Weiterbildung für Mitarbeiter
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Personalserie: Weiterbildung für Mitarbeiter

Worauf es bei dem Thema Fort- und Weiterbildungen konkret ankommt, zeigen wir in Teil 11 unserer Serie.

Mit Weiterbildungen punkten

Den Mitarbeitern Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten, zählt zu einem wichtigen Faktor im Kontext der Fachkräftegewinnung und -bindung. Denn wer nach außen zeigt, dass mit dem Einstieg in den Betrieb nicht Schluss auf der Karriereleiter ist und dies auch so nach innen lebt, gewinnt die Gunst der Bewerber und Fachkräfte.

Unterschiede zwischen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

In der Regel steht bei einer Fortbildung eine konkrete Weiterqualifizierung im Fokus, die sich auf den derzeit ausgeübten Job bezieht. Die Weiterbildung geht im Gegensatz dazu noch ein Stück weiter. Sie muss nicht zwangsläufig in direktem Bezug zum ausgeübten Job stehen und dient dazu, das persönliche Qualifikationsprofil zu schärfen. Mit einer Weiterbildung wird somit meist kein konkreter betrieblicher Zweck verfolgt, was den Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung ausmacht. 

"Wenn sich ein Mitarbeiter zum Beispiel dafür entscheidet eine Meisterprüfung abzulegen, ist dies per se erst mal als Weiterbildung zu sehen, da er damit sein eigenes Profil schärft und sich theoretisch danach auch selbstständig machen könnte", erklärt Personalberaterin Nicola Pauls.

Jedoch ergeben sich auch für den Betrieb Vorteile aus der Prüfung. Denn wenn beispielsweise die Nachfolge nicht familiär geregelt werden kann, kommt der Meister für die Übernahme des Betriebs in Betracht und kann auch weitere Aufgaben, wie zum Beispiel die Ausbildung von Auszubildenden, übernehmen. 
 

 Video: Tobias Rehder, Geschäftsführer von TÜRENMANN Stuttgart, zeigt, wie Weiterbildung in seinem Glaserbetrieb funktioniert.



Passende Maßnahme finden

Ob und vor allem welche konkrete Fort- und Weiterbildung in Frage kommt, sollte zusammen mit dem Mitarbeiter in einem persönlichen Gespräch geklärt werden. "Wichtig ist, auf die persönlichen Stärken und Schwächen Bezug zu nehmen, die als mögliche Ansatzpunkte dienen können", betont Pauls.

Es lohnt sich ein Blick in das Bildungsprogramm der Handwerkskammern, das über die verschiedenen Kurse sowie Fördermöglichkeiten informiert, zu werfen. Darüber hinaus bieten auch einige Verbände und Innungen sowie Volkshochschulen Kurse an.

Ob der Betrieb sich an den Kosten beteiligt, muss im Vorfeld geklärt werden. Insbesondere bei Fortbildungen, für die häufig auch eine Fachkursförderung beantragt werden kann, ist dies zu empfehlen und zeugt von Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern.

Interne Schulungen anbieten

Interne Schulungen, die meist ebenfalls von einem Bildungsanbieter oder externen Trainer durchgeführt werden, haben den Vorteil, dass keine Reisekosten entstehen und mehrere Mitarbeiter gleichzeitig daran teilnehmen können. Zudem können die betrieblichen Abläufe besser bei der Terminplanung berücksichtigt werden. Sollte sich ein Betrieb für ein Firmenseminar entscheiden, hilft auch die Handwerkskammer mit kostenfreien Beratungsgesprächen gerne weiter und unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung der Seminarinhalte.

Verschiedenen Methoden der Fort- und Weiterbildung

Häufig findet die sogenannte Vorlesungsmethode als passive Methode, bei der in relativ kurzer Zeit viel Wissen übermittelt werden kann, Anwendung. Sie wird meist ergänzt durch Gruppenarbeit, in der die Teilnehmer das Gehörte aktiv umsetzen können. In jüngster Zeit wird auch die programmierte Unterweisung als aktive Methode vielfach verwendet. Sie eignet sich zum Beispiel für eine interne Schulung, wobei der Mitarbeiter anhand eines PC-Programms neues Wissen erlernt. Der Lernprozess umfasst die Phasen Information, Frage, Antwort, Kontrolle.

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Erfolg beurteilen

Wie bei jeder neu eingeführten Maßnahme sollte der Erfolg oder Misserfolg der Fort- und Weiterbildungsmaßnahme evaluiert werden. "Es bietet sich zudem an, Mitarbeiter über ihre Schulung im Betrieb berichten zu lassen, sodass auch andere davon profitieren können und Transparenz und Nachvollziehbarkeit hergestellt werden", erläutert Pauls.

Online-Plattform zum Thema Personal

Auf dem Informations- und Wissensportal des baden-württembergischen Handwerks erhalten Sie Informationen, Tipps und Leitfäden rund um das Thema Personal.

Im Rahmen der Personaloffensive Handwerk 2025 dient die Online-Plattform als Unterstützung für Handwerksbetriebe bei allen wichtigen Personalfragen:

www.personal.handwerk2025.de

Handwerk 2025

Nicola-Pauls

Nicola Pauls

Personalberaterin

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