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"Der Betrieb und ich sind gemeinsam gewachsen."

Wie Konditorin Rebekka Omorac (36) ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht hat, erzählt Sie in unserer Video-Serie "Ich bin dann mal Chef".

Die Liebe zum Beruf führt in die Selbstständigkeit

"Ich habe immer die Geschichten von meinem Großvater als Bonbonmacher erzählt bekommen – und dann habe ich immer davon geträumt, selbst Konditorin zu werden", sagt Rebekka Omorac (36). Es duftet verführerisch in ihrer Zuckerbäckerei in Freudental. "Ich liebe meinen Beruf: Die Verbindung vom handwerklichem und künstlerischem Arbeiten, auf Kundenwünsche einzugehen und mir immer wieder was Neues einfallen zu lassen – das ist schon toll", schwärmt die Konditormeisterin.

Die Liebe zu ihrem Beruf führte Rebekka dann auch in die Selbstständigkeit. Sie wollte kreativ schöpferisch tätig sein und direkt auf Kundenwünsche eingehen können. "Ich wollte mich nicht an die Vorgaben halten, die von oben kommen, sondern selber entscheiden, was ich umsetze und wie ich mich organisiere." Dabei war der Schritt keineswegs spontan, sondern lange geplant. "Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht, sehr viel recherchiert, gesucht, geplant, gerechnet und war mir selbst gegenüber sehr kritisch", erzählt Rebekka.

Auch im Bekanntenkreis gab es zunächst zurückhaltende Stimmen, ob sie die Selbstständigkeit tatsächlich schafft. "Nach ein paar Jahren kann ich aber sagen, dass der Betrieb und ich gemeinsam gewachsen sind und er mir persönlich sehr viel gegeben hat."



Den nötigen Ausgleich finden

Natürlich ist auch in einer Konditorei die Selbstständigkeit kein Zuckerschlecken. "Es gab schon viele Hürden, vor allem die bürokratischen Sachen, von denen man keine Ahnung hat, wenn man anfängt. Da muss man sich in vielen Bereichen einfach durchboxen", rät Rebekka. Außerdem investiere man natürlich viel Zeit in das Unternehmen. „Für mich ist das aber okay, weil ich meinen Beruf liebe. Aber ich arbeite daran, mehr Freizeit zu haben und auch mal etwas anderes zu unternehmen."

Den Schritt, der eigene Chef zu sein, habe sie aber nicht bereut. "Die zufriedenen Kunden und die tollen Rückmeldungen motivieren automatisch, immer weiter zu machen. Das ist sehr schön für mich." Wichtig sei vor allem, dass man seine Arbeit wirklich liebe, denn das treibe einen immer wieder vorwärts. "Wenn man dann noch bereit ist, viel zu leisten und viel in den Betrieb zu stecken, entwickelt es sich in die richtige Richtung!"

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HWK

 Mein Tipp für Gründer

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"Was ich sehr wichtig finde ist, dass man sich selbst motivieren kann: Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen, Flexibilität, Kreativität. Und man muss ehrlich zu sich selbst sein, vor allem was man bereit ist, für den eigenen Betrieb zu leisten."

Rebekka Omorac, Konditor-Meisterin



Video: Rebekka Omorac im Porträt

Weitere Teile der Serie

Folgende Teile unserer Serie "Ich bin dann mal Chef" sind bislang erschienen:

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Für Felix Lutz (26) war nicht immer klar, dass er den Betrieb seines Vaters übernimmt. In ersten Teil unserer Serie "Ich bin dann mal Chef" erfahren Sie, weshalb es doch dazu kam.

 zum Porträt von Felix Lutz

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Anke Kiefer (30) eröffnete ihren Betrieb innerhalb von drei Monaten. Wieso es Schlag auf Schlag ging und wie sie Familie und Arbeit vereint, erfahren Sie im zweiten Teil der Serie.

 zum Porträt von Anke Kiefer

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Mit 16 Jahren entschied David Schaaf (22) ziemlich blauäugig, den Betrieb seines Vaters zu übernehmen. Wieso das genau der richtige Schritt war, erzählt er in unserer Serie.

 zum Porträt von David Schaaf