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Corona-Hilfen: Alle Infos zur Antragstellung

Überbrückungshilfe, Neustarthilfe, Stabilisierungshilfe, Härtefälle: Wir informieren zu allen wichtigen Corona-Hilfsprogrammen.

 Das hat sich zuletzt getan

Die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbstständige sowie dieNeustarthilfe werden bis zum 30. September 2021 fortgeführt. Die Überbrückungshilfe erhält im Zuge dessen den neuen Namen Überbrückungshilfe III Plus (weitere Informationen).

 Die Bürgschafts- und Garantieprogramme zur Abfederung der Corona-Krise und die Corona-Hilfen der MBG können bis zum Jahresende in Anspruch genommen werden. Bisher waren Sie begrenzt auf 30. Juni.

 Wer in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht ist und bisher keinen Zugang zu den bestehenden Hilfsprogrammen hatte, kommt für die neuen Härtefallhilfen der Länder infrage. Sie richten sich speziell an Unternehmen und Selbstständige, bei denen zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe nicht greifen.

 Seit dem 18. Mai kann dieÜberbrückungshilfe III mitsamt dem fiktiven Unternehmerlohn beantragt werden. Wer seinen Antrag schon gestellt hatte, kann den fiktiven Unternehmerlohn auch noch nachträglich beantragen (weitere Informationen).

 Die Antragsfrist für die Stabilisierungshilfe II wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert.



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 Steuerliche Auswirkungen

Die Auswirkungen der Hilfsprogramme auf Ihre Steuererklärung listet die Deutsche Handwerks Zeitung.

 Die Hilfsprogramme im Überblick



Überbrückungshilfe III Plus

Der Förderzeitraum für die dritte Überbrückungshilfe, die auch eine „Neustarthilfe für Soloselbständige“ beinhaltet, läuft bis 30. September 2021.

Voraussetzung sind durch die Corona-Pandemie bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der jeweilige Vorjahresmonat.

Mit der Überbrückungshilfe können pro Monat bis zu 1,5 Millionen Euro gefördert werden. Der Zeitraum der Förderung läuft von November 2020 bis Juni 2021. Mit der Fortführung des fiktiven Unternehmerlohns schließt die Landesregierung eine wesentliche Förderlücke. 

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer, die die Anträge für die Betriebe einreichen müssen, können sich auf der Plattform registrieren und einen Antrag auf die Überbrückungshilfe stellen:

 Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus

Zusätzlich wurde der Rahmen der erstattungsfähigen Fixkosten erweitert. Zukünftig sind auch förderfähig:

  • der Kammerbeitrag 2021 – den Bescheid dafür erhalten Sie im Laufe des Februars
  • bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen bis zu 20.000 Euro pro Monat zur Umsetzung von Hygienekonzepten (auch rückwirkend bis März 2020)
  • Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau eines Online-Shops, Eintrittskosten bei großen Plattformen), einmalig bis zu 20.000 Euro
  • Kosten für die Antragsstellung der Überbrückungshilfe

Überblick über die Überbrückungshilfe III



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Neustarthilfe für Soloselbständige

Seit 16. Februar können Soloselbständige im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 7.500 Euro beantragen. Der Zeitraum der Förderung läuft bis zum 30. September 2021.

Die Hilfen gelten für Soloselbständige, die durch Corona erhebliche Umsatzeinbußen verzeichnen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung ist bei der Neustarthilfe nicht wie bei der Überbrückungshilfe III von der Höhe der betrieblichen Fixkosten abhängig. Sie bemisst sich nach dem Referenzumsatz aus 2019. Die Neustarthilfe ist als Vorschuss zu verstehen im Hinblick auf zu erwartende Umsatzrückgänge im Zeitraum Januar – Juni 2021. Am Ende des Förderzeitraums (Juni 2021) ist eine Abrechnung zu erstellen. Sind die Umsatzrückgänge geringer, als zunächst geplant, dann ist die Neustarthilfe anteilig oder vollständig zurück zu bezahlen.

Im Handwerk können das unter anderem zum Beispiel Kosmetiker, Fotografen oder Maßschneider sein.

Die Neustarthilfe und die Überbrückungshilfe III können nicht beide beantragt werden!

Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung und wird als Vorschuss gewährt.

Weitere Informationen zur Neustarthilfe
FAQ-Übersicht des Bundes

Anträge können hier gestellt werden:

Direktantrag auf Neustarthilfe für Soloselbständige stellen



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Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer, die die Anträge für die Betriebe einreichen müssen, können sich auf der Antragsplattform registrieren und einen Antrag auf die Überbrückungshilfe II stellen:

  Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Unternehmen, die durch Corona mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen haben, können Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten von bis zu 50.000 Euro pro Monat bis zum Jahresende 2020 erhalten. Antragsberechtigt ist, wer im Zeitraum von April bis August 2020 ...

  •  ... einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Vergleich zu den entsprechenden Monaten im Vorjahr erlitten hat.
  • ... insgesamt im Durchschnitt ein Umsatzminus von mindestens 30 Prozent verzeichnet hat.

 Über­brückungs­hil­fe ver­län­gert, aus­ge­wei­tet und ver­ein­facht

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende Fixkosten – zum Beispiel Miete, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen sowie Finanzierungskosten. Personalkosten werden pauschal in Höhe von 20 Prozent der übrigen Fixkosten gefördert.

