Symbolbild: Gewässerschutz
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Gewässerschutz geht alle an

Der Schutz unseres Lebenselixiers vor wassergefährdenden Stoffen ist ein wichtiges Ziel der Vorschriften im Umweltrecht. Aufgrund der eigenen Anlagen und der häufig vorkommenden Lagerung solcher Stoffe tragen auch Handwerksbetriebe eine eigene Verantwortung für den Gewässerschutz. In produzierenden Unternehmen besteht die Gefahr der Abwasserbelastung.

Vermeiden Sie Belastungen durch wassergefährdende Stoffe

Der Schutz des Wassers geht auch im Handwerk jeden an, denn viele Prozesse handwerklicher Produktion verbrauchen das kostbare Nass oder belasten das Abwasser. So ist Wasser beispielsweise ein gängiges Kühlmittel, Betriebe der Nahrungsmittelgewerke benötigen es für ihre Produkte und nahezu alle Handwerksberufe machen spätestens dann von ihm Gebrauch, wenn Reinigungsarbeiten anstehen. Oft muss das anfallende Abwasser hierbei über Leichtflüssigkeits- oder Fettabscheider vorbehandelt werden, bevor es in die Kanalisation geleitet werden kann.

Wassergefährdende Stoffe sind entsprechend ihrer Gefährlichkeit für Gewässer nach Wassergefährdungsklassen (WGK) eingeteilt:

  • WGK 1: schwach wassergefährdend
  • WGK 2: wassergefährdend
  • WGK 3: stark wassergefährdend

Beispiele für solche Stoffe sind zum Beispiel:

  • Lösemittel, Lacke und Farben
  • Altöle, Heizöl und Kraftstoffe
  • Säuren und Laugen
  • Kühlschmierstoffe

Die WGK eines Stoffes beziehungsweise einer Stoffgruppe ist dem EG-Sicherheitsdatenblatt zu entnehmen, das kostenlos beim Produkthersteller oder Lieferanten angefordert werden kann. Auch unser Umweltberater ist Ihnen gerne bei der Ermittlung der WGK Ihrer Einsatzstoffe behilflich.

Auch Stoffgruppen und Gemische mit entsprechenden Eigenschaften werden als wassergefährdend eingestuft.



Anlagenverordnung VAwS   

VAwS steht für "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe". Die Vorschrift enthält Anforderungen an die Sicherheit und Überwachung zum Beispiel von Öltanks, sonstigen Vorratsbehältern, Auffangwannen, Behandlungsbädern und -maschinen. Auch Produktionsanlagen und alle Arten von Lagereinrichtungen fallen unter Anlagen im Sinne der VAwS, soweit sie derartige Stoffe enthalten.

In Hochwassergefährdungs- und Schutzgebieten sind erhöhte Sicherheitsstandards einzuhalten. Kann man die Stoffmenge verringern, reduzieren sich auch die einzuhaltenden Vorschriften. Bei der Aufstellung der für Ihren Betrieb individuellen Anforderungen hilft Ihnen unser Umweltberater.



Kostenfreie Beratung und Service

Bei unserem Umweltberater erhalten Sie außerdem Informationen und Hilfestellung zu diesen und weiteren Themen:

  • Ermittlung und Einstufung der im Betrieb verwendeten wassergefährdenden Stoffe
  • Wasserrechtliche Pflichten
  • Anforderungen an die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen
  • Bedingungen für die Anerkennung als Fachbetrieb nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG)
  • Kommunale Anforderungen an die Abwasserbehandlung und -einleitung
  • Information über Förderprogramme zu Abwasserreinigung, Boden- und Grundwasserschutz
  • Information über bestehende und geplante Wasserschutzgebiete
  • Hinweise auf wassersparende Maßnahmen

Symbolbild: Beratung zum Energiemanagement
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 Weiterführende Informationen

Im Wasserrecht sind im Jahr 2017 neue gesetzliche Regelungen mit erheblichen Konsequenzen für Betriebe in Kraft getreten. Genaue Informationen zu den Regelungen liefert dieses Merkblatt des Baden-Württembergischen Handwerkstags:

Wasserrecht - Gesetzliche Neuregelungen 2017

 
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