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Corona-Regeln: Was für Friseure und Kosmetiker gilt

Bei hohen Inzidenzzahlen gelten für Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpfleger strenge Vorgaben. Wir informieren über die "Notbremse" und die Details.

 Schnelleinstieg

Die Landesregierung hat dieÄnderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) für Baden-Württemberg umgesetzt und eine geänderte Corona-Verordnung veröffentlicht. Sie hat endlich Klarheit bzgl. der konkreten Anforderungen an Corona-Tests von Kunden und Patienten gebracht.

Wir informieren zu den Auswirkungen für Friseure, Barbershops, Kosmetiker und Fußpfleger:

 Bei weitergehenden Fragen zu den lokalen Vorgaben wenden Sie sich bitte an das für Ihren Landkreis zuständige Landratsamt, das die regionalen Inzidenzzahlen beurteilen kann.



 Aktueller Hinweis

Wir bieten neue kostenfreie Sachkundeschulungen zur Durchführung von Corona-Schnelltests an:

  Termin 1 – 10. Mai, 18 bis 20 Uhr (ausgebucht)
  Termin 2 – 17. Mai, 18 bis 20 Uhr (ausgebucht)

Corona-Testkits und die zugehörige Online-Schulung können Sie außerdemhier bestellen.



 Alle wichtigen Infos für Friseure

Friseurbetriebe, mobile Friseure und Barbershops dürfen lautCorona-Verordnung öffnen bzw. ihr Handwerk ausüben. Dabei ist folgendes zu beachten:

 „Notbremse“ bei 7-Tage-Inzidenz über 100

 Stellt das Gesundheitsamt in einem Landkreis eine seit drei Tagen in Folge bestehende 7-Tages-Inzidenz von über 100 fest, ist Friseurbetrieben, mobilen Friseuren und Barbershops der Publikumsverkehr nur noch unter der Maßgabe gestattet, dass Kunden (incl. Kindern)...

  • den Nachweis eines negativen COVID-19-Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden ist oder
  • eine Impfdokumentation oder
  • den Nachweis einer bestätigten Infektion (bei genesenen Personen)

... im Sinne von § 4a CoronaVO vorlegen.

 Die Landesregierung hat Klarheit in Bezug auf die Bescheinigung von Schnelltests geschaffen. Geschulte Friseure dürfen ihre Kunden testen, außerdem dürfen "geeignete Personen" die Laien-Selbsttests von Kunden auch ohne Schulung überwachen. Die Durchführung und Bestätigung von Laientests im Rahmen von Hausbesuchen immobiler Kunden ist ebenfalls gestattet. (weitere Informationen im Absatz 1: Getestete Personen).

 Die Dienstleister und ihre Kunden müssen, soweit es die Dienstleistung zulässt, eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

 Den Inzidenzwert Ihres Landkreises finden Sie hier: Informationen der Kommunen und Landkreise

Das gilt unabhängig von der „Notbremse“

 Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

Beim Angebot von Dienstleistungen, bei denen eine solche Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen Kunden (auch Kinder) den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder einer bestätigten Infektion vorlegen. Was das im Detail bedeutet, erläutern wir im entsprechenden Abschnitt unsererCorona-Sonderseite.

 Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept.

 Die Kontaktdaten der Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. Die Bestimmungen wurden zum 19. April erweitert.

 Eine Behandlung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt. 

 Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten. Beachten Sie dazu bitte unsere Hinweise zur Quadratmeterbegrenzung.

Laut Wirtschaftsministerium sind Friseure in der Corona-Verordnung von der Quadratmeterbegrenzung explizit ausgenommen, insbesondere selbstständige Friseure ohne Mitarbeiter.

Die aktuelleSARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes für Betriebe mit angestellten Mitarbeitern besagt jedoch:

  • Für Friseursalons gilt die Vorgabe eine Mindestfläche von 10m² pro Person, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Die Einhaltung dieser Mindesfläche gilt sowohl für die Kunden als auch für die Beschäftigten.

  • Wenn die Mindestfläche von 10m² pro Person nicht eingehalten werden kann, sind laut Auskunft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales praxisorientierte Lösungen durch das Ergreifen weiterer Arbeitsschutzmaßnahmen (z.B. intensives Lüften, geeignete Abtrennungen und durchgängiges Tragen von medizinischen Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken) möglich.

