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Video-Serie: "Was tut die Kammer für mich?" - Teil 20: Bildungspartnerschaften

In der Serie "Was tut die Kammer für mich?" stellen wir Ihnen regelmäßig unsere kostenlosen Serviceleistungen vor. In Folge 20 stellt Günter Urbansky, der für Vernetzung/Kundenbindung zuständig ist, das Projekt "Bildungspartnerschaften" vor und erklärt, wie alle Beteiligten davon profitieren können.



Frühzeitig Kontakte knüpfen

Wie funktioniert der Ottomotor? Was sind die Hauptaufgaben der Kraftübertragung? Zählt die Motorsteuerung zur Fahrzeugelektrik? Dominik Daiß und David Türck, können diese Fragen heute leicht beantworten. Im Rahmen des Technik-Profils in Klasse 9 durften sie und zwanzig Mitschüler der Stuttgarter Anne-Frank-Gemeinschaftsschule und Realschule 2013 das Autohaus Lutz in Stuttgart-Möhringen besuchen. An fünf Nachmittagen lernten die Jugendlichen den technischen und kaufmännischen Bereich des Autohauses kennen und durften am betriebseigenen Schulungsfahrzeug Hand anlegen.

Dass es ein technischer Beruf werden soll, ist den beiden Schülern dabei schnell klar geworden. "Die Nachmittage haben mir sehr viel gebracht", bestätigt Dominik Daiß. "Ich habe einen guten Einblick in den Praxisalltag einer Autowerkstatt bekommen, das war eine super Ergänzung zur Theorie in der Schule." Ihr Lehrer und Koordinator der Bildungspartnerschaft, Holger Viereck, ist gleicher Meinung: "Hier bekommen die Schüler vor allem praktische Informationen, die wir in der Schule gar nicht anbieten können." Außerdem lernten die Schüler früh erste Ansprechpartner für eine spätere Bewerbung kennen.

Im Februar 2011 hat die Anne-Frank-Gemeinschaftsschule und Realschule auf Initiative von Kammer-Mitarbeiter Günter Urbansky eine vertragliche Bildungspartnerschaft mit dem Autohaus Lutz geschlossen, die auch von der Kfz-Innung Region Stuttgart unterstützt wird. "Unser Haus beteiligt sich regelmäßig an schulischen Aktivitäten", erläutert Bernhard Schäufele, Geschäftsführender Gesellschafter des Betriebs. Ob Bewerbertraining, Unterrichtsbesuche oder Technik-Profile – die Bildungspartnerschaft lebt auf von guten Ideen und Engagement. "Die Partner sind wirklich vorbildlich", betont Günter Urbansky, der bisher 170 Betriebe zu festen Bildungspartnern von Schulen gemacht hat. Das Autohaus Lutz habe verstanden, dass mit dieser Kooperation geeigneter Nachwuchs für den Betrieb gefunden werden kann. „Die Aktionen helfen uns, hochqualifizierte und motivierte junge Leute zu bekommen“, pflichtet Bernhard Schäufele bei. "Wir sehen, wer Interesse und die handwerklichen Fähigkeiten hat." Die enge Kooperation zwischen Betrieb und Schule sei eine echte Win-win-Situation, sind sich beide Bildungspartner einig.

Das Handwerk in Baden-Württemberg ist Partner der "Vereinbarung zum Aufbau und Ausbau von Bildungspartnerschaften". Erklärtes Ziel ist es, dass künftig jede allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg mindestens eine verbindliche Kooperation mit einem Wirtschaftspartner pflegt. "Berufsorientierung aus erster Hand" können die Betriebe im Rahmen von Bildungspartnerschaften leisten. Ob Info-Tage an Schulen, Vorträge bei Elternabenden, Bewerbertraining, Unterrichtsbesuche von Lehrlingen, Praktika oder Technik-Profile – innerhalb und außerhalb des Unterrichts gibt es viele Möglichkeiten, die Vielfalt der Handwerksberufe vorzustellen. Für die Betriebe bieten sich hierbei gute Gelegenheiten, potenzielle Auszubildende frühzeitig kennenzulernen.

Weitere Informationen bietet auch der Baden-Württembergische Handwerkstag .

"Was tut die Kammer für mich?" - Alle Video-Beiträge auf einen Blick

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