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Integrative Verkehrspolitik statt Aktionismus

Unsere Vollversammlung sprach sich bei ihrer Sitzung Ende November klar gegen Fahrverbote für den Wirtschaftsverkehr in Stuttgart aus. Lesen Sie hier, was sonst noch gefordert wurde.



Fahrzeugnutzung im Handwerk alternativlos

Schon bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit der IHK Region Stuttgart Anfang Oktober hatte sich Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer, klar gegen Fahrverbote zur Reduzierung der hohen Schadstoffwerte in Stuttgart ausgesprochen. Nun verabschiedete die Vollversammlung der Kammer eine entsprechende Resolution.

Die wirtschaftliche Betätigung von Handwerksunternehmen dürfe nicht durch Verkehrsrestriktionen wie generelle Fahrverbote beeinträchtigt werden, forderte die Vollversammlung. Die Nutzung von Kraft- und Nutzfahrzeugen in den meisten Handwerksbereichen sei alternativlos. Vielmehr müsse konstruktiv nach Lösungen für die eklatanten Kapazitätsengpässe beim Straßenverkehr und beim ÖPNV gesucht werden. Hier seien die Vertreter des Handwerks bereit mitzuwirken: "Wir wollen in Gremien und Arbeitskreisen sowohl auf Landesebene, im Regierungspräsidium Stuttgart als auch in der Landeshauptstadt mitwirken", erläuterte Reichhold. "Nur dann können wir für die Region eine nachhaltige integrative Verkehrspolitik anstelle von punktuellem Aktionismus entwickeln."

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Weil Handwerksbetriebe eine unverzichtbare Versorgungs- und Servicefunktion für die Bevölkerung haben, müssten kommunale und regionale Verkehrskonzepte diesen spezifischen Anforderungen Rechnung tragen. "Zu den Kleintransportern und LKWs unserer Betriebe mit ihren Sonderaufbauten und -einbauten gibt es derzeit keine anderen Möglichkeiten", sagte der Kammerpräsident vor dem Parlament des Handwerks. Schon deshalb müsse die Funktion vieler Handwerkerfahrzeuge als Arbeitsmittel und Existenzgrundlage in den Verkehrskonzepten berücksichtigt werden. "So wenig wie der Bäcker die Backwaren ohne geeigneten Transporter ausfahren kann, ist es dem Glaser möglich, die schweren Verglasungselemente in der Stadtbahn zu transportieren."

Die vollständige Resolution im pdf-Format finden Sie am Ende der Seite. Weitere Informationen entnehmen Sie auch unserer Pressenachricht 057/2016:

Vollversammlung fordert integrative Verkehrspolitik statt Aktionismus

Feinstaubalarm: Die Folgen für das Handwerk der Region

Stuttgart leidet unter hohen Feinstaub- und Stickoxidwerten. Sollten sich an der hohen Belastung nichts ändern, drohen ab 2018 sogar Fahrverbote - für den Wirtschaftsverkehr hätte das gravierende Auswirkungen. Auf unserer Sonderseite bündeln wir alle wichtige Informationen, erläutern unsere politischen Positionen und zeigen Ihnen, wie Sie zur Reduzierung der Schadstoffbelastung beitragen:

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