  • Zusätzlich müssen Arbeitgeber nach § 3 Absatz 1 Corona-ArbSchV medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung stellen, wenn die Anforderungen an den Mindestabstand oder an die Raumbelegung nicht erfüllt werden. 

  • Auch die praktische Ausbildung im Salon soll weiterhin ermöglicht werden. Wird durch die Anwesenheit von Azubis die erforderliche Mindestfläche zeitweise unterschritten, müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weitere Schutzmaßnahmen festgelegt werden. Es wird empfohlen, bei Nicht-Einhalten der Mindestfläche zusätzlich FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zu tragen.

 Wir raten dazu, die Maßnahmen des Bundes einzuhalten und umzusetzen. 

 Wie gewohnt werden wir alle neuen Informationen zur Corona-Verordnung im Allgemeinen und den Vorgaben für Friseure und Kosmetiker schnellstmöglich auf unseren Sonderseiten veröffentlichen.



 Hinweise zur Testpflicht

Das Bundeskabinett hat neben der bundesweiten „Notbremse“ auch eine Testpflicht für Unternehmen beschlossen. Für besonders gefährdete Beschäftigte, die körpernahe Dienstleistungen ausführen, müssen Arbeitgeber mindestens zweimal die Woche Tests anbieten. Weitere Informationen finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite.

 Zur geplanten Testpflicht und häufigen Fragen informieren wir hier: Was ist im Hinblick auf Corona-Tests wichtig?

 Kostengünstige Test-Kits können Sie über unsereBestellseite für Betriebe ordern. Auch eine Online-Schulung wird dort von einem der Anbieter im Rahmen der Bestellung angeboten.



 Weitere Informationen

 Häufige Fragen zur Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrerFAQ-Seite. Antworten rund um die Pandemie finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite, ebenso eine praktische Arbeitshilfe für ein Hygienekonzept.

 Friseure können sich unter bestimmten Voraussetzungen ab sofort impfen lassen. Wir informieren auf unserer  Corona-Sonderseite.

 Die Berufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eineHotline für Betriebe geschaltet und einen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aufgesetzt. Außerdem bietet die BGW eineFAQ-Übersicht. Inwieweit Sie die Regelungen umgesetzen müssen, klären Sie bitte abschließend mit Ihrem Ordnungsamt.

 Der SWR widmet sich in Text und Video dem Thema Testpflicht:Friseurbesuch: So funktioniert die Testpflicht in Baden-Württemberg

Die BWG-Regelungen der Raumnutzung gelten lediglich als Empfehlungen. Jedoch hebt die Landesregierung die Ausnahme der Beschränkung der Kundenzahl auf. Weitere Infos hierzu finden Sie im §1d zu Absatz 7 der Begründung zur 8. Änderungsverordnung.

 Die von den Schließungen im Zeitraum November 2020 bis März 2021 betroffenen Betriebe könnenCorona-Hilfen beantragen. Tipp: Der Kammerbeitrag 2021 ist bei der Überbrückungshilfe III im Rahmen der erstattungsfähigen Fixkosten förderfähig.



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 Alle Infos für Kosmetiker und Fußpfleger

Körpernahe Dienstleistungen sind unter strengen Hygienevorschriften erlaubt. Kosmetikstudios und kosmetische Fußpflegeeinrichtungen sowie Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios und ähnliche Einrichtungen dürfen öffnen und alle Dienstleistungen anbieten, wenn es die Inzidenzzahlen zulassen. 

Dabei gilt es sowohl im Ladenlokal als auch bei mobilen Dienstleistungen folgendes zu beachten:

 „Notbremse“ (bei 7-Tage-Inzidenz über 100):

Stellt das Gesundheitsamt in einem Landkreis eine seit drei Tagen in Folge bestehende 7-Tages-Inzidenz von über 100 fest, müssen Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen (z.B. Kosmetik-, Nagel- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen) schließen. 

 Ausnahmen gelten in diesem Fall für medizinisch notwendige Behandlungen wie Podologie und Fußpflege. Diese sind unter der Maßgabe gestattet, dass Kunden (incl. Kindern)...

