Ausbildung als Fachlagerist/-in

Auf dieser Seite erfährst du alles, was du über die Ausbildung als Fachlagerist/-in wissen musst.

Was macht ein/e Fachlagerist/-in? (Regelausbildung)

So ist das im Handel, im Handwerk und in der Industrie: Waren kommen rein und gehen wieder raus. Zwischendurch müssen sie irgendwo untergebracht werden. Im Lager. Und dort hast du das Sagen. Als Fachlagerist/-in bringst du systematisch unter, was andere dringend wiederfinden wollen.

Kleinteiliges Material wie Schrauben oder Nägel werden ganz anders gelagert als verderbliche Lebensmittel, und mit Brettern geht man anders um als mit frischer Farbe. Logisch oder? Mag sein. Womit du im praktischen Leben umgehen musst, hängt davon ab, wo du deinem Beruf nachgehst. Fest steht nur: Ohne Lager kommen nur die wenigsten Betriebe aus. Deshalb wirst du gebraucht.

  • ordentlich
  • aufgeräumt
  • überschaubar

Nicht tiefstapeln

Die Waren, die du einlagerst, werden nicht einfach ins Regal geknallt. Vieles von dem, womit du umgehst, muss auf spezielle Weise verpackt werden. Deshalb gehört Wissen über die geeignete Verpackungsmethode mit zu deinem Job. Du lernst in der Ausbildung den sachkundigen Umgebung mit empfindlichen Gütern und das verantwortungsvolle Hantieren mit Gefahrstoffen.

Bevor die Waren dein Lager wieder verlassen können, müssen sie für den Versand vorbereitet werden. Auch das ist eine Tätigkeit deines Alltags. Schließlich begleitest du Waren ja vom Eingang bis zum Ausgang: Du nimmst sie entgegen, prüfst ihre Qualität und Vollständigkeit, stellst sie verschiedenen Abteilungen zur Verfügung und meldest, wie viel du von jeder einzelnen Warengruppe noch "auf Lager hast".

Zupacken musst du schon können. Aber nicht alles, was durchs Lager wandert, wird nur durch deine Muskelkraft bewegt. Eher wirst du mit speziellen Fahrzeugen umzugehen lernen - mit dem Gabelstapler vielleicht oder mit stationären Hebevorrichtungen.

Das beste Lager nützt nichts, wenn sich seine Inhalte nicht wiederfinden lassen. Deshalb darfst du nicht im Clinch liegen mit Kollege Computer. Der PC hilft dir dabei, Wareneingänge und -ausgänge übersichtlich zu sortieren; er ist das Werkzeug, mit dem du den Überblick behältst. Und nur, wenn du den Überblick hast, laufen die Dinge rund im Betrieb.



Die etwas andere Berufswahl

Fachlagerist/-in wirst du in einem Ausbildungsbetrieb oder in den Werkstätten eines Bildungsträgers wie dem Berufsbildungswerk (bbw) Waiblingen. Als so genannter Monoberuf kennt Fachlagerist/-in keine Fachrichtungen oder Spezialisierungen. Die Tätigkeit ist auch keinem speziellen Berufsfeld zugeordnet, ist aber ein anerkannter Ausbildungsberuf, der in allen Wirtschaftszweigen große Bedeutung hat. Wer sich in der freien Wirtschaft zum/zur Fachlagerist/-in ausbilden lässt, hat eine zweijährige Lehrzeit vor sich. Im bbw Waiblingen wird die Ausbildungsdauer um ein Jahr auf drei Jahre verlängert. Hier gilt die Lehre zum/zur Fachlagerist/-in als Fachwerkerausbildung. Sie richtet sich an Jugendliche, die aufgrund von Lernschwächen, persönlichen Defiziten oder Behinderungen nicht an einem regulären Ausbildungsgang teilnehmen können.



  • Ausbildungsdauer: 2 beziehungsweise 3 Jahre