern, gelten als angenommen, wenn sie nicht in der darauffolgenden Sitzung geändert oder abgelehnt werden (§ 44 Abs. 5 HwO). Sie gelten auch als angenommen, wenn nicht mindestens drei Viertel der Vollversammlung dagegen stimmen.

Diese Regelungen gelten jedoch nicht, wenn der BBA Beschlüsse fasst, deren Durchführung unseren laufenden Kammerhaushalt übersteigen oder eine Bereitstellung von Mitteln für den kommenden Haushalt erfordern, die wesentlich über die Titel des laufenden Haushalts hinausgehen. Solche Beschlüsse bedürfen der Zustimmung der Vollversammlung bzw. können mit einfacher Mehrheit abgelehnt werden.

Bernd-Stockburger

Dr. Bernd Stockburger

Geschäftsführer Berufliche Bildung

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-298
Mobil 0172 7933387
Fax 0711 1657-848
bernd.stockburger--at--hwk-stuttgart.de