Pressenachricht Nr. 041/2008 vom 23. Juli 2008

Gemeinsame Presseerklärung mit der IHK Region Stuttgart

IHK und Handwerkskammer wollen schnelle Entscheidung für Allkammermodell

Fristgerechte Umsetzung des Einheitlichen Ansprechpartners gefährdet

Die beiden großen Wirtschaftskammern der Region Stuttgart, die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer, fordern die Landesregierung auf, sich beim Einheitlichen Ansprechpartner für das Allkammermodell zu entscheiden. Nur mit einer schnellen Entscheidung sei es möglich, die europäische Dienstleistungsrichtlinie fristgerecht bis Ende 2009 umzusetzen.

Das Allkammermodell setzt auf die Erfahrung, das Fachwissen und die bewährte Infrastruktur sämtlicher Kammerorganisationen Baden-Württembergs. Damit ließe es sich laut IHK und Handwerkskammer sofort umsetzen und vermeide den Aufbau neuer und teurer Verwaltungsebenen. "Es gibt keine Alternative zum Allkammermodell", so IHK-Präsident Günter Baumann. "Wir appellieren an die Landesregierung, unseren Vorschlag endlich anzunehmen, um damit die Standortvorteile Baden-Württembergs zu sichern und auszubauen." Dabei seien die Kammerorganisationen nach wie vor bereit, mit Dritten zu kooperieren, insbesondere mit den Kommunen.

"Das Allkammermodell wäre ein klares Signal der Landesregierung in Sachen Bürokratieabbau", erklärte Handwerkskammerpräsident Rainer Reichhold. Zudem gewährleiste die gute Vernetzung untereinander eine einheitliche Handhabung. Die enge Zusammenarbeit mit den Auslandshandelskammern beziehungsweise Handwerk International sichere einen schnellen Informationsaustausch über Ländergrenzen hinweg.

Der so genannte Einheitliche Ansprechpartner soll Unternehmen aus dem europäischen Ausland helfen, sich im Dschungel der Verwaltungsvorschriften zurecht zu finden: Für den Existenzgründer, der sich bislang an mehrere Behörden wenden muss, wird künftig eine Stelle genügen. Alle EU-Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, bis Ende 2009 eine solche zentrale Anlaufstelle zu schaffen.

Hinter dem Allkammermodell stehen sämtliche Kammerorganisationen Baden-Württembergs - dies sind neben den IHKs und den Handwerkskammern der Landesverband der Freien Berufe, die Steuerberaterkammern, die Rechtsanwaltskammern, die Architektenkammer, die Ingenieurkammer sowie die Landestierärztekammer.

 


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