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Corona-Regeln: Was für Friseure und Kosmetiker gilt

Die Corona-Verordnung bringt für Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpfleger in der Region Stuttgart strenge Vorgaben.

 Wer im Handwerk betroffen ist

Aus der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ergeben sich strenge Vorgaben für körpernahe Dienstleister, über die wir auf dieser Seite informieren.

Zu den körpernahen Dienstleistern im Handwerk zählen zum Beispiel:

  • Friseursalons und Barbershops
  • Fußpfleger 
  • Kosmetikstudios und Nagelstudios

Die Vorgaben gelten unabhängig davon, ob die Dienstleistung in einem Ladenlokal oder mobil – etwa beim Kunden zu Hause oder in einem Pflegeheim – angeboten wird.

Aktuelle Corona-Verordnung Baden-Württemberg
Corona-Pandemie: Update und häufige Fragen



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Was sich zuletzt geändert hat

Die Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung veröffentlicht, die am 28. Januar in Kraft tritt:

Aktuelle Corona-Verordnung
Corona-Regelungen auf einen Blick

Der Betrieb von körpernahen Dienstleistungen ist in allen Stufen des Warnsystems zulässig. In der Verordnung heißt es:

„(2) Der Betrieb von körpernahen Dienstleistungen ist

  1. in der Basis- und Warnstufe zulässig, wobei nicht-immunisierten Personen der Zutritt nur nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet ist,
  2. in der Alarmstufe I zulässig, wobei nicht-immunisierten Personen der Zutritt nicht gestattet ist,
  3. in der Alarmstufe II zulässig, wobei der Zutritt nur für immunisierte Personen nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises gestattet ist.

Für die Inanspruchnahme gesundheitsbezogener Dienstleistungen bleibt § 28b Absatz 2 IfSG unberührt.“

 Für Friseure und Barbershops gibt es in beiden Alarmstufen Ausnahmen – hier gilt nicht die 2G- bzw. die 2G-Plus-Regel, sondern die 3G-Regel mit negativem Antigen-Schnelltest oder PCR-Test.

In der Verordnung heißt es dazu: „Zur Inanspruchnahme von Friseurdienstleistungen ist der Zutritt [...] für nicht-immunisierte Personen nach Vorlage eines Antigen- oder PCR-Testnachweises und [...] für immunisierte Personen nach Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises gestattet.“

 Kunden der körpernahen Dienstleister dürfen sich nach §5 Absatz 1 und 4 CoronaVO auch unter Beaufsichtigung selbst testen. Der vom Anbieter ausgestellte Testnachweis kann jedoch nicht für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen genutzt werden.

Außerdem gibt es weitere Vorgaben:

  • Impf- und Genesenennachweise sind ebenso wie Testnachweise mit einem amtlichen Ausweisdokument abzugleichen. Es besteht die Verpflichtung, den Nachweis auf elektronischem Weg zu überprüfen – zum Beispiel mit derCoVPassCheck-App.
  • Im Hinblick auf die Testpflicht für nicht-immunisierte Beschäftigte und Selbstständige mit Kontakt zu externen Personen gilt: Diese Personen benötigen keinen negativen PCR-Test. In den Alarmstufen (und auch in der Warnstufe) ist für nichtimmunisierte Beschäftigte und Selbstständige in körpernahen Dienstleistungsbetrieben ein negativer Antigen-Test ausreichend.
  • Für Einsätze beim Kunden gelten die entsprechenden arbeitsrechtlichen Regelungen. Es gibt keine Zugangsbeschränkungen für Beschäftigte.
  • Im Einzelhandel (ausgenommen Grundversorgung sowie Abhol- und Lieferdienste) gilt in den Alarmstufen die 3G-Regel.
  • In den Alarmstufen (und auch in der Warnstufe) ist für Betriebe das sogenannte „2G-Optionsmodell“ nicht mehr wählbar.

 Die FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen für Personen ab 18 Jahren gilt nicht in Arbeits- und Betriebsstätten. Dort gilt weiterhin die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

 Ab dem 16. März 2022 gilt eine einrichtungsbezogene Impfpflicht, von der auch Friseure und Gesundheitshandwerker betroffen sein können. Wir informieren auf unsererCorona-Sonderseite.

 DasInfektionsschutzgesetz sieht eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz vor. Weitere Informationen finden Sie ebenfalls auf unserer Corona-Sonderseite.

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Egal ob Spucktest, Selbsttest oder Schnelltest: Bei diesen Anbietern können Sie zuverlässige und günstige Test-Kits für Ihren Betrieb ordern.