Die Überbrückungshilfe ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von...

  • 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 60 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 30 und unter 50 Prozent

... im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

 Weil der Bund einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten ausschließt, stockt das Land Baden-Württemberg die Überbrückungshilfe des Bundes auf. Für die zweite Phase der Überbrückungshilfe, die die Fördermonate September bis Dezember 2020 umfasst, berücksichtigt das Land auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat.

Die Bundesregierung bietet für Selbstständige und Betriebe die „Novemberhilfe“ und die „Dezemberhilfe“ an.

Noch bis zum 30. April 2021 können über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt oder vereidigten Buchprüfer Anträge gestellt werden:

  • Soloselbständige, die keine Überbrückungshilfe beantragt haben, können ohne prüfenden Dritten einen Direktantrag bis zu 5.000 Euro stellen.

  • Auch Gesundheitshandwerker wie Kosmetiker, die bereits von den Corona-Schließungen im Herbst 2020 betroffen waren, können das Hilfsprogramm in Anspruch nehmen.

  • Gleiches gilt für Lebensmittelhandwerker wie Bäckereien und Konditoreien mit angeschlossenem Cafébetrieb. Sie fallen unter §1 Absatz 1 des Gaststättengesetzes. Bei diesen Gastronomiebetrieben sind die Außerhausverkäufe zum ermäßigten Umsatzsteuersatz allerdings von der Betrachtung ausgenommen und zählen nicht mit zum Umsatz. Umgekehrt ist der Vergleichsumsatz und somit die Umsatzerstattung durch die Novemberhilfe auf 75 Prozent des Cafébetriebs begrenzt. Damit werden bei Lebensmittelhandwerken, die einen Vor-Ort-Verzehr (mit regulärem MwSt.Satz) anbieten, die Umsätze geteilt: Für die Novemberhilfe sind nur die Umsätze aus dem Vor-Ort-Verzehr relevant. Der Außerhausverkauf bleibt außen vor.
Antragsberechtigt sind direkt von den Schließungen betroffene Unternehmen und Selbständige sowie indirekt betroffene Betriebe nach folgender Maßgabe:

  • Direkt betroffene Unternehmen: Alle Betriebe und (Solo-)Selbstständigen, die ihren Geschäftsbetrieb aufgrund des „Lockdowns“ im November und Dezember 2020 einstellen mussten.

  • Indirekt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

  • Verbundene Unternehmen: Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. 

Das gilt bei der Förderung:

  • Es werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

  • Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ dazu den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

  • Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

  • Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie die Überbrückungshilfe oder das Kurzarbeitergeld. 

  • Wurden im November trotz Schließung Umsätze erzielt, werden bis zu 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichsumsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

 Der Bund hat eine FAQ-Seite mit Antworten auf häufige Fragen eingerichtet.

Die Stabilisierungshilfe II hat den Förderzeitraum Januar bis März 2021 und kann für drei Monate beantragt werden. Die Antragsfrist wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Anträge stellen können alle Unternehmen, die...

  • ... Ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben
  • ... mindestens 30 Prozent Ihres Gesamtumsatzes im Hotel- und Gaststättengewerbe erzielen

Auch Handwerksbetriebe, wie Bäckereien, Konditoreien und Metzgereien, die ihre Speisen nicht mehr zum Vor-Ort-Verzehr anbieten dürfen, sind antragsberechtigt.

Die Förderung errechnet sich über die Beschäftigtenzahl im Unternehmen und wird bis zur vollen Höhe des Liquiditätsengpasses im beantragten Förderzeitraum gewährt. Die Liquiditätsberechnung muss von einer prüfenden dritten Person bescheinigt werden, beispielsweise einem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt.

Bitte beachten Sie: Die Stabilisierungshilfe II kann nicht beantragt werden, wenn Sie die Überbrückungshilfe III oder die Neustarthilfe beantragen möchten.

Die Landesregierung bietet weiterführende Infos zurStabilisierungshilfe II. Dort können auch die Anträge gestellt werden.



 Überbrückungshilfe I

Die Überbrückungshilfe I hatte den Förderzeitraum Juni bis August 2020. Die Antragsfrist endete am 9. Oktober 2020. Zuschüsse können in der Schlussabrechnung nur nach unten korrigiert werden.

 Stabilisierungshilfe

Die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe hatte den Förderzeitraum Mai bis Dezember 2020. Die Antragsfrist ist am 31. Dezember 2020 abgelaufen. 

 Soforthilfe

Das erste Corona-Soforthilfeprogramm für Betriebe ist am 31. Mai 2020 ausgelaufen.

Alle vollständig eingereichten Anträge auf Soforthilfe, die über das mittlerweile abgeschaltete Upload-Portal des Landes Baden-Württemberg eingereicht wurden, wurden abschließend von unserem Team bearbeitet und zur finalen Prüfung an die L-Bank weitergegeben.

 Handwerksbetriebe aus der Region Stuttgart können sich bei Rückfragen zu den verschiedenen Corona-Hilfen jederzeit an unsere betriebswirtschaftlichen Berater wenden.



Stefan-Maier

Stefan Maier

Betriebswirtschaftlicher Berater (Kreis Böblingen)

Heilbronner Straße 43
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1657-275
Mobil 0162 4209461
Fax 0711 1657-864
stefan.maier--at--hwk-stuttgart.de