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Auslandsprogramm: So schön war's 2019 in Volterra

Die Teilnehmer des "Erasmus+"-Projekts sind aus der Toskana zurückgekehrt. Ihr Reisebericht zeigt: Volterra ist eine unvergessliche Erfahrung!

Die schönste Zeit unseres Lebens

Ein Reisebericht von Teilnehmerin Katharina Zasche (24), Zimmerin aus Stuttgart



Kennst du 18 Menschen zum Pferde stehlen?

Ich schon. Und wir sind irgendwie auch alle ein bisschen weggelaufen; nicht nur vor dem deutschen Winter, sondern auch vor der Frage, was uns die Zukunft bringen wird.

Anfang Januar sind wir, junge Handwerker*innen, die sich kaum kannten, gemeinsam nach Volterra in die Toskana gereist, um am „Erasmus+“-Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart teilzunehmen – ohne zu wissen, dass dieser Ort für uns ein Zuhause werden wird und wir zu einer Familie zusammenwachsen werden.

Aber alles auf Anfang.

Am ersten Sonntagabend im Januar kommen wir alle nach und nach an. In Volterra werden wir mit einem Abendessen von den GIAN – dem italienischen Naturfreundeverein und den Mitgliedern der Villa Palagione, drunter auch Clara, die ein FSJ macht und für uns zur 19. „Erasmini“ wird – herzlich begrüßt.

Sie alle werden für uns bis Ende März nicht nur Gastgeber und Projektpartner, sondern auch Freunde, die uns unterstützen, mit uns lachen, Tränen auffangen und uns ihre Heimat näher bringen.



Alle 18 Handwerkerinnen und Handwerker auf dem gemeinsamen Abschiedsfoto.
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Alle 18 Handwerkerinnen und Handwerker auf dem gemeinsamen Abschiedsfoto.



Die Erasmini Lena, Andreas, Valentin, Franziska und Jasmin bei der Arbeit in den italienischen Betrieben.
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Die Erasmini Lena, Andreas, Valentin, Franziska und Jasmin bei der Arbeit in den italienischen Betrieben.



Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Der Januar beginnt mit einem einmonatigen Sprachkurs, in kleinen Gruppen lernen wir Italienisch und uns kennen.

Wir unternehmen Ausflüge ins Leonardo da Vinci Museum, in die geothermische Zone in Laderello oder zur alten Kupfermine in Montecatini. Volterra entdecken wir bei einer Stadtführung und Schnitzeljagd, am Wochenende treffen wir die Einheimischen in den Bars der Stadt.

Ebenso besuchen wir die größeren umliegenden Städte wie Florenz, Siena, Livorno, Lucca und das Meer in Cecina.

Zum Abschluss des Sprachkurses dürfen wir unseren italienischen Gastgebern ein deutsches Dinner kredenzen, bevor es dann los geht mit der Arbeit in lokalen Betrieben, der Sparkassenstiftung und dem Etruskermuseum.

Die ersten Tage laufen für alle sehr unterschiedlich: Manches ist wie gewohnt, anderes noch Neuland, aber wir passen uns dem Arbeitsklima schnell an und finden in unseren „Capi“ neue Freunde und zugleich Lehrer der italienischen Umgangssprache – Sprachkurs und Realität sind eben doch zwei Paar Schuhe.

Und während wir ein bisschen mehr Italiener*innen und Volterrani werden, zieht die Zeit so schnell vorbei, wie sie es immer tut, wenn sie doch lange bleiben könnte.

Anfang März dürfen wir für ein Wochenende Rom unsicher machen – daraus wird ein Großstadtabenteuer auf Vespas mit viel Kultur, Vino und Shopping, denn dafür bietet sich schließlich kein besserer Ort in Italien.



Noch nie war ein „Auf Wiedersehen“ so schwer

Eben noch in Rom, geht der schönste Alltag der Welt aber auch schon weiter.

Nach der Arbeit erledigen wir in Teams Aufgaben wie Putzen, Kochen, Spülen – und eben alles, was in einer Riesen-WG so anfällt.

Aufkommende Probleme lösen wir immer direkt in einer Gruppenversammlung, à la direkte Demokratie, um größere Diskussionen zu vermeiden. Hier hat jeder immer das Recht, seine Meinung mitzuteilen, ohne dafür verurteilt zu werden oder etwas nachgetragen zu bekommen.

Jeder von uns kann in Volterra sein, wie er eben ist, ohne sich hinter Fassaden zu verstecken oder den Schein zu wahren.

Vielleicht ist es auch gerade diese Basis, die uns als Gruppe so zusammenschweißt, dass wir Ende März gar nicht gehen wollen.

Noch nie war ein „Auf Wiedersehen“ so schwer.

Gleichmäßig geprägt ist es von der Trauer des Abschieds wie von der Freude über die hinter uns liegenden Monate in der Toskana und die Vorfreude auf unser Wiedersehen – nicht nur im Rahmen des Abschlusstreffens in der Heimat, sondern auch als Freunde.

Es war für uns die schönste Zeit unseres bisherigen Lebens.

Und für eben dieses haben wir neue Freunde gefunden, auf so intensive Weise wie man es nur erleben kann, wenn man dieses Abenteuer wagt.

Die Erasmini 2019

Die Erasmini beim Einkaufen, bei einem Ausflug sowie bei Tagestouren durch Rom und Volterra.
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Die Erasmini beim Einkaufen, bei einem Ausflug sowie bei Tagestouren durch Rom und Volterra.

 Die 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 2019

  • Matthias Bäucker, Schreiner, Kirchberg an der Murr
  • Lena Belicke, Konditorin, Kirchheim unter Teck
  • Franziska Blessinger, Maßschneiderin, Lorch
  • Dominik Dombrowsi, Zimmerer, Crailsheim
  • Mathias Fischer, Konditor, Neckartailfingen
  • Valentin Haag, Raumausstatter, Großbottwar
  • Elias Hänßler, Kraftfahrzeugmechatroniker, Albershausen
  • Andreas Hartner, Anlagenmechaniker SHK, Stuttgart
  • Tim Jordan, Schreiner, Lauterstein
  • Leon Kritzer, Schreiner, Schwetzingen
  • Yvonne Marx, Friseurin, Esslingen
  • Julia Peter, Konditorin, Rottenburg am Neckar
  • Marco Pinto, Maler und Lackierer, Möglingen
  • David Schöllköpf, Konditor, Waiblingen
  • Corbinian Seiberling, Schreiner, Marbach am Neckar
  • Jasmin Weis, Raumausstatterin, Deckenpfronn
  • Katharina Zasche, Zimmerin, Stuttgart
  • Yannik Zimmer-Imperi, Koch, Ebersbach

Mehr über Erasmus+ und Volterra

Auf  Facebook und  Instagram finden Sie viele weitere Impressionen vom „Abenteuer “ der Erasmini 2019.

Wer 2020 selbst nach Volterra reisen möchte, kann sich bei unseren kostenfreien Info-Veranstaltungen über das Auslandsprogramm informieren.

Unsere Ansprechpartner Volker Süssmuth und Viktoria Utz stehen für Fragen gern zur Verfügung.

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