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Video-Serie: "Was tut die Kammer für mich?" - Teil 38: Überbetriebliche Ausbildung

Stefan Müllerschön organisiert in der Bildungsakademie die Überbetriebliche Ausbildung (ÜBA). In unserer Serie erläutert er, wie sie abläuft und was sie Azubis und Betrieben bringt.



Gleiches Wissen für alle

21 Werkstätten auf ca. 6.000 Quadratmetern, 20 Lehrmeister und jährlich rund 4.800 Azubis: Das managt Teamleiter Stefan Müllerschön gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen in der  Bildungsakademie . Mit Ausnahme der Weihnachts- und Sommerferienzeit laufen die ein- bis zweiwöchigen Kursblöcke der Überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) das ganze Jahr über. Dabei ist die Bildungsakademie auch Anziehungspunkt für Handwerker aus einiger Entfernung: "Bei uns trifft man  Raumausstatterinnen aus Mannheim oder Heilbronn,  Fotografen-Azubis aus ganz Baden-Württemberg oder angehende  Buchbinder aus ganz Süddeutschland", erläutert Müllerschön.



Enger Kontakt zu den Innungen

Mit den  Innungen stimmt Müllerschön die Rahmenlehrpläne ab, damit die Azubis unabhängig von der Ausrichtung ihres Ausbildungsbetriebs immer auf dem gleichen Wissenstand sind. "Danach geht es darum, die Lehrpläne von unserem  Berufsbildungsausschuss ,  Präsidium und  Vorstand und schließlich von unserem Parlament, der  Vollversammlung , legitimieren zu lassen", so der Teamleiter. Das passiert pro Gewerk etwa alle fünf Jahre. Die neueste Änderung gab es im Kfz-Gewerbe, denn die E-Mobilität bringt viele technische Neuerungen, die in die Lehrpläne integriert werden müssen.

Aufgabe der Lehrmeister ist es, aus den Rahmen-Lehrplänen konkrete Übungen und Aufgaben zu erarbeiten sowie das nötige Wissen zu vermitteln. In der ÜBA haben die Auszubildenden die Gelegenheit, zahlreiche wichtige Tätigkeiten mit modernsten Maschinen und Werkzeugen ganz alleine durchzuführen, einzuüben und bei den Trainern genau nachzufragen. "Nach dieser intensiven Lernphase sind die Ausbilder und Betriebsinhaber oft begeistert über die neuen Fähigkeiten und den Leistungssprung, den ihre Azubis machen", berichtet Müllerschon. Auch die Auszubildenden selbst kommen mit dem einen oder anderen "Aha-Erlebnis" zurück in den Betrieb.



Von Konstanz über Freiburg nach Stuttgart-Weilimdorf

Die 23-jährige Carina Helmlinger absolviert derzeit ihre Ausbildung zur Fotografin in Konstanz, besucht die Berufsschule in Freiburg und die ÜBA in Stuttgart. "Gerade die Überbetriebliche Ausbildung macht wahnsinnig Spaß und man lernt  in kürzester Zeit wesentlich mehr als in der Berufsschule", berichtet die Junghandwerkerin. Besonders angetan hat es ihr die umfangreiche technische Ausstattung. "Ich arbeite in einem sehr kleinen Betrieb, da fühlt man sich in der Bildungsakademie wie im Paradies, denn die Auswahl ist einfach riesig. Hier habe ich sogar die Möglichkeit noch mit analogen Fotoapparaten zu arbeiten und dadurch lerne ich die Fotografie nochmal von einer ganz anderen Seite kennen", so Helmlinger.

Im Video erläutert Stefan Müllerschön bei einem Streifzug durch die Werkstätten der Bildungsakademie, wie die ÜBA abläuft und was sie den Azubis und Betrieben bringt. Außerdem beschreibt Carina Helmlinger, warum sie die Überbetriebliche Ausbildung so schätzt.

"Was tut die Kammer für mich?" - Alle Video-Beiträge auf einen Blick

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Stefan-Muellerschoen

Stefan Müllerschön

Teamleiter Überbetriebliche Ausbildung / Technische Weiterbildung

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