News-Soforthilfe-Nachfolgeprogramm
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Überbrückungshilfe für Betriebe am 10. Juli gestartet

Bund und Land bieten wegen der Corona-Phase eine weitere Finanzspritze für Betriebe an. Lesen Sie hier, wie Sie sie beantragen können.

Antragstellung über den Steuerberater

Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie führt dazu, dass die laufenden Einnahmen vieler Betriebe weiterhin unter den laufenden Kosten liegen. Das gilt besonders in Gewerken, in denen der Geschäftsbetrieb aus Infektionsschutzgründen noch eingeschränkt ist oder gar komplett still steht.

Bund und Länder haben deshalb eine branchenübergreifende Überbrückungshilfe für Unternehmen und Soloselbständige beschlossen.

Die Überbrückungshilfe ist das Nachfolgeprogramm zur Corona-Soforthilfe aus dem zurückliegenden Frühjahr. Sie hat eine Laufzeit von drei Monaten und ein Volumen von maximal 25 Milliarden Euro. Die Abwicklung und Auszahlung der Hilfen übernehmen die Bundesländer.

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die die Anträge für die Betriebe einreichen müssen, können sich ab sofort auf der Antragsplattform registrieren:

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Hier finden Sie auch weitere Informationen rund um die Antragstellung und die Rahmenbedingungen. Die wesentlichen Aspekte für Handwerksbetriebe haben wir nachfolgend zusammengefasst.



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Wer kann den Zuschuss beantragen und wie hoch ist er?

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen mit bestimmten Einschränkungen hinsichtlich Größe und Umsatz, soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.

Diese Einstellung wird angenommen, wenn der Umsatz im April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum eingebrochen ist.

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende Fixkosten – zum Beispiel Miete, Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen sowie Finanzierungskosten. Personalkosten werden pauschal in Höhe von 10 Prozent der übrigen Fixkosten gefördert.

Die Überbrückungshilfe ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss und erstattet einen Anteil in Höhe von...

  • 80 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch
  • 50 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent
  • 40 Prozent der Fixkosten bei Umsatzeinbruch zwischen 40 Prozent und unter 50 Prozent

... im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate. Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 Euro für drei Monate, bei Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro für drei Monate.

Diese maximalen Erstattungsbeträge können nur in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden.



Nachhaltigkeit
HWK





Aufstockung für Soloselbständige und kleine Betriebe

Der Bund schließt einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit aus. Die Landesregierung hat daher beschlossen, die Überbrückungshilfen des Bundes aufzustocken.

„Wir ergänzen die Überbrückungshilfe in Baden-Württemberg mit dem fiktiven Unternehmerlohn und schließen damit eine wichtige Förderlücke mit Blick auf Soloselbständige und kleine Unternehmen, die besonders mit der Krise zu kämpfen haben“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in einer Pressemitteilung vom 8. Juli 2020.

Wie schon bei der Corona-Soforthilfe, die Ende Mai ausgelaufen ist (siehe unten), wird das Land auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat berücksichtigen und auszahlen.

„Damit unterstützen wir vor allem die große Zahl der Soloselbständigen, die nur geringe Fixkosten haben und sichern deren Existenz“, so die Ministerin.

Das Land greift bei der Abwicklung des neuen Programms auf den bewährten Partner aus der Corona-Soforthilfe – die L-Bank – zurück.



Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.
Martin Stollberg
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.





Soforthilfe-Programm beendet

Das Corona-Soforthilfeprogramm für Betriebe ist am 31. Mai 2020 ausgelaufen (weitere Informationen).

Alle vollständig eingereichten Anträge auf Soforthilfe, die über das Upload-Portal des Landes Baden-Württemberg bei uns eingereicht wurden, wurden abschließend von unserem Team bearbeitet und zur finalen Prüfung an die L-Bank weitergegeben.

Anträge, die nicht vollumfänglich und ausreichend gestellt wurden, mussten wir leider mit negativer Empfehlung an die L-Bank weiterleiten. Dort wurden diese als unvollständig abgelehnt.

Für Betriebe besteht eine Widerspruchsmöglichkeit gegen den Ablehnungsbescheid: Sie können ihren Antrag korrigieren und dem Widerspruch wird ggf. durch Entscheidung der L-Bank abgeholfen.

Sollten Sie Rückfragen zur Abwicklung der Soforthilfe-Anträge haben, nutzen Sie bitte unserKontaktformular.

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