  • den Nachweis eines negativen COVID-19-Schnelltests, der nicht älter als 24 Stunden ist oder
  • eine Impfdokumentation oder
  • den Nachweis einer bestätigten Infektion (bei genesenen Personen)

... im Sinne von § 4a CoronaVO vorlegen (weitere Informationen).

 Die Landesregierung hat Klarheit in Bezug auf die Bescheinigung von Schnelltests geschaffen. Geschultes Personal darf Kunden testen, außerdem dürfen "geeignete Personen" die Laien-Selbsttests von Kunden auch ohne Schulung überwachen (weitere Informationen im Absatz 1: Getestete Personen).

 Podologen und Personen, die Fußpflegedienstleistungen ohne Podologie-Ausbildung erbringen, dürfen dies aus gesundheitlichen Gründen weiter tun, sofern sie sich im Rahmen des jeweils für sie geltenden Rechts bewegen. Ausgeschlossen ist lediglich rein kosmetische Fußpflege, die der ästhetischen Verschönerung dient. Fußpflegerische Dienstleistungen von Nicht-Podologen sind erlaubt, wenn sie eine sonst eintretende gesundheitliche Beeinträchtigung vermeiden sollen und, wenn sie, generell gesehen, die Kunden nicht gefährden können.

 Die Dienstleister und ihre Kunden müssen, soweit es die Dienstleistung zulässt, eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

Den aktuellen Inzidenzwert in Ihrem Landkreis finden Sie hier: Informationen der Kommunen und Landkreise

Das gilt unabhängig von der „Notbremse“

 Bei den Behandlungen müssen sowohl die Kunden als auch die Beschäftigen eine medizinische Maske oder eine FFP2-/KN95-/N95-Maske tragen.

Beim Angebot von Dienstleistungen, bei denen eine solche Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, müssen Kunden den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder einer bestätigten Infektion vorlegen. Was das im Detail bedeutet, erläutern wir im entsprechenden Abschnitt unsererCorona-Sonderseite. Für Podologie und medizinische Fußpflege gilt dies nicht.

 Wenn körpernahe Dienstleistungen angeboten werden, bei denen eine Maske nicht oder nicht dauerhaft getragen werden kann, braucht es für die Mitarbeitenden der Betriebe außerdem ein Testkonzept

 Die Kontaktdaten der Kunden müssen vor Ort zur möglichen Kontaktnachverfolgung dokumentiert werden. Die Bestimmungen hierzu wurden zum 19. April erweitert.

 Eine Behandlung ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung erlaubt.

 Die Infektionsschutzvorgaben nach §14 der Corona-Verordnung BW werden eingehalten.



 Hinweise zur Testpflicht

Das Bundeskabinett hat neben der bundesweiten „Notbremse“ auch eine Testpflicht für Unternehmen beschlossen. Für besonders gefährdete Beschäftigte, die körpernahe Dienstleistungen ausführen, müssen Arbeitgeber mindestens zweimal die Woche Tests anbieten. Weitere Informationen finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite.

 Zur geplanten Testpflicht und häufigen Fragen informieren wir hier: Was ist im Hinblick auf Corona-Tests wichtig?

 Kostengünstige Test-Kits können Sie über unsereBestellseite für Betriebe ordern. Auch eine Online-Schulung wird dort von einem der Anbieter im Rahmen der Bestellung angeboten.



 Weitere Informationen

 Häufige Fragen zur Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrerFAQ-Seite.

 Unternehmen können ihre Mitarbeiter selbst auf das Corona-Virus testen. Voraussetzung ist, dass die durchführende Person geschult ist. Die medizinisch notwendigen Kenntnisse können durch einen Sachkundenachweis belegt werden.

 Weitere Antworten finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite. Dort finden Sie auch eine praktische Arbeitshilfe für ein Hygienekonzept.

 Auch die Berufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eineHotline für Betriebe geschaltet und bietet eineFAQ-Übersicht sowie einen  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für Kosmetik-, Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen.

 Die von den Schließungen im Zeitraum November 2020 bis März 2021 betroffenen Betriebe könnenCorona-Hilfen beantragen. Tipp: Der Kammerbeitrag 2021 ist bei der Überbrückungshilfe III im Rahmen der erstattungsfähigen Fixkosten förderfähig.



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