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Corona-Regeln: Was für Friseure und Kosmetiker gilt

Die Corona-Verordnung bringt für Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpfleger in der Region Stuttgart strenge Vorgaben.

 Wer im Handwerk betroffen ist

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ergeben sich spezielle Vorgaben für körpernahe Dienstleister, über die wir auf dieser Seite informieren.

Zu den körpernahen Dienstleistern im Handwerk zählen zum Beispiel:

  • Friseursalons und Barbershops
  • Fußpfleger 
  • Kosmetikstudios und Nagelstudios

Die Vorgaben gelten unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil – etwa beim Kunden zu Hause oder in einem Pflegeheim – angeboten wird.

Aktuelle Corona-Verordnung Baden-Württemberg
Corona-Pandemie: Update und häufige Fragen



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Was sich zuletzt geändert hat

Am 24. November 2021 ist eine neue Corona-Verordnung der Landesregierung in Kraft getreten:

Verschärfung der Corona-Verordnung zum 24. November 2021

Corona-Regeln seit 24. November 2021

Die Verordnung beinhaltet eine neue „Alarmstufe II“, die bei Belegung von 450 Intensivbetten mit COVID-19-Patienten oder ab Erreichen oder Überschreiten einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 6 gilt. Dieser Fall ist bereits eingetreten. Die Verordnung sieht unter anderem eine Ausweitung der 2G-Plus-Regel vor, die auch bei einigen körpernahen Dienstleistern gilt:

Geimpfte und Genesene müssen nun vor Inanspruchnahme der körpernahen Dienstleistung zusätzlich einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen. Für Friseurbetriebe und Barbershops gibt es jedoch Ausnahmen: Hier gilt wie auch in der „Alarmstufe“ 3G mit negativem PCR-Test.

Außerdem gibt es weitere Vorgaben, die auch in der „Alarmstufe“ gelten:

  • Der Betrieb von körpernahen Dienstleistungen ist in der Alarmstufe zulässig. Nicht-immunisierten Personen ist der Zutritt jedoch nicht gestattet. Auch hier gelten Ausnahmen für Friseure und Barbershops: Hier ist nicht-immunisierten Personen der Zutritt nach Vorlage eines PCR-Testnachweises erlaubt.
  • Die Nachweispflichten gelten außerdem nicht für die Podologie und die medizinische Fußpflege sowie für ähnliche gesundheitsbezogene Dienstleistungen. 
  • Im Hinblick auf die Testpflicht für nicht-immunisierte Beschäftigte und Selbstständige mit Kontakt zu externen Personen gilt: Diese Personen benötigen keinen negativen PCR-Test. In den Alarmstufen (und auch in der Warnstufe) ist für nichtimmunisierte Beschäftigte und Selbstständige in körpernahen Dienstleistungsbetrieben ein negativer Antigen-Test ausreichend.
  • Für Einsätze beim Kunden gelten die entsprechenden arbeitsrechtlichen Regelungen. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen für Beschäftigte.
  • Im Einzelhandel gilt eine 3G-Regelung. In Handwerksbetrieben findet diese erst Anwendung, wenn Kunden den Betrieb hauptsächlich zum Warenkauf aufsuchen und keine handwerkliche Dienstleistung in Anspruch nehmen.
  • In den Alarmstufen (und auch in der Warnstufe) ist für Betriebe das sogenannte „2G-Optionsmodell“ nicht mehr wählbar.

In anderen Bundesländern oder deutschen Nachbarländern gelten ggf. noch strengere Vorgaben als in Baden-Württemberg.

 Das neueInfektionsschutzgesetz sieht eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz vor. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Corona-Sonderseite.



 Weitere Informationen zum Warnsystem

Die aktuelle Corona-Verordnung sieht ein vierstufiges Warnsystem vor. Über die Auswirkungen für Handwerksbetriebe informieren wir auf unserer Corona-Sonderseite:

Basisstufe / Warnstufe / Alarmstufen



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Was sich bereits im Oktober geändert hat

Die Landesregierung hat die Corona-Verordnung zum 15. Oktober 2021 angepasst. Neu ist insbesondere das 2G-Optionsmodell, das in der Basisstufe möglich ist und bei dem Kunden einer Dienstleistung nur dann Einlass bekommen, wenn sie geimpft oder genesen sind:

Corona-Verordnung: Ein weiterer Schritt zurück zur Normalität

Für körpernahe Dienstleister, die sich in der Basisstufe für das 2G-Modell entscheiden, gilt dann:

  • Die Entscheidung für das 2G-Modell muss durch einen Aushang deutlich gemacht werden.
  • Kunden müssen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.
  • Die Maskenpflicht gilt in derBasisstufe nicht mehr für Kunden, sondern nur noch für Mitarbeitende.
  • Das Zutrittsverbot gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre, wenn sie noch zur Schule gehen.
  • Jugendliche ab 17 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen, müssen einen negativen Antigentest vorlegen.

Seit dem 15. Oktober müssen sich nicht geimpfte oder nicht genesene Beschäftigte mit Kontakt zu externen Personen auch in derBasisstufe regelmäßig testen lassen. Dies gilt ebenfalls für Selbstständige mit Kontakt zu externen Personen.

Von Dienstleistern vor Ort durchgeführte Tests sind nach § 5 Abs.4 Nr.1 CoronaVO nur für diese entsprechende Dienstleistung gültig. Ein derartig ausgestellter Testnachweis kann von Kunden also nicht für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen genutzt werden, da Dienstleister im Handwerk in der Regel keine der drei Varianten in § 6 Coronavirus-Testverordnung erfüllen, die für die Nutzung des Testnachweises für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen erforderlich sind.

Diese Regelung gilt allerdings nicht für Beschäftigte: Nach derzeitigem Informationsstand dürfen Arbeitgeber nach § 5 Absatz 4 Nr. 2 CoronaVO BW im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, Arbeitnehmern einen Testnachweis ausstellen, der 24 Stunden lang auch für andere Einrichtungen verwendet werden kann. Die Testung muss mindestens unter dem Vier-Augen-Prinzip stattfinden. Ein beaufsichtigter Selbsttest ist ausreichend und kann bescheinigt werden..

 Beachten Sie auch diese Abschnitte auf unserer Corona-Sonderseite:

Was gilt bei der Testpflicht für Beschäftigte und Selbständige?

Was bedeutet „direkter Kontakt zu externen Personen“?

Was gilt bei Nachweis und Dokumentation der Corona-Testungen?

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 Welche Vorgaben außerdem gelten

In geschlossenen Räumen gilt generell sowohl für Kunden als auch für Beschäftigte die Maskenpflicht. Von dieser Maskenpflicht gibt es Ausnahmen – wie zum Beispiel beim 2-G-Optionsmodell. Informationen zu weiteren Ausnahmen finden Sie in § 3 Abs. 2 CoronaVO.

 Körpernahe Dienstleister müssen ein Hygienekonzept erstellen, es auf Verlangen der zuständigen Behörde vorlegen und Auskunft über die Umsetzung erteilen. Wir bieten dafür einepraktische Arbeitshilfe.

 Ist ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich, darf dieser nicht älter als 24 Stunden sein. Ist ein PCR-Test erforderlich, darf dieser nicht älter als 48 Stunden sein.

 Körpernahe Dienstleister müssen weiterhin die Kontaktdaten ihrer Kunden erheben. Wir informieren dazu auf unsererCorona-Sonderseite.

Aus dem  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty-und Wellnessbetriebe ergibt sich außerdem, dass der Zutritt von Kunden und anderen Personen möglichst nur nach Terminvereinbarung erfolgen sollte. Personen mit COVID-19-Symptomen und solche, für die behördliche Quarantäne angeordnet ist, dürfen den Salon oder das Studio nicht betreten. Darauf sollte bereits bei der Terminvereinbarung hingewiesen werden.

Friseure sind nicht mehr dazu verpflichtet, ihren Kunden die Haare zu waschen. Allerdings können Betriebe selbst entscheiden, ob sie das Haarewaschen zur Bedingung für einen Haarschnitt machen.



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Was Sie sonst noch wissen sollten

 Häufige Fragen zur Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrerFAQ-Seite

 Antworten auf häufige handwerksspezifische Fragen finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite.

 Weitere Vorgaben zum Arbeitsschutz finden Sie in derSARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

 DieBerufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Hotline für Betriebe geschaltet und bietet einen Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Kosmetik- und Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen.

 Bei weitergehenden Fragen zu lokalen Vorgaben wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Landratsamt:Informationen der Kommunen und Landkreise



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