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Warnung: Abzocke durch "Dachhaie"

Besonders nach dem Winter versuchen unseriöse "Dachfirmen", ein schnelles Geschäft zu machen. Wir erklären Ihnen, wie Sie sich gegen den Betrug an der Haustür wappnen können.

Vorsicht bei Haustürgeschäften!

Wenn es bei Ihnen an der Tür klingelt, Sie auf vermeintliche Schäden an Ihrem Dach hingewiesen werden und ein angeblicher Handwerker Ihnen direkt einen Auftrag für die Reparatur unter die Nase hält, sollten Sie misstrauisch werden: Besonders in der Zeit nach den Wintermonaten versuchen die sogenannten "Dachhaie" verstärkt, mit Haustürgeschäften den schnellen Euro zu verdienen.

Die Arbeitsmethoden sind verschieden, das Ziel ist jedoch immer das gleiche: Ahnungslose Hausbesitzer um viel Geld zu bringen. Die angeblichen Dachsanierer gehen erstaunlich unverfroren und unseriös vor und nutzen die Arglosigkeit schamlos aus. Andreas Ambrus, Obermeister der Dachdeckerinnung Stuttgart , erläutert die Methode:

  • Angebliche Handwerker klingeln unaufgefordert an der Haustür oder bieten ihre Dienste per Telefon an.
  • Die Hausierer machen kein ausführliches schriftliches Angebot mit Einzelpositionen, sondern errechnen meist einen angeblich günstigen Pauschalpreis - ein scheinbarer Vorteil, der in Wirklichkeit ein Nachteil ist. Vergleiche mit anderen Angeboten sind so unmöglich.
  • Auf den ersten Blick scheint das Angebot besonders günstig. Oft gilt es nur kurzfristig.
  • Zudem werden die Hausbesitzer zum sofortigen Vertragsabschluss aufgefordert oder sogar gedrängt.

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HF.REDAKTION

Panikmache und Verunsicherung als Druckmittel

"Die Strategie von Dachhaien sind Verunsicherung und Panikmache. Sie wollen mit den Arbeiten unmittelbar beginnen und fordern die Vertragssumme direkt und bar", so der Obermeister. Ein besonders drastischer Fall zeigt die Folgen: Ein angeblich kleiner Schaden an ein paar Dachziegeln von etwa 35 Euro mündete im Handumdrehen in eine ungewollte Reparatur von über 11.500 Euro. Bei der anschließenden Begutachtung des Daches durch einen neutralen Fachberater zeigte sich, dass die Ausführungen der Arbeiten weder den geltenden Regeln der Bautechnik entsprachen, noch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung erfüllen.   

"Das probateste Mittel gegen solche Verkaufsmethoden ist gesundes Misstrauen", betont Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. "Der wahre Zustand eines Daches ist vom Laien kaum zu beurteilen. Auch wenn kleine Reparaturen notwendig sind oder in der nächsten Zeit eine Sanierung ansteht, sollte niemals sofort und ohne Überlegung ein Auftrag unvorbereitet und übereilt an der Haustüre erteilt werden."

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch in der Deutschen Handwerks Zeitung (DHZ):

Schäden am Dach: Vorsicht Betrüger unterwegs (Beitrag vom 26. April 2017)

 Fachbetriebe helfen im Bedarfsfall weiter

Gemeinsam mit der Dachdeckerinnung Stuttgart raten wir Hausbesitzern dazu, bei Bedarf einen Dach-Check zum fairen Preis von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen. Die Adressen qualifizierter Mitgliedsbetriebe und weitere Informationen zum Dach-Check finden Sie auf der Homepage der Dachdeckerinnung .

Dachdeckerinnung Stuttgart
Geschäftsführer Hartmut Schad
Gutenbergstraße 76
70176 Stuttgart

 Tel. 0711 6202083
info@dachdeckerinnung-stuttgart.de

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