Abfallentsorgung
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Abfallentsorgung: Wohin mit dem Müll?

Wer in seinem Betrieb von vornherein Abfälle vermeidet, spart Kosten bei der Entsorgung. Für Gewerbe-, Bau- und Abbruchabfälle sind Pflichten bei der Trennung und Dokumentation zu beachten. Unser Umweltberater zeigt Ihnen kostenfrei, wie das gelingt und berät Sie auch zum Thema Sonderabfälle.

Abfälle vermeiden und Kosten sparen

In Handwerksbetrieben fallen die unterschiedlichsten Stoffe als Abfall an:

  • Bauschutt
  • Elektroschrott
  • Holz
  • Kunststoffe
  • Lack- und Ölreste
  • Metalle

Grundsätzlich gilt: Je stärker man seine Abfallmengen reduziert, desto geringer sind die Kosten.

Vorrangig sollten Sie Abfälle daher von vornherein vermeiden – zum Beispiel bei der Verpackung oder beim optimalen Einsatz von Betriebs- und Rohstoffen. Ist dies nicht möglich, sollten Sie die Reststoffe wiederverwenden oder recyclen. Allerdings wird es immer eine gewisse Menge geben, die nur noch entsorgt werden kann – ein Unternehmen ohne jeden Abfall ist fast unmöglich.

Abfallentsorgung-Bauschutt
Jürgen Prautsch - Fotolia.com



 Abfälle richtig trennen

Einsparen lässt sich auch mit der richtigen Abfalltrennung. Vom Prinzip „Alles in einen Container“ ist grundsätzlich abzuraten – dies ist aufgrund gesetzlicher Vorschriften ohnehin unzulässig.

Die Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) verlangt die Trennung der im Betrieb anfallenden gewerblichen Siedlungsabfälle in...

  • Bioabfälle
  • Glas
  • Holz
  • Kunststoffe
  • Metalle
  • Papier und Pappe
  • Textilien

Auf Baustellen müssen folgende Abfälle zusätzlich getrennt gesammelt und entsorgt werden:

  • Baustoffe auf Gipsbasis
  • Beton
  • Bitumengemische
  • Dämmmaterial
  • Fliesen
  • Keramik
  • Ziegel

Jede Abfallart macht ein spezielles Vorgehen notwendig. Darüber hinaus müssen die Mengen und Entsorgungswege nachvollziehbar dokumentiert werden.

Neben Ihren gesetzlichen Pflichten sollten Betriebsinhaber auch den betriebswirtschaftlichen Aspekt nicht vernachlässigen: Erst wer seine Abfallmengen überblickt, verschafft sich auch Einsicht in die damit verbundenen Entsorgungskosten und kann Einsparpotenziale identifizieren.

Es lohnt sich, bei seinen betrieblichen Abfallmengen und Entsorgungskosten den Überblick zu behalten.



 Was gilt bei gefährlichen Abfällen?

Ein besonderes Vorgehen erfordern gefährliche Abfälle. Sie sind gesondert zu sammeln und zu entsorgen, außerdem gelten bestimmte Nachweispflichten.

  • Wie stufe ich diese Stoffe korrekt ein?
  • Wohin mit den Sonderabfällen?
  • Wer entsorgt diese Abfälle zuverlässig?
  • Ist mein Entsorger auch wirklich der kostengünstigste?

Bei größeren Jahresmengen an Sonderabfällen ist die Teilnahme am Elektronischen Abfallnachweisverfahren (eANV) erforderlich.

 Nutzen Sie unsere kostenfreie Beratung

Von unserem Umweltberater erhalten Sie Informationen und Hilfestellung bei diesen und weiteren Themen:

  • Abfallrechtliche Pflichten
  • Einsparmöglichkeiten bei der Abfallentsorgung
  • Einstufung der eigenen Abfälle
  • Elektronischer Abfallnachweis
  • Entsorgung von Sonderabfällen
  • Förderprogramme zur Abfallbehandlung und -verwertung
  • Kommunale Entsorgungsvorschriften
  • Organisation des betrieblichen Abfallmanagements
  • Welcher Entsorger entsorgt was?

Die Kontaktdaten unseres Umweltberaters finden Sie am Ende dieser Seite.

Symbolbild: Beratung zum Energiemanagement
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 Weiterführende Informationen

Abfallrecht - Gesetzliche Neuregelungen 2017

 Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH

 Abfallsteckbriefe der Landesanstalt für Umweltschutz in Baden-Württemberg

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