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 Weitere Informationen zum Warnsystem

Die aktuelle Corona-Verordnung sieht ein vierstufiges Warnsystem vor. Über die Auswirkungen für Handwerksbetriebe informieren wir auf unserer Corona-Sonderseite:

Basisstufe / Warnstufe / Alarmstufen





Was sich bereits im Oktober geändert hat

Seit Oktober gibt es das 2G-Optionsmodell, das in der Basisstufe möglich ist und bei dem Kunden einer Dienstleistung nur dann Einlass bekommen, wenn sie geimpft oder genesen sind.

Für körpernahe Dienstleister, die sich in der Basisstufe für das 2G-Modell entscheiden, gilt dann:

  • Die Entscheidung für das 2G-Modell muss durch einen Aushang deutlich gemacht werden.
  • Kunden müssen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.
  • Die Maskenpflicht gilt in derBasisstufe nicht mehr für Kunden, sondern nur noch für Mitarbeitende.
  • Das Zutrittsverbot gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre, wenn sie noch zur Schule gehen.
  • Jugendliche ab 17 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen, müssen einen negativen Antigentest vorlegen.

Seit Oktober müssen sich nicht geimpfte oder nicht genesene Beschäftigte mit Kontakt zu externen Personen auch in derBasisstufe regelmäßig testen lassen. Dies gilt auch für Selbstständige mit Kontakt zu externen Personen.

Von Dienstleistern vor Ort durchgeführte Tests sind nach § 5 Abs.4 Nr.1 CoronaVO nur für diese entsprechende Dienstleistung gültig. Ein derartig ausgestellter Testnachweis kann von Kunden also nicht für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen genutzt werden, da Dienstleister im Handwerk in der Regel keine der drei Varianten in § 6 Coronavirus-Testverordnung erfüllen, die für die Nutzung des Testnachweises für den Zutritt zu anderen Einrichtungen oder Veranstaltungen erforderlich sind.

Diese Regelung gilt allerdings nicht für Beschäftigte: Arbeitgeber dürfen nach § 5 Absatz 4 Nr. 2 CoronaVO BW im Rahmen einer betrieblichen Testung im Sinne des Arbeitsschutzes durch Personal, das die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung besitzt, Arbeitnehmern einen Testnachweis ausstellen, der 24 Stunden lang auch für andere Einrichtungen verwendet werden kann. Die Testung muss mindestens unter dem Vier-Augen-Prinzip stattfinden. Ein beaufsichtigter Selbsttest ist ausreichend und kann bescheinigt werden.

 Beachten Sie auch den Abschnitt Corona-Tests und Impfungen auf unserer FAQ-Seite.

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 Welche Vorgaben außerdem gelten

In geschlossenen Räumen gilt generell sowohl für Kunden als auch für Beschäftigte die Maskenpflicht. Von dieser Maskenpflicht gibt es Ausnahmen – wie zum Beispiel beim 2-G-Optionsmodell. Informationen zu weiteren Ausnahmen finden Sie in § 3 Abs. 2 CoronaVO.

Betriebe zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen müssen ein Hygienekonzept erstellen, es auf Verlangen der zuständigen Behörde vorlegen und Auskunft über die Umsetzung erteilen. Wir bieten dafür einepraktische Arbeitshilfe.

 Ist ein negativer Corona-Schnelltest erforderlich, darf dieser nicht älter als 24 Stunden sein. Ist ein PCR-Test erforderlich, darf dieser nicht älter als 48 Stunden sein.

 Körpernahe Dienstleister müssen weiterhin die Kontaktdaten ihrer Kunden erheben. Wir informieren dazu auf unsererCorona-Sonderseite.

Aus dem  SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty-und Wellnessbetriebe ergibt sich außerdem, dass der Zutritt von Kunden und anderen Personen möglichst nur nach Terminvereinbarung erfolgen sollte. Personen mit COVID-19-Symptomen und solche, für die behördliche Quarantäne angeordnet ist, dürfen den Salon oder das Studio nicht betreten. Darauf sollte bereits bei der Terminvereinbarung hingewiesen werden.

Friseure sind nicht mehr dazu verpflichtet, ihren Kunden die Haare zu waschen. Allerdings können Betriebe selbst entscheiden, ob sie das Haarewaschen zur Bedingung für einen Haarschnitt machen.



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Was Sie sonst noch wissen sollten

 Häufige Fragen zur Corona-Verordnung beantwortet die Landesregierung auf ihrerFAQ-Seite

 Antworten auf häufige handwerksspezifische Fragen finden Sie auf unsererCorona-Sonderseite.

 Weitere Vorgaben zum Arbeitsschutz finden Sie in derSARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

 DieBerufsgenossenschaft  für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege hat eine Hotline für Betriebe geschaltet und bietet einen Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Kosmetik- und Nagelstudios und Fußpflegeeinrichtungen.

 Bei weitergehenden Fragen zu lokalen Vorgaben wenden Sie sich bitte an Ihr zuständiges Landratsamt:Informationen der Kommunen und Landkreise



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