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Fördermöglichkeiten für die Elektromobilität

Wenn Sie Ihren Teil zur Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Region Stuttgart beitragen und Fördergelder für Elektromobilität beantragen möchten, bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten. Hier finden Sie alle im Überblick.

Finanzspritzen von Bund, Land und L-Bank

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen und alle Voraussetzungen für den Antrag erhalten Sie beim jeweiligen Ansprechpartner des Förderers, bei Ihrer Hausbank oder bei unserem Umweltberater. Seine Kontaktdaten finden Sie am Ende der Seite.



1. Neuanschaffung von Elektrofahrzeugen

Die Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert die Elektromobilität mit der "Landesinitiative III - Marktwachstum Elektromobilität BW" (LE III). Die Anschaffung von gewerblich genutzten E-LKW fördert das Land mit bis zu 100.000 €.

zum Förderprogramm für E-LKW

Gewerbetreibende mit Lieferverkehr können den sogenannten „BW-e-Gutschein“ für die Anschaffung von bis zu 100 Fahrzeugen beantragen. Die Fahrzeuge müssen überwiegend in Baden-Württemberg eingesetzt werden. Es stehen pauschal 3.000 € pro Fahrzeug als Fördersumme bereit:

zum Förderprogramm "BW-e-Gutschein"

Mit Hilfe des  "Umweltbonus" fördert auch die Bundesregierung die Anschaffung eines neuen Elektrofahrzeugs des Typs Batterieelektrofahrzeug, Plug-In-Hybrid oder Brennstoffzellenfahrzeug. Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Portal beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dort ist auch eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge verfügbar:

zur Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge

Im Rahmen der Förderinitiative „Elektrofahrzeuge und Infrastruktur“ unterstützt das Bundesverkehrsministerium mit einem Investitionszuschuss die Beschaffung von vollelektrischen Fahrzeugen in Kommunen, in denen ein Elektromobilitätskonzept, Klimaschutzkonzept oder ein Luftreinhalteplan existiert. Auch Fahrzeuge von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft fallen darunter, sofern die Maßnahme Bestandteil der Umsetzung des kommunalen Elektromobilitätskonzept bzw. vergleichbaren Konzepts ist. Die Stadt Stuttgart beispielsweise erteilt diese Bestätigung auf Anfrage mit kurzer Vorhabenbeschreibung, welche Fahrzeuge angeschafft werden sollen.

Die Antragstellung ist nur im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen möglich:

Aktueller Förderaufruf

Im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität hat dasBundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI den fünften Förderaufruf zur Beschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen und betriebsnotwendiger Infrastruktur gestartet.

Gefördert werden Elektrofahrzeuge der Fahrzeugklassen N1, N2 und N3. Antragsberechtigt sind Handwerksunternehmen sowie handwerksähnliche Unternehmen mit einem Eintrag in der Handwerksrolle.

Anträge können bis zum 14. September 2020 gestellt werden – es gilt das Windhundverfahren.

zum aktuellen Aufruf

 

zum Förderprogramm "Elektrofahrzeuge und Infrastruktur"

Außerdem fördert die L-Bank mit günstigen Krediten in ihrem Programm "Ressourceneffizienzfinanzierung" die Anschaffung von gewerblich genutzten Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen-Fahrzeugen, sofern die CO2-Emissionen 50 g pro Kilometer nicht überschreiten oder die elektrische Reichweite mindestens 40 Kilometer beträgt. Der Kredit muss vor Maßnahmenbeginn über die Hausbank beantragt werden.

zum Förderprogramm "Ressourceneffizienzfinanzierung" (Teil B)

Die Fördermöglichkeiten beschränken sich aber nicht nur auf E-Autos - auch andere Fahrzeugarten werden berücksichtigt. So können sich Handwerksbetriebe die Anschaffung eines E-Lastenfahrrads fördern lassen, mit dem Sie schwere oder unhandliche Gegenstände schnell, kostengünstig und umweltfreundlich transportieren können. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg unterstützt Sie dabei mit bis zu 3.000 € je E-Lastenrad.

zum Förderprogramm für E-Lastenräder



2. Umrüstung bestehender Fahrzeuge auf Elektromobilität

Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr vom November 2016 ist die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Umrüstungen zu reinen E-Fahrzeugen ausgeweitet worden.

Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie hier:

Bundesfinanzministerium: Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr

Die L-Bank fördert mit günstigen Krediten in ihrem Programm "Ressourceneffizienzfinanzierung" Maßnahmen zur Verminderung oder Vermeidung von Luftverschmutzung. Die Förderung ist über die Hausbank vor Maßnahmenbeginn zu beantragen.

zum Förderprogramm "Ressourceneffizienzfinanzierung" (Teil B)

Speziell für die Umrüstung von LKW greift auch die Förderung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Sowohl die Neuanschaffung (s. Punkt 1) als die Umrüstung der EG-Fahrzeugklassen N2 und N3 (zulässige Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen) werden gefördert - die Sprinter-Klasse leider nicht.

zum Förderprogramm für E-LKW

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3. Schaffung von Infrastruktur für Elektromobilität

Bereits 2017 wurde das"Bundesprogramm Ladeinfrastruktur" gestartet, das Handwerksbetriebe nutzen können – zum Beispiel zur Installation von öffentlich zugänglichen Schnell- und Normalladestationen auf ihren Grundstücken. Die Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur erfolgt im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen und umfasst neben der Errichtung der Ladesäulen auch den Netzanschluss und die Montage. DieFörderrichtlinien sehen unter anderem vor, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

zum Förderprogramm des BMVI

Für die Installation von Ladeinfrastruktur im nichtöffentlichen Raum (z. B. Mitarbeiterparkplätze, betrieblich genutzte Ladepunkte) eignet sich das Förderprogramm "Charge@BW" des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Neben den Ladesäulen sind Tiefbauarbeiten, Installation und Netzanschluss förderfähig. Der an den Ladepunkten zur Verfügung gestellte Strom muss aus erneuerbaren Energieträgern stammen (Grünstromliefervertrag oder vor Ort eigenerzeugt). Der Antrag ist nach der Bestellung und vor der Fertigstellung einzureichen. Es ist keine Kombination mit anderen Förderprogrammen zur Ladeinfrastruktur möglich:

zum Förderprogramm "Charge@BW"

Im Rahmen des Verbundprojekts „Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Reduktion der NOx-Belastungen in Baden-Württemberg (LINOx BW)“ können Unternehmen aus Kommunen mit hoher NOx-Belastung in Baden-Württemberg (hier finden Sie die entsprechendeListe) eine Förderung für den kurzfristigen Aufbau von Ladeinfrastruktur (LIS) im halb-öffentlichen, öffentlich nicht zugänglichen und privaten Raum beantragen:

zum Förderprogramm "LINOx BW"

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg fördert mit dem „BW-e-Gutschein“ auch die Ladeinfrastrukturkosten für Elektrofahrzeuge. Mit dem Zuschuss von 3.000 € pro angeschafftes Fahrzeug können Fahrzeug und Ladesäule finanziert werden; eine Doppelförderung der gleichen Ladeinfrastruktur mit dem Förderprogramm „Charge@BW“ ist dabei auszuschließen:

zum BW-e-Gutschein

Im Rahmen der Förderinitiative „Elektrofahrzeuge und Infrastruktur“ unterstützt das Bundesverkehrsministerium mit einem Investitionszuschuss die Beschaffung von Ladeinfrastruktur in Kommunen, in denen ein Elektromobilitätskonzept, Klimaschutzkonzept oder Luftreinhalteplan existiert. Auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft können Förderanträge stellen, sofern die Maßnahme Bestandteil der Umsetzung des kommunalen Elektromobilitätskonzepts bzw. vergleichbarer Konzepte ist. Die Antragstellung ist nur im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen und nur im Zusammenhang mit einer im gleichen Aufruf beantragten Fahrzeugförderung möglich:

Aktueller Förderaufruf

Im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität hat dasBundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI den fünften Förderaufruf zur Beschaffung von Elektro-Nutzfahrzeugen und betriebsnotwendiger Infrastruktur gestartet.

Antragsberechtigt sind Handwerksunternehmen sowie handwerksähnliche Unternehmen mit einem Eintrag in der Handwerksrolle.

Anträge können bis zum 14. September 2020 gestellt werden – es gilt das Windhundverfahren.

zum aktuellen Aufruf

 

zum Förderprogramm "Elektrofahrzeuge und Infrastruktur"

Auch das L-Bank-Programm "Ressourceneffizienzfinanzierung" fördert im Programmteil B ("Materialeffizienz und Umwelttechnik") mit günstigen Krediten die Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Wie bei den unter 1. und 2. genannten Maßnahmen auch muss die Forderung  vor Maßnahmenbeginn über die Hausbank beantragt werden.

zum Förderprogramm "Ressourceneffizienzfinanzierung" (Teil B